Linkspartei kritisiert Regierung nach Luftschlag in Syrien

Die Linkspartei hat wegen der Verwicklung der Bundeswehr in einen verheerenden Luftschlag in Syrien den deutschen Einsatz im Kampf gegen den IS kritisiert.

«Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die Bundesregierung sind für die Toten, darunter Frauen und Kinder, mitverantwortlich», sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger. «Dieser tragische Verlust von Menschenleben verdeutlicht auf dramatische Weise, dass es keine Beteiligung an Kriegseinsätzen gibt, ohne sich die Hände schmutzig zu machen und das Leben von Zivilisten zu gefährden.»

Bei einem Luftangriff auf ein Schulgebäude im Norden Syriens wurden Aktivisten zufolge in der vergangenen Woche mindestens 33 Zivilisten getötet. Die Bundeswehr hatte kurz zuvor Aufklärungsfotos des Ziels an die Anti-IS-Koalition geliefert. Die im türkischen Incirlik stationierten deutschen Tornado-Jets fliegen selbst keine Angriffe, machen aber hochauflösende Bilder von IS-Stellungen zur Identifizierung von Angriffszielen.

«Das war erwartbar», sagte der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Jan van Aken, der Deutschen Presse-Agentur zu den Berichten über zivile Opfer. «Wenn die Bundeswehr da Bilder schießt, die für die Einsätze genutzt werden, passieren auch Angriffe auf Zivilisten.» Gerade in den vergangenen Wochen sei die Anzahl der zivilen Opfer in Syrien und im Irak gestiegen.

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