Lindner geht von niedrigerer Inflation aus als derzeit prognostiziert

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geht von einer niedrigeren Inflationsrate im Jahr 2023 aus als bislang prognostiziert. "Der wirtschaftliche Ausblick für Deutschland wird aktualisiert werden", sagte Lindner bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Dienstag. "Im Moment erwarten wir sieben Prozent. Und ich will nichts vorwegnehmen, aber ich gehe von einer niedrigeren Inflation aus."

Vor diesem Hintergrund erwarte er zudem, dass die gesamten Mittel aus dem 200-Milliarden-Paket der Bundesregierung zur Bekämpfung der Folgen der Inflation nicht benötigt werden. "Die Preislevel sind niedriger als erwartet", sagte Lindner weiter. "Aus meiner Sicht heute brauchen wir keine 200 Milliarden Euro." Stattdessen könnten Schulden abgebaut werden.

Lindner betonte, dass der Grund für die hohe Inflation vor allem in der EU der russische Angriff gegen die Ukraine sei. Und Deutschland sei "auf lächerliche Art und Weise abhängig von Russland" gewesen. Das habe sich mit dem sehr schnellen Bau von Importterminals für Flüssiggas jedoch weitgehend erledigt.

pe/ilo