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Linken-Chef Schirdewan schließt Koalition mit Wagenknecht-Partei in Thüringen nicht aus

Der Ko-Vorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, schließt eine Koalition seiner Partei mit dem Bündnis der früheren Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen nicht aus. (TOBIAS SCHWARZ)
Der Ko-Vorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, schließt eine Koalition seiner Partei mit dem Bündnis der früheren Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen nicht aus. (TOBIAS SCHWARZ)

Der Ko-Vorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, schließt eine Koalition seiner Partei mit dem Bündnis der früheren Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen nicht aus. "Die Linke hat gesagt, sie will mit Bodo Ramelow als Ministerpräsident eine progressive Regierung anführen", sagte er der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger" (Samstagsausgaben).

"Alle demokratischen Kräfte müssen mindestens in der Lage sein, miteinander zu reden, gerade wenn es darum geht, den Aufstieg des neuen Faschismus zu verhindern und ein klares demokratisches Signal zu setzen", sagte er weiter. "Wir sind klug genug, das zu wissen. Ob andere das auch sein werden, müssen wir dann sehen."

Angesprochen auf eine Koalition seiner Partei mit der CDU in Thüringen sagte Schirdewan: "Die Konstellation in Thüringen ist schon herausfordernd. Aber Linke und CDU haben in der Zeit der rot-rot-grünen Minderheitsregierung miteinander Kompromisse gefunden." Er fuhr fort: "Dass Bodo Ramelow und CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt miteinander reden können, wenn sie miteinander reden wollen, haben wir gesehen. Und ansonsten: Wahlabend abwarten!"

In Thüringen wird wie in Sachsen am 1. September ein neuer Landtag gewählt; in Brandenburg sind die Menschen am 22. September aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In allen drei Bundesländern liegt Umfragen zufolge derzeit die AfD vorn. Das BSW erreicht jeweils zweistellige Werte.

mhe