Linksextremismus: Geisel nennt Autonome von Rigaer Straße "brutale Gangster"

Bei ihren Attacken hatten die Randalierer zahlreiche Pflastersteine herausgebrochen

A. Dinger, A. Gandzior, G. Mallwitz und T. Fülling

Brennende Kabelschächte, stundenlange Verspätungen, Zugausfälle: Für Tausende Kunden der Deutschen Bahn begann die Woche mit massiven Behinderungen. Insgesamt gab es etwa ein Dutzend Anschläge. Bei den Tätern soll es sich um Linksextreme handeln. Betroffen waren nach Angaben der Bundespolizei Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und Bad Bevensen in Niedersachsen.

In Berlin hatten Unbekannte zwischen den S-Bahnhöfen Treptower Park und Baumschulenweg Signalkabel und Leitungen zur Stromversorgung in Brand gesetzt. Auf den Linien S8, S9 und den Ringbahnlinien S41 und S42 kam es den gesamten Tag über zu teils erheblichen Einschränkungen. Auf der Linie S85 (Waidmannslust – Grünau) wurde der Zugverkehr der S-Bahn komplett eingestellt. Auf der linksextremen Internetseite "Indymedia" tauchte ein mögliches Bekennerschreiben auf. Dort ist die Rede von einem Eingriff "in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus".

Die Sicherheitsbehörden beobachten seit ungefähr einem Jahr, wie die linke Szene sich auf den bevorstehenden G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg warmläuft. In Berlin hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Autobrände, Farbattacken und weitere Sachbeschädigungen mit Bezug zu dem G20-Gipfel gegeben. Auch an der Rigaer Straße in Friedrichshain, die als eines der Zentren der Linksextremen in Berlin gilt, hatte es wieder vermehrt Ausschreitungen geben, zuletzt am vergangenen Wochenende.

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