Lindner hält Wohngeldreform für finanzierbar

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält es für machbar, das Wohngeld - wie von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigt - zu reformieren. "Die Reform des Wohngelds können wir finanzieren, wenn wir sorgfältig haushalten", sagte Lindner der "Bild am Sonntag". Dabei solle auch an Ältere im "eigenen Häuschen" gedacht werden, die von einer kleinen Rente lebten. Forderungen nach einer stärkeren Erhöhung der Hartz-IV-Sätze wies er dagegen zurück.

"Pauschal mehr Geld zu verteilen, dazu fehlen uns die Mittel", sagte Lindner der Zeitung dazu. Allein aufgrund der steigenden Preise steige der Hartz-IV-Regelsatz, "Miete und Heizung übernimmt ohnehin der Steuerzahler."

Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket sollten nicht verlängert werden, erklärte der Finanzminister. Er sei aber dafür offen, die Entfernungspauschale für Beschäftigte zu erhöhen. "Davon profitieren alle, denn das gilt unabhängig von Auto, Bahn oder Fahrrad."

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte vor einigen Tagen eine große Wohngeldreform angekündigt. Der Kreis der berechtigten Haushalte soll demnach ausgedehnt werden, außerdem soll eine Heizkostenpauschale integriert werden. Ganz besonders sollten davon Rentnerinnen und Rentner profitieren.

smb/pw

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