Linke kritisiert Dunkelheit am Brandenburger Tor nach Anschlag in Russland

Dass nach dem Anschlag in St. Petersburg das Brandenburger Tor nicht in den Farben der russischen Flagge angestrahlt werden soll, stößt auf Kritik. Laut einem Leitfaden soll das Tor nur noch nach Anschlägen in einer Partnerstadt angestrahlt werden

Die Linke kritisiert, dass nach dem Anschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg das Brandenburger Tor nicht in den Farben der russischen Flagge angestrahlt werden soll. "Ich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht", sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Terroropfer, egal wo diese das wurden, verdienen den gleichen Respekt und die gleiche Anteilnahme."

Bei dem Anschlag in der russischen Metropole am Montag waren mindestens 14 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. In der Vergangenheit war das Brandenburger Tor nach Anschlägen in den Nationalfarben der betroffenen Länder angestrahlt worden, zuletzt nach dem Anschlag in der britischen Hauptstadt London vor knapp zwei Wochen.

Bei anderen Attacken der vergangenen Monate blieb die symbolische Anteilnahme aus. Die Berliner Senatskanzlei arbeitete einem Bericht aus der vergangenen Woche zufolge einen Leitfaden dafür, wann das Wahrzeichen im Herzen der Hauptstadt künftig nach Anschlägen angeleuchtet werden soll. Demnach soll das Brandenburger Tor nur noch nach Anschlägen in einer Partnerstadt Berlins angestrahlt werden.

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