Linksregierung ungewiss: „Politische Zwangsheirat“ droht

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In Norwegen will die Sozialistische Partei Ap von Jonas Gahr Støre, die als stärkste Kraft aus der Wahl hervorging, eine Linkskoalition schmieden. Es laufen Verhandlungen über ein Bündnis mit der Zentrumspartei und der Sozialistischen Linkspartei.

Solch eine Koalition gab es in dem Land bereits von 2005 bis 2013 unter Leitung des heutigen NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg. Doch insbesondere eine neuerliche Zusammenarbeit mit der Zentrumspartei und der Sozialistischen Linkspartei ist ungewiss, große Unterschiede bestehen unter anderem in der Umweltpolitik und der Frage, welche Zukunft das für die Norwegens Wirtschaft so wichtige Erdöl hat.

Norwegische Zeitungen schreiben bereits, das angestrebte Linksbündnis wäre eine politische Zwangsheirat. Der Vorsitzende der Zentrumspartei Trygve Salgsvold Vedum hingegen gab sich entschlussfreudig:

„Wir haben uns klar dazu geäußert, was wir für das Richtige halten. Erstens, die derzeitige Regierung zu ersetzen. Wir brauchen einen neuen politischen Kurs, und die beste Alternative dazu ist eine Regierung mit der Zentrumspartei und der Ap“, so Salgsvold Vedum.

In den vergangenen acht Jahren wurde Norwegen von einer konservativen Regierung unter Ministerpräsidentin Erna Solberg geführt. Solbergs Partei hatte bei der Wahl vor einer Woche die größten Verluste hinnehmen müssen, auch die rechte Fortschrittspartei verlor an Boden.

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