Linken-Politiker: Klaus Lederer: "Es gibt gute Argumente, Tegel zu schließen"

Kultursenator Klaus Lederer spricht im Interview über Berlins Bühnen, Herthas Stadionpläne und die Zukunft des Flughafens Tegel.

Klaus Lederer (Linke) ist seit Dezember 2016 Bürgermeister sowie Senator für Kultur und Europa. Er will für die städtischen Museen Zeiten mit kostenlosem Eintritt einrichten. Doch in seinem Ressort gibt es noch andere Baustellen.

Rot-Rot-Grün regiert jetzt 100 Tage. Regieren Sie gut?

Klaus Lederer: Es gelingt uns inzwischen besser, die zentralen Themen anzufassen: Mietdämpfung, sozialen Wohnungsbau auf die Schiene bringen, die Turnhallen leerziehen, eine Strategie für den Schulneubau entwickeln, das Radgesetz … Wir sind jetzt langsam in einem Modus, in dem wir Probleme substanziell und strategisch abräumen. Das ist eine positive Entwicklung im Vergleich zum holprigen Start.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit hatte man sich vorgenommen. Jetzt streiten Linke und Grüne mit Regierungschef Müller und der SPD um die Zuständigkeit fürs Personal. Was ist da los?

Im Koalitionsvertrag gibt es eine klare Verabredung. Wir wollen die Zuständigkeit für das Personal in einer Hand konzentrieren. Das ist auch nötig angesichts der Probleme bei der Ausbildung, der Gewinnung von neuen Kräften oder bei der Bewirtschaftung von Stellen. Das Pro­blem ist, dass die Entscheidung des Regierenden Bürgermeisters über den Geschäftsverteilungsplan des Senats abweicht von dem, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

Im Roten Rathaus gibt es seit dem Wechsel des Flughafen-Staatssekretärs zur Flughafengesellschaft eine freie Staatssekretärs-Stelle. Wofür sollte Müller die verwenden?

Im Zusammenhang mit dem Thema Per...

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