Corona-Newsticker: Hamburger strömen nach draußen – Polizei verhängt Bußgelder

Das Coronavirus macht sich in Deutschland breit – und auch Hamburg und Norddeutschland sind betroffen. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

#reloadVirus grassiert in Alten- und Pflegeheim in Wellingsbüttel2882 Corona-Fälle in Hamburg (Stand: Sonnabend)Polizeichef droht mit Haft bei Missachtung der AuflagenHanseatic Help startet HilfsportalSchulsenator lenkt ein: Sport-Abi findet nun doch stattCorona-Testzentrum in Bergedorf soll doch entstehenAlter Elbtunnel an den Wochenenden dichtNeue Verordnung: In Hamburg drohen jetzt saftige GeldstrafenNeue Allgemeinverfügung: Besuchsverbot in PflegeheimenDie wichtigsten Infos zum Coronavirus im ÜberblickZum allgemeinen Coronavirus-Newsticker geht es hier

„Die Menschen sind so etwas von entspannt“

17.40 Uhr: Wie auch in Hamburg haben sich die Menschen im restlichen Norden zum großen Teil an die Corona-Auflagen gehalten – aber es gab auch Unvernünftige. „Die Menschen sind so etwas von entspannt“, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag in Kiel. Lediglich an den Landesgrenzen zu Hamburg kontrollierte die Polizei etliche Fahrzeuge und schickte viele Ausflügler wieder heim.

An der Nord- und Ostsee waren nur wenige Menschen unterwegs. „An den Küsten ist es sehr ruhig, vereinzelt gehen Menschen am Strand spazieren“, sagte die Sprecherin. Gegen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus wurde nur selten verstoßen. In Timmendorf hatte die Gemeinde die Parkplätze gesperrt, damit erst gar keine Besucher an die Strände gelangen konnten.

Bei Tangstedt im Norden von Hamburg kontrollierte die Polizei zahlreiche Fahrzeuge, von denen 150 wieder zurückgewiesen wurden. „Es handelte sich meistens um Hamburger, die aus touristischen Gründen unterwegs waren“, sagte die Sprecherin. Die Menschen hätten aber verständnisvoll reagiert und seien wieder umgekehrt. Auch in Wedel im Westen bei Hamburg wurden 143 Fahrzeuge kontrolliert, von denen 78 wieder zurückgeschickt wurden.

Zur Überwachung der Corona-Schutzmaßnahmen wurden in Nordfriesland auch die Zufahrtsstraßen nach St. Peter-Ording kontrolliert. Die gezielten Kontrollen an der Bundesstraße 202 und der Landesstraße 33 galten insbesondere Fahrzeugen mit Autokennzeichen von außerhalb Nordfrieslands. „Unsere eigenen Feststellungen und die Meldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass trotz der momentan geltenden Beschränkungen St. Peter-Ording nach wie vor ein beliebtes Reiseziel für Gäste und Zweitwohnungsbesitzer darstellt“, sagte Amtssprecher Sven Jacobsen. 

Hamburger halten sich meist an Auflagen – Polizei verhängt dennoch auch Bußgelder

16.46 Uhr: Bei Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und frühlingshaften Temperaturen haben sich die Menschen in Hamburg zum großen Teil an die Corona-Auflagen gehalten. „Die Mehrheit hält sich an die Regeln“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Aber es wurden auch einige Verstöße festgestellt, weil sich Menschen in kleinen Grüppchen in Grünanlagen aufhielten oder Kinder trotz Verbots auf Spielplätzen spielten. Zum Teil wurden auch Bußgelder verhängt. In welcher Höhe und wie viele wollte die Polizei am Samstag noch nicht mitteilen.

An Alster und Elbe waren viele Menschen und Jogger unterwegs, die versuchten, den vorgeschriebenen Abstand von zwei Metern einzuhalten. Dazu war auf dem Alterrundweg eine Trennungslinie angebracht worden, damit die Menschen besser aneinander vorbeilaufen konnten. Eine Reiterstaffel der Polizei erinnerte die Menschen daran, die Regeln einzuhalten und wies unter anderem darauf hin, dass man sich nicht hinsetzen oder Picknicken dürfe. Die meisten Menschen reagierten verständnisvoll und setzten ihren Spaziergang fort.

Coronavirus grassiert in Hamburger Altenheim

15.17 Uhr: Bislang war nur von Infizierten die Rede, doch jetzt hat es im Alten- und Pflegeheim „Alsterdomizil“ in Wellingsbüttel einen ersten Corona-Todesfall gegeben. „Das können wir amtlich bestätigen“, sagt ein Sprecher der Gesundheitsbehörde auf MOPO-Nachfrage. Über das Alter und das Geschlecht des Verstorbenen machte die Behörde keine Angaben.

Klar ist: Kein anderes Altenheim in Hamburg dürfte derart mit dem Coronavirus zu kämpfen haben, wie das „Alsterdomizil“. Bereits Anfang der Woche berichtete die MOPO über eine Häufung an Infizierten in der Einrichtung. Damals war noch von Elf Erkrankten die Rede, inzwischen ist von Infizierten in einem mittleren zweistelligen Bereich die Rede. Die Einrichtung selbst hatte Quarantäne-Maßnahmen ergriffen und versucht, Besucher zu isolieren. Bereits zwei Wochen bevor von Hamburg ein Besuchsverbot für Altenheime erlassen wurde, galt diese Regel bereits im „Alsterdomizil“.

Bislang wenige Verstöße gegen Corona-Auflagen in Hamburg

14.33 Uhr: Nach der Einführung von Bußgeldern hat die Polizei in Hamburg bisher nur wenige Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt. „Noch ist es sehr ruhig“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Auch am Freitagabend habe es nur vereinzelte Verstöße gegeben, weil sich Menschen in kleinen Grüppchen in Grünanlagen aufhielten oder Kinder trotz Verbots auf Spielplätzen spielten.

„Zum Glück waren das nur einige wenige Vorfälle“, sagte der Sprecher. Ob auch Bußgelder verhängt wurden, wollte die Polizei am Samstag noch nicht mitteilen. Der neue Bußgeldkatalog sieht bei Verstößen Strafen von 150 bis zu 5000 Euro vor. Wiederholungsfälle können sogar mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Coronavirus in Hamburg: Das ist der aktuelle Stand

14.06 Uhr: In Hamburg ist eine weitere Person am Coronavirus gestorben. Wie die Gesundheitsbehörde am Sonnabend mitteilte, erhöht sich die Zahl derjenige, die durch eine Covid-19-Erkrankung gestorben sind auf 14.

Die Behörde teilte weiterhin mit, dass im Vergleich zum Vortag 143 weitere Corona-Fälle in Hamburg registriert wurden, demnach seien in unserer Stadt bislang insgesamt 2882 Infizierte erfasst worden. „In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die COVID-19-Erkrankung bereits überstanden haben auf circa 1.400 Personen mit Wohnsitz Hamburg. Demnach kann zurzeit von rund 1.500 erkrankten Personen in Hamburg ausgegangen werden“, so die Behörde.

Nach wie vor würden die berichteten Krankheitsverläufe in der Regel mit leichten bis mittleren grippeähnlichen Symptomen einhergehen. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 204 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit Covid-19 in stationärer Behandlung, davon werden 52 Personen intensivmedizinisch betreut.

Anm. d. Red.: In einer vorherigen Version dieses Eintrags war von 152 Personen in stationärer Behandlung die Rede. Die Angaben stammten vom Senat und wurden nachträglich korrigiert.

Bestatter hoffen auf mehr Schutzkleidung

13.11 Uhr: Hamburger Bestatter fürchten, im Falle einer Verschärfung der Corona-Pandemie nicht ausreichend mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln versorgt zu sein. „Wir haben jetzt vermehrt Klagen gehört, dass es zeitlich knapp ist, dass die Bestände immer kleiner werden und es einfach derzeit nicht ausreichend auf dem Markt gibt“, sagte Uwe Kaltenbach, Geschäftsführer der Bestatter-Innung Hamburg.

„Wir wollen jetzt auch keine Panik machen, denn die Bemühungen sind ja da. Aber der Markt ist derzeit eben leer und die Lage verschärft sich allmählich.“ Kaltenbach forderte deshalb, dass die Bestatter - natürlich neben den Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen - bevorzugt ausgestattet werden müssten. Die Bestatter würden zudem derzeit mit den Hamburger Behörden im Gespräch sein, damit ihre Branche als systemrelevant eingestuft wird. Das sei wichtig, damit beispielsweise die Kinderbetreuung für Mitarbeiter im Bestattungswesen sichergestellt werden kann.

RKI: So ist die Corona-Lage in Norddeutschland

10.38 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Sonnabend mit 85.778 angegeben - ein Plus von 6082 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 91.159 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 1158 Todesfälle, die JHU 1275 Tote. Für norddeutschen Bundesländer stellt sich die aktuelle Situation folgendermaßen dar:

In Bremen sind dem RKI zufolge 354 Personen an Covid-19 erkrankt, das sind 13 Personen mehr als noch am Vortag. Sechs Personen sind bereits gestorben. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 501 Personen infiziert, 33 mehr als am Vortag. Hier starben fünf Infizierte. In Niedersachsen wurden bislang 5571 Infizierte registriert, 490 mehr als am Vortag. Insgesamt 85 Personen mit Covid-19-Erkrnakung sind gestorben. In Schleswig-Holstein sind laut RKI 1559 Personen offiziell als infiziert registriert worden, 116 mehr im Vergleich zum Vortag – 17 Personen starben inzwischen. Und für Hamburg gibt das RKI an, dass 2697 Personen infiziert sind, das sind 101 zusätzliche Erkrankte im Vergleich zum Vortag. Bislang starben in der Hansestadt 16 Personen mit einer Corona-Erkrankung.

Coronavirus grassiert in norddeutschen Pflegeheimen

9.44 Uhr: Das Coronavirus hat eine fünfte Wohnanlage für alte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Am Freitag wurde das Virus bei einem 84-jährigen Bewohner im Schweriner „Wohnpark Zippendorf“ nachgewiesen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Station mit 37 Bewohnern wurde unter Quarantäne gestellt. Alle Bewohner der Station und die dort tätigen Pflegekräfte werden getestet. Der Bewohner hatte Krankheitssymptome gezeigt.

Damit sind nunmehr fünf Anlagen für alte Menschen im Nordosten vom Coronavirus betroffen: insgesamt vier Pflegeheime in Rostock, Ahlbeck auf Usedom und Schwerin sowie ein Betreutes Wohnen in Bad Doberan.

Am stärksten betroffen ist nach bisherigen Erkenntnissen das Pflegeheim in Ahlbeck. Dort waren bis Freitag 14 Menschen infiziert - elf Bewohner und drei Mitarbeiter. Mindestens zwei Patienten befanden sich am Freitag wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung. Bewohner ohne nachgewiesener Infektion zogen in eine Reha-Klinik um. Dort erkrankten aber auch drei Menschen, die nun wieder nach Ahlbeck zurückgezogen sind.

Bußgeldkatalog in MV richtet sich auch gegen Hamburger

8.23 Uhr: Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es inzwischen einen Bußgeldkatalog. Wer zum Beispiel an einer „Ansammlung“ teilnimmt - dazu gehören auch Grillpartys mit Freunden - muss beim ersten Mal mit 150 bis 500 Euro Bußgeld rechnen. Im Wiederholungsfall verdoppelt sich das Bußgeld, heißt es in dem Papier, das Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Freitag veröffentlichte.

Hamburger und andere Personen, die sich als Urlauber in dem Bundesland aufhalten, müssen sich ebenfalls auf saftige Strafen gefasst machen. Nicht abreisende Urlauber müssen dem Katalog zufolge mit 500 Euro Bußgeld rechnen. Wer in der Öffentlichkeit den Mindestabstand von zwei Metern zu Anderen nicht einhält, kann mit 150 Euro bestraft werden. Auf die „Beherbergung von Personen zu touristischen Zwecken“ stehen 5000 Euro, zu zahlen vom Hotelier, Ferienhausvermieter oder Campingplatzbetreiber.

Auch wer verbotenerweise eine Gaststätte öffnet, muss mit bis zu 5000 Euro Bußgeld rechnen - immer im ersten Fall. Im Wiederholungsfall könne das Bußgeld auf bis zu 25 000 Euro steigen. Der Bußgeldkatalog orientiert sich an den Regelungen anderer Bundesländer, wie es hieß. In Hamburg gilt ein Bußgeldkatalog seit Freitag.

Das waren die Nachrichten vom 3. April

Bei Polizeikontrolle wegen Corona-Kontaktsperre: Mann zückt Messer

21.31 Uhr: Bei einer Polizeikontrolle in Wismar wegen der Corona-Kontaktsperre hat ein Mann ein Messer gezückt und die Beamten bedroht. Erst als ein Polizist seine Pistole zog und auf ihn richtete, habe der 42-Jährige das Messer fallen lassen, teilte die Polizei am Freitag mit. Der Mann, der laut Polizeibericht stark betrunken war, gehörte zu einer fünfköpfigen Gruppe, die offensichtlich gegen das Kontaktverbot verstieß.

Alle Betroffenen wurden wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt. Gegen den 42-Jährigen laufen zudem unter anderem Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er habe auch nach mehrfacher Aufforderung, das Messer fallen zu lassen, damit in Richtung der Beamten gestikuliert.

Asklepios Klinik nimmt niederländische Corona-Patientin auf

21.09 Uhr: Die Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek hat eine Corona-Patientin aus den Niederlanden aufgenommen. Wie Asklepios am Freitag mitteilte, ist die Patientin schwer erkrankt und muss beatmet werden. Die Versorgung der 60-Jährigen erfolge unter Einhaltung hoher Sicherheits- und Hygienestandards. Eine Gefährdung anderer Patienten sei ausgeschlossen. Auch in den Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf (UKE) und Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel und Lübeck werden Patienten aus dem Ausland behandelt. 

Hamburger sind offenbar besonders gerne an der frischen Luft

20.33 Uhr: Einer Auswertung des Internet-Konzerns Google zufolge sind die Hamburger offensichtlich gerne draußen und nutzen zumindest ihre Parks trotz der Auflagen noch deutlich stärker als etwa die Menschen in Berlin. Während die Zahl der Menschen in den Grünanlagen der Hansestadt nur um 34 Prozent sank, waren es in der Hauptstadt 63 Prozent, wie aus einer Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten des Internet-Konzerns hervorgeht. Deutschlandweit seien in Parks nur noch rund halb so viele Menschen unterwegs. Laut Google geben die Daten keinen Aufschluss über die Bewegung einzelner Personen.

Hamburgs Polizeipräsident droht mit Haft bei Missachtung der Corona-Auflagen

17.29 Uhr: Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hat die Bürger angesichts des anstehenden guten Wetters eindringlich vor einer Missachtung der Corona-Auflagen gewarnt. „Wenn jemand wiederholt gegen seine Isolationsauflagen verstößt, kann er im Einzelfall im Rahmen des beschleunigten Verfahrens bis zum Verfahren in Haft genommen werden“, sagte Meyer in einem Interview der Zeitung „Die Welt“.

Für alle anderen verwies Meyer auf den nun geltenden Bußgeldkatalog, der Strafen von 150 bis 5000 Euro, im Wiederholungsfall sogar bis zu 25.000 Euro vorsieht. „Wir können zudem Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen oder Menschen im Sinne der Gefahrenabwehr sogar in Gewahrsam nehmen“, sagte Meyer.

Der Polizeipräsident nahm auch Geschäftstreibende ins Gebet, „die ihre Läden erneut geöffnet haben, weil sie glauben, einen Weg gefunden haben, die Verfügung zu umgehen“. Er zählte dazu etwa den Erotikartikelanbieter, der sich jetzt als Drogerie verstehe, oder die Shisha-Bar, die plötzlich ein Kiosk sein wolle. „Auch dagegen gehen wir vor“, betonte Meyer.

Bei gutem Wetter habe die Polizei bislang im Schnitt pro Tag zwischen 250 und 300 Menschen ertappt, die etwa in Gruppen und zu dicht zusammengestanden seien oder Spiel- und Sportplätze trotz der Verbote benutzt hätten, sagte Meyer. Inzwischen seien bereits mehr als 1050 Strafverfahren eingeleitet worden. 

Schleswig-Holstein beschließt Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße

17.09 Uhr: Bei Verstößen gegen Verbote zur Eindämmung des Coronavirus gilt jetzt auch in Schleswig-Holstein ab sofort ein Bußgeldkatalog. Die Landesregierung beschloss dies am Freitag in Kiel bei einer Video-Kabinettssitzung, wie Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) mitteilte. Die Sanktionen sollen dazu beitragen, dass die Schutzmaßnahmen noch besser von den Menschen eingehalten werden und so die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamt wird.

Auch in Hamburg trat am Freitag ein solcher Bußgeldkatalog in Kraft – lesen Sie hier nach, was für Corona-Verstöße in Hamburg jetzt fällig wird.

Flüchtlingsunterkunft im Norden unter Quarantäne

16:47 Uhr: Nach der fünften bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus steht eine Landesunterkunft für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein unter Quarantäne. Wie das Landesamt für Ausländerangelegenheiten am Freitag mitteilte, hatte die betroffene Frau Kontakte zu anderen Bewohnern der Unterkunft in Neumünster. „Da sich die jetzt erkrankte Frau über einen längeren Zeitraum im nicht isolierten Teil der Landesunterkunft aufgehalten hat, sehen wir uns zu dieser Maßnahme gezwungen“, erläuterte die Leitende Amtsärztin Alexandra Barth. In der Unterkunft leben derzeit rund 400 Menschen. Sie dürfen nun die Landesunterkunft nicht mehr verlassen und auch das benachbarte Verwaltungsgebäude nicht betreten.

Die infizierte Frau kam gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern direkt nach Eingang des Testergebnisses in das Quarantäne-Haus. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, die Bewohner der Landesunterkunft direkt betreuen, wurden mit Schutzausrüstung ausgestattet und sollen ihre Kontakte nun auf ein Minimum reduzieren.

„Hamburg Box“ für Händler bis Ende April kostenlos

16.10 Uhr: Wegen der Corona-Krise will die Deutsche Bahn Händlern den Service des Pilot-Projektes „Hamburg Box“, aus der Kunden bestellte Pakete an Bahnhöfen abholen können, bis voraussichtlich Ende April kostenlos anbieten. So könnten Händler mithilfe eines Online-Buchungsportals der Deutschen Bahn oder per Integration im Online-Shop ihre Produkte weiterhin an die Kunden liefern, selbst wenn ihre Filialen geschlossen seien, teilte die Bahn am Freitag mit. Die kontaktlose Übergabe sei in der aktuellen Situation ein Vorteil.

Seit Anfang März gibt es die „Hamburg Box“ an rund 20 Haltstellen. An dem bundesweiten Pilot-Projekt sind bisher neben der Deutschen Bahn das Technologie-Start-up Parcellock, die Paketdienste DPD und Hermes sowie die Hamburger Hochbahn beteiligt. 

"GemeinsameSache": Hanseatic Help startet neue Hilfsplattform

15.49 Uhr: Die Hilfsorganisation Hanseatic Help packt auch in der Corona-Krise an: Heute ist die Hilfsplattform www.gemeinsamesache.org online gegangen – eine Website, die in der Corona-Krise Zuhausebleibende mit freiwilligen Helfern vernetzen will. „Im Sommer 2015 gab es schon einmal dieses Gefühl, dass die ganze Stadt zusammenhält. Dass alle allen helfen und Gemeinschaft mehr wiegt als Individualismus. In dieser Zeit konnten wir zeigen, dass ‘Einfach Machen’ nicht nur eine Phrase ist. Unser Wunsch ist, dass Hamburg jetzt noch einmal und noch mehr als sonst gemeinsame Sache macht!”, sagt Claudia Meister, Geschäftsführerin von Hanseatic Help.

Zwei weitere Corona-Tote in Hamburg, 182 neue bestätigte Fälle

14.45 Uhr: Seit Donnerstag sind in Hamburg zwei weitere Menschen an den Folgen der COVID19-Erkrankung gestorben. Das gab die Gesundheitsbehörde soeben bekannt. Insgesamt gibt es seit gestern 182 weitere bestätigte Corona-Infektionen. Damit ist die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle auf nunmehr insgesamt 2.739 angestiegen.

195 Hamburger befinden sich in stationärer Behandlung. 55 davon liegen auf einer Intensivstation. Am Donnerstag wurden 183 Corona-Patienten in Hamburg stationär behandelt, 44 davon auf einer Intensivstation.

In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die COVID-19-Erkrankung bereits überstanden haben, auf circa 1250 Personen mit Wohnsitz Hamburg.

Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt laut Gesundheitsbehörde bei 13. Das Institut für Rechtsmedizin hat bei den 13 Toten die COVID19-Erkrankung als ursächlich festgestellt. Das Robert-Koch-Institut zählt 16 Todesfälle in Hamburg.

Die unterschiedlichen Fallzahlen sind durch verschiedene Zählweisen bedingt. Die Gesundheitsbehörde teilt dazu mit: „In Hamburg werden alle Todesfälle mit Corona-Infektion durch das Institut für Rechtsmedizin begutachtet. Dadurch wird medizinisch differenziert nachgewiesen, welche nicht nur mit, sondern ursächlich durch eine COVID-19-Erkrankung gestorben sind.“ Mehr dazu lesen Sie hier.

Jetzt 45 Corona-Fälle in Hamburger Pflegeheim

14.19 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Pflegeheim in Wellingsbüttel wächst weiter: Laut NDR 90,3 haben sich inzwischen 45 Menschen mit dem Coronavirus infiziert: 39 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 6 Pflegekräfte. Damit hat sich die Zahl der Erkrankten innerhalb weniger Tage vervielfacht. Die Einrichtung hatte am Dienstag noch 17 Erkrankte gemeldet. Ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde konnte die Zahlen am Freitag zunächst nicht bestätigen.

Bei den meisten Senioren sollen lediglich leichte Symptome festgestellt worden sein. Insgesamt 17 Bewohner des Pflegeheims wurden negativ getestet. Damit sie sich nicht anstecken können, sollen sie jetzt in mehrere leerstehende Senioren-Wohngemeinschaften verlegt werden. Das bestätigte auch die Gesundheitsbehörde.

Am Dienstag erließ der Hamburger Senat wegen der Corona-Pandemie ein generelles Besuchsverbot in der stationären Altenpflege, das zunächst bis Ende April gelten soll.

Krankenkasse: Starker Anstieg der Krankmeldungen wegen Atemwegserkrankungen in Hamburg

12.41 Uhr: Die Zahl der Menschen, die wegen leichter Atemwegsprobleme im Job fehlen, hat sich jetzt im März gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Das meldet die Krankenkasse DAK nach einer Auswertung ihrer Versichertenzahlen. Besonders rapide stiegen die Zahlen nach den Hamburger Ski-Ferien. In der Woche ab dem 16. März waren 34.643 DAK-versicherte Beschäftigte wegen einer leichten Atemwegserkrankung krankgeschrieben. In der Woche davor waren es 24.902. Innerhalb einer Woche stieg die Anzahl der Krankschreibungen somit um 40 Prozent.

Besonders deutlich wird die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr: da gab es Mitte März 17.035 einschlägige Meldungen, statt jetzt 34.643 in nur einer Woche.

Derzeit gilt eine Corona-Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung. Es reicht jetzt aus, seinem Arzt am Telefon die Beschwerden zu schildern. Niedergelassene Ärzte können für einen Zeitraum von bis zu 14 Kalendertagen krankschreiben und die Bescheinigung per Post verschicken. Dieses Verfahren gilt auch für Patienten mit einem Corona-Verdacht.

Ostergottesdienste im Michel laufen bei Hamburg1

12.01 Uhr: Die Gottesdienste zu den Osterfeierlichkeiten im Hamburger Michel werden im Fernsehen übertragen. Die Kooperation mit dem Fernsehsender Hamburg 1 werde bis einschließlich Ostern fortgesetzt, teilte die Pressestelle der Hauptkirche am Freitag in Hamburg mit. Am Palmsonntag (5. April) wird der Gottesdienst um 10.00 Uhr von Pastorin Julia Atze und Stefan Holtmann geleitet, die musikalische Leitung haben Kirchenmusiker Manuel Gera und der Bariton Konstantin Heintel. Karfreitag (10. April) wird der Gottesdienst um 10.00 Uhr von Hauptpastor Alexander Röder geleitet, Manuel Gera und Nicole Dellabona übernehmen die musikalische Leitung. Hamburg 1 hatte bereits am 22. und 29. März die Gottesdienste im Michel übertragen. Damals schauten durchschnittlich etwa 137.000 Zuschauer zu.

Deutschland will Erntehelfer unter Corona-Auflagen einfliegen

11.10 Uhr: Angesichts drohender Engpässe in der Landwirtschaft sollen 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland eingeflogen werden. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, sollen im April und Mai je 40.000 Menschen kommen. Ergänzend sollen aus dem Inland möglichst jeweils 10.000 Helfer gewonnen werden – etwa Arbeitslose, Studierende, Asylbewerber oder Kurzarbeiter wegen der Corona-Krise. Auf entsprechende Pläne verständigten sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag. Klöckner sprach von einer pragmatischen Lösung, die dem nötigen Infektionsschutz und der Erntesicherung Rechnung trage. Dies sei eine wichtige und gute Nachricht für die Bauern. „Denn die Ernte wartet nicht, auch Aussaaten kann man nicht verschieben.“ Seehofer sagte, die strengen Corona-Vorgaben träfen Bevölkerung und Wirtschaft hart, seien aber erforderlich, um die Infektionsketten zu unterbrechen. „Dabei ist es wichtig, Voraussetzungen zu schaffen, damit wir auch während der Pandemie Staat und Wirtschaft am Laufen halten.“ Vor allem Sonderkulturbetrieben, die Spargel, Erdbeeren oder Kohl anbauen, helfe die Regelung, sagte der Generalsekretär des schleswig-holsteinischen Landesbauernverbandes, Stephan Gersteuer, dem „NDR“. Aber sie helfe auch in anderen Betrieben. „Gerade im Norden des Landes gibt es eine Reihe von ausländischen Arbeitskräften in Milchviehbetrieben. Und die brauchen auch eine Regelung für die Wiedereinreise ihrer Arbeitskräfte nach Ostern.“

Maßnahmen verschärft: Würstchenbuden und Eiswagen im Norden verboten

10.38 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung hat die Schutzmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus in Teilen verschärft. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, müssen mobile Verkaufsstände wie Würstchenbuden, Eis- oder Kaffeewagen schließen. Die Regierung bekräftigte in diesem Zuge abermals, dass auch Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes untersagt seien, stellte aber auch klar: „Dies umfasst keine Tagesreisen innerhalb des Landes und keine Ausflüge von geringem Umfang wie Spaziergänge und -fahrten“. Das Land gelte nicht als Risikogebiet.

Hunderte Hilfsangebote von medizinischem Personal in Hamburg

10.01 Uhr: In Hamburg haben sich mehrere hundert Freiwillige gemeldet, um Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Behörden in der Corona-Pandemie zu unterstützen. Bis Ende März seien 815 Freiwillige registriert worden, wie eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde sagte. Der Anteil an freiwilligen Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudenten liege bei etwa 75 Prozent. Der der Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte bei etwa 20 Prozent. „Der Rest kommt aus anderen Gesundheitsberufen.“ Berufserfahrung, Alter und möglicher Arbeitsumfang, die ehrenamtliche Bereitschaft und die arbeitsvertraglichen Wünsche seien dabei unterschiedlich. Die Gesundheitsämter der sieben Bezirke werden den Angaben zufolge bereits von 33 Medizinstudierenden unterstützt. Sie identifizieren beispielsweise Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten, nehmen Kontakt auf und übernehmen Information, Betreuung und medizinische Kontrollen bei häuslicher Isolation. Dieses Programm soll weiter ausgebaut werden. Für diesen Bereich gebe es bereits mehr als 150 weitere Bewerbungen.

Osterfeuer fallen aus – diese Einschränkungen gelten für Feierlichkeiten

8.38 Uhr: Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie fallen die traditionellen Osterfeuer in Hamburg und Schleswig-Holstein in diesem Jahr aus, wie am Mittwoch bekannt wurde. Die erlassenen Verbote und Einschränkungen gelten derweil auch an den Feiertagen. Damit sind in Schleswig-Holstein die großen Osterfeuer auf öffentlichen und privaten Geländen untersagt, wie Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband erklärte. Ausnahme: Auf Privatgrundstücken sind kleine Feuer erlaubt. Voraussetzung dafür sei, dass nur naturbelassene Hölzer verbrannt und das Kontaktverbot beachtet werde, sagte Hans-Martin Slopianka vom Kreis Nordfriesland. „Gäste einladen ist also verboten.“ In Hamburg hat die Gesundheitsbehörde bis Ende April alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen untersagt. Das gelte auch für Osterfeuer, hieß es. Eingeschränkt erlaubt bleibe hingegen die traditionelle Ostereiersuche im Freien. Auch hier gilt aber die Beschränkung auf die eigenen Kinder und den eigenen Garten.

Corona-Hilfe für Hamburgs Studierende, Semesterbeitrag ausgesetzt

8.21 Uhr: Hamburgs Studierende, die durch die Corona-Pandemie nachweislich in finanzielle Notlagen geraten sind, sollen zinslose Darlehen von 400 Euro monatlich erhalten könne, wie der Senat bekanntgab. Damit soll Personen geholfen werden, die zum Beispiel ihre Nebenjobs verloren haben. Die Verwaltung des Fonds obliegt dem Hamburger Studierendenwerk. Auch die Zahlung des Semesterbeitrags kann bis zum 15. Juli aufgeschoben werden. Die Exmatrikulation bei Nichtzahlung erfolgt zunächst nicht.

Dem „Hamburger Abendblatt“ sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) außerdem, dass das Sommersemester am 20. April in digitaler Form beginnen soll. Präsenzveranstaltungen sollen demnach vorerst nicht stattfinden. Von der Uni Hamburg gab es hierzu zunächst kein offizielles Statement.

Darum haben Baumärkte geöffnet – und Friseure nicht

Wegen der Corona-Krise sind auch in Hamburg zahlreiche Geschäfte geschlossen. Neben Lebensmittelläden haben aber auch Baumärkte noch geöffnet – und das sorgt offenbar für Irritationen bei manchen Bürgern, schließlich gibt es dort keine lebensnotwendigen Produkte zu kaufen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat jetzt in einer Landespressekonferenz erklärt, warum Baumärkte noch geöffnet haben. „Die Idee ist natürlich, dass wenn ich auf meinen häuslichen Bereich beschränkt bin und es etwas zu reparieren gibt, dass ich das dann auch tun kann“, so Tschentscher. Man könne den Bürgern nicht nahelegen, in ihren Wohnungen zu bleiben, wenn Sie im Zweifel nicht mal eine Glühbirne austauschen könnten.

Darüber hinaus betont Hamburgs Bürgermeister, dass es wichtig sei, dass es einheitliche Lösungen zwischen den Bundesländern gebe. Hamburg habe sich zum Beispiel angepasst und auch Friseur-Geschäfte geschlossen – wie alle anderen Bundesländer auch. „Wenn es in einem Bundesland andere Lösungen gibt, dann fahren die Leute zwischen den Bundesländern her. Sollten unsere Friseure geöffnet haben, dann käme wohl halb Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu uns zum Haare schneiden. Diese Bewegungen und Kontaktrisiken wollen wir aber nicht“, so Tschentscher.

Corona-Maßnahmen zu Ostern: Hamburger müssen sich gedulden

18.40 Uhr: Die Ansage ist deutlich: Alle bisher geltenden Allgemeinverfügungen, also alle bisherigen Einschränkungen wegen des Coronavirus, werden Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zufolge bis mindestens 19. April aufrechterhalten. „Damit sind wir im Gleichklang aller Länder“, sagte er im Rahmen der Landespressekonferenz. Und auch dann werde es ausdrücklich nicht um Lockerungen gehen. „Ab dann wird neu beurteilt. (...) Wir müssen davon ausgehen, dass wir noch eine ganze Zeit mit dieser Epidemie befasst sind.“ Geduld und Vernunft seien nun das Gebot der Stunde, betonte Tschentscher.

Er appelliert zudem an die Hamburger, dass diese an Ostern in diesem Jahr nicht das unternehmen „was man an den Feiertagen eben oft so macht“. Man solle keine Verwandten besuchen, keine Ausflüge machen und auch keine Kurzurlaube buchen. „Das ist anstrengend, das ist belastend. Das wissen wir. Aber das müssen wir alle zusammen noch eine Weile durchhalten“, ergänzt Innensenator Andy Grote (SPD).

Corona-Kontaktverbot: Mehr als 1000 Verstöße in Hamburg

18.08 Uhr: Hamburg bekommt einen Bußgeldkatalog um Corona-Verstöße besser ahnden zu können. Innensenator Andy Grote (SPD) ist froh, dass der Polizei dieses Instrument jetzt zur Verfügung gestellt wird. „Wir begrüßen die Möglichkeiten des Bußgeldkatalogs. Wir haben damit ein Instrument, passgenau und zielgerichteter mit Verstößen umgehen zu können“, sagt Grote.

Seit dem knapp zweiwöchigen Bestehen des Kontaktverbots seien mehr als 1000 Verstöße festgestellt worden. Jeden Tag gebe es Verstöße in dreistelliger Höhe. Die Polizei spreche regelmäßig Aufenthaltsverbote und Platzverweise auf. „Es gab bislang auch neun Ingewahrsamnahmen“, so Grote.

„Alsterdomizil“: 25 Corona-Fälle in Hamburger Altenheim

17.32 Uhr: Das Coronavirus hat das Alten- und Pflegeheim „Alsterdomizil“ in Wellingsbüttel schwerer getroffen als ursprünglich gedacht. Erst vor wenigen Tagen berichtete die MOPO, dass elf Bewohner sowie mehrere Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt sind. Am Donnerstagabend berichtete Gesundheitssenatorin Cornelia-Prüfer Storcks (SPD), dass diese Zahl inzwischen deutlich gestiegen ist. „Es gibt ein Infektionsgeschehen, da sind noch weitere hinzugekommen“, sagte sie im Rahmen der Landespressekonferenz. Am Mittwoch seien es 25 infizierte Bewohner gewesen. „Es kann aber sein, dass noch weitere hinzugekommen sind, auch unter dem Personal“, so die Senatorin. Die erkrankten Bewohner seien separiert worden, die, die nicht positiv getestet wurden, seien auf dem Areal anders untergebracht worden.

Corona-Maßnahmen: Hamburg beschließt Bußgeldkatalog

16.57 Uhr: Der Hamburger Senat hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Auflagen beschlossen. Das bestätigten Bürgermeister Peter Tschentscher und Innensenator Andy Grote (beide SPD) am Donnerstag offiziell im Rahmen einer Landespressekonferenz. „Die meisten Hamburger verhalten sich verantwortungsbewusst. Wir stellen aber auch eine nicht unerhebliche Zahl an Verstößen fest“, so Grote. Um diese besser sanktionieren zu können, gilt ab Freitag, 0 Uhr, der neue Bußgeldkatalog. Die Strafen reichen dabei von 150 Euro bis hin zu 25.000 Euro.

Die 150 Euro würden demnach bei Individualverstößen fällig, etwa wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird oder an Versammlungen teilgenommen wird. Ungenehmigte Ladenöffnungen würden mit 2500 bis 5000 Euro bestraft – bei Wiederholungsverstößen könne die Strafe bis zu 25.000 Euro betragen.

Jetzt live: Peter Tschentscher informiert über Corona

16.30 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher äußert sich gleich über den aktuellen Stand in Hamburg zum Coronavirus. Im Rahmen einer Landespressekonferenz werden auch weitere Senatsmitglieder erwartet. Die Pressekonferenz wird live im Internet übertragen.

Gericht lehnt Eilantrag gegen Mindestabstandsgebot ab

16.07 Uhr Das Verwaltungsgericht Hamburg hat den Eilantrag einer Privatperson gegen den Mindestabstand von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit abgelehnt. Die Einschränkungen seien hinzunehmen, so die Richter. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 5. April.

Laut Verwaltungsgericht ist das öffentliche Interesse an einer Eindämmung der COVID-19-Epidemie und der Aufrechterhaltung eines funktionsfähigen Gesundheitssystems höher einzustufen als das private Interesse des Antragstellers an einer Aussetzung dieser Kontaktbeschränkung. Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht ist möglich.

Hamburger Sport-Abi soll nun doch stattfinden

15.39 Uhr Schulsenator Ties Rabe hat heute zusammen mit den Fachleuten der Schulbehörde entschieden, dass nun doch alle Abiturprüfungen im Fach Sport stattfinden sollen: „Wir möchten, dass keine Schülerin und kein Schüler durch die besondere Situation Nachteile hat. Deshalb haben wir den vielen Anregungen der Schülerinnen und Schüler und der Schulen entsprochen und die Regelungen für das Sportabitur nochmal überarbeitet. Die Entscheidung ist klar: Alle Abiturprüfungen im Fach Sport finden statt. Keine Schülerin und kein Schüler muss aufgrund der Coronakrise ein anderes Abiturfach wählen. Das bedeutet im Einzelnen: Die mündlichen Teile der Sportprüfungen finden statt, die schriftlichen Teile finden statt und auch die sportpraktischen Teile der Sportprüfungen finden statt. Für den besonderen Fall, dass in einigen wenigen Sportarten wie zum Beispiel Judo oder Handball einzelne Teilprüfungsaufgaben im sportpraktischen Teil aufgrund der Infektionsgefahr nicht durchgeführt werden können, sorgen wir für Ersatz innerhalb der Sportart. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das jedoch in jedem Fall, dass sie ihr Sportabitur ablegen können wie sie sich es gewünscht hatten.“

Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße in MV erlassen

14.45 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern greift bei Verstößen gegen die Corona-Kontaktsperren durch. Die Bußgelder reichen bis zu 5000 Euro. Wer den gebotenen Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhält, muss zum Beispiel mit 150 Euro rechnen, so Innenminister Lorenz Caffier (SPD) am Donnerstag. Der Bußgeldkatalog ähnele dem, der in anderen norddeutschen Ländern vorgesehen sei. Auch Hamburg plant Strafen, wenn gegen die Corona-Regeln verstoßen wird.

62 Klinikmitarbeiter in Brunsbüttel vorsorglich unter Quarantäne

14.27 Uhr: 62 Mitarbeiter am Westküstenklinikum Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen sind vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Sie hatten Kontakt zu einer Patientin, bei der am Mittwoch eine COVID-19-Erkrankung festgestellt wurde, wie Klinik-Sprecher Sebastian Kimstädt am Donnerstag mitteilte. In Absprache mit dem Gesundheitsamt dürfen die Mitarbeiter unter Auflagen weiterarbeiten. Einen Aufnahmestopp gibt es in Brunsbüttel nicht.

Osterausflüge auf Inseln und in Feriengebiete in MV verboten

14.15 Uhr: Die Landesregierung hat Osterausflüge über die nähere Umgebung hinaus in Mecklenburg-Vorpommern verboten. Tagesausflüge insbesondere zu den Inseln Rügen, Usedom und Hiddensee, an die Ostseeküste sowie an die Mecklenburgische Seenplatte müssten von Karfeitag bis Ostermontag unterbleiben, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung.

Nur nachweislich am Coronavirus Gestorbene in Hamburger Statistik 

13.53 Uhr: Im Gegensatz zur Zählweise des Robert-Koch-Institutes (RKI) nimmt Hamburg nur die Toten in die eigene Corona-Statistik auf, die nachweislich durch den neuartigen Virus gestorben sind. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Donnerstag liegt die Zahl der Corona-Toten damit derzeit bei 11. Das RKI gibt dagegen derzeit 14 Tote in der Hansestadt an, die mit dem Virus infiziert waren. Die Todesursache könnte dann allerdings auch eine andere Erkrankung sein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. 

Corona-Todesfall im Kreis Dithmarschen

13.42 Uhr: Im Kreis Dithmarschen hat es einen Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gegeben. Ein Patient des Westküstenklinikums starb am Mittwoch, wie Kreissprecher Björn Jörgensen am Donnerstag mitteilte. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und einer schweren Vorerkrankung habe die verstorbene Person zu der Hochrisikogruppe gezählt.

Sie wurde am Dienstag im Krankenhaus aufgenommen und vorsorglich von Anfang an isoliert und unter Beachtung aller erforderlichen Schutzvorkehrungen betreut. Einen Tag später starb sie wenige Stunde nachdem der positive Befund für eine COVID-19-Infektion vorlag. Angaben zu Alter, Geschlecht, und Wohnort wurden nicht gemacht, um die Persönlichkeitsrechte zu wahren.

Die Zahl der in Schleswig-Holstein gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus betrug am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung 1343. Die Zahl der Todesfälle betrug 12.  

Umweltsenator appelliert an Hamburger: Nehmt Rücksicht!

13.29 Uhr: In Hamburgs Parks und Naturschutzgebieten herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Viele Familien, Paare oder Flaneure nutzen das Grün für Spaziergänge, Radtouren und Erholung. Die Umweltbehörde appelliert an die Hamburgerinnen und Hamburger, sich rücksichtsvoll und achtsam gegenüber der Natur und anderen Menschen zu verhalten und weiterhin die Abstandsregel einzuhalten.

„Ich hoffe, dass die Besucherinnen und Besucher die Natur genießen und wertschätzen und sich gleichzeitig achtsam und rücksichtsvoll mit der Natur zeigen und wegen der Virus-Gefahr auch in Parks und im Grün die Abstandsregeln von 1,5 Metern beachten“, wird Umweltsenaor Jens Kerstan in einer Mitteilung der Umweltbehörde zitiert.

Fielmann produziert und spendet Schutzbrillen für Ärzte

13.20 Uhr: Die Optik-Kette Fielmann hat wegen der Corona-Krise die Entwicklung und Produktion von Schutzbrillen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal aufgenommen. „Wir rechnen binnen zwei Wochen mit der Zertifizierung und können dann qualitativ hochwertige Schutzbrillen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung stellen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann am Donnerstag in Hamburg.

Die Fertigung sei bereits in der vergangenen Woche im brandenburgischen Rathenow aufgenommen worden. Parallel werde Fielmann seine Produktionskapazitäten ausweiten und ab Mitte April große Kontingente Schutzbrillen im Versand anbieten. Ab Ende April werde Fielmann in der Lage sein, Schutzbrillen auch in individueller Sehstärke zu fertigen.

Die ersten 20.000 Brillen spendet Fielmann an Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen Schutzbrillen sind – neben Atemschutzmasken – zentraler Bestandteil der Schutzausrüstung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Sie beugen vor allem der Tröpfcheninfektion vor, die als ein wesentlicher Übertragungsweg des Coronavirus gilt. 

Drei weitere Todesopfer durch Corona in Hamburg

13.03 Uhr: Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburger ist seit Mittwoch um 120 auf 2557 gestiegen. Zudem sind drei weitere Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten in Hamburg ist damit auf elf gestiegen. Insgesamt befinden sich nun 183 Covid-19-Kranke in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Auf einer Intensivstation liegen demnach 44 Corona-Patienten. Am Vortag waren 180 Covid-19-Kranke in einer Klinik, 45 auf einer Intensivstation.

In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, nach eigenen Angaben auf etwa 1000 Personen.

Corona-Soforthilfe: Linke fordert Überarbeitung

12.23 Uhr: Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert für die Beantragung wirtschaftlicher Hilfen in der Corona-Krise verständliche Unterlagen für Menschen mit Migrationshintergrund. Viele Kleinunternehmer oder Selbstständige mit Migrationshintergrund stünden hilflos vor den komplizierten Formularen, sagte Metin Kaya, Fachsprecher für Integration und Antidiskriminierung bei den Hamburger Linken.

Sämtliche Formulare sind lediglich in deutscher Sprache online verfügbar. Hier müsse auch der Senat sehr schnell Abhilfe schaffen: Entweder müssen alle Online-Formulare in verschiedenen Sprachen angeboten oder aber Menschen eingestellt werden, die den Antragstellern in anderen Sprachen telefonische Unterstützung geben könnten, sagte Kaya.  

Corona-Testzentrum in Bergedorf: Pilotprojekt soll nun doch entstehen

11.09 Uhr: Das Hick-Hack um das geplante Corona-Testzentrum in Bergedorf steht vor einem Happy End. Wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mitteilte, soll das Pilotprojekt in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Bergedorf entstehen. Zunächst hatte die KV der Initiative der örtlichen Mediziner einen Riegel vorgeschoben, da sie sich nicht ausreichend in die Pläne mit eingebunden gefühlt hatte. Nun unterstützen auch die Behörden das Vorhaben.

Allerdings sind noch einige bürokratischen Hürden zu überspringen: Bevor das Pilotprojekt starten kann, müssen die Ärzte des Testzentrums einen Antrag stellen, damit das Testzentrum als Nebenbetriebsstätte der KV zugelassen wird. Prüfer-Storcks betonte bereits am Dienstag, dass die Einbeziehung der Kassenärztlichen Vereinigung Voraussetzung dafür sei, dass die Tests abgerechnet werden können. Durch ein Testzentrum würden die Hausärzte entlastet. Diese könnten Patienten, die unter Corona-Verdacht stehen, in das neue Testzentrum schicken und dort testen lassen.

Niedersachsens Ministerpräsident erwägt Schließung von Stränden

10.40 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält trotz der Corona-Krise nichts von Kontrollen an den Grenzen zwischen Bundesländern. „Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen“, sagte Weil am Mittwochabend in der ARD-Talkshow „maischberger. die woche“. Private Reisen sind aus Gründen des Infektionsschutzes in Deutschland nicht erlaubt.

Angesichts der bevorstehenden Ostertage hatten die Regierungen von Bund und Ländern dies am Mittwoch noch einmal explizit bekräftigt. Etliche Bundesländer haben zudem bereits seit längerem auch alle Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und sonstigen Ausflugsziele geschlossen. Weil sagte in der Talkshow, „unter Umständen“ seien an Ostern auch Sperrungen von Stränden denkbar. Er sei aber gegen generelle Ausgangssperren. Der Mensch brauche „auch ein Ventil“. 

Hamburg Port Authority macht den Alten Elbtunnel dicht

9.35 Uhr: Die Hamburg Port Authority (HPA) hat sich dazu entschlossen, den Alten Elbtunnel bis auf Weiteres an den Wochenenden zu schließen. Am vergangenen Wochenende war es dort zu einer hohen touristischen Nutzung sowie größeren Besucheransammlungen gekommen. Da insbesondere in den Aufzügen die derzeit nötigen und per Allgemeinverfügung vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zwischen den Nutzern nicht mehr eingehalten werden können, bleibt der St. Pauli Elbtunnel ab Sonnabend, 4. April, vorerst jeweils an den Wochenenden aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt, teilte die HPA mit.

Der St. Pauli Elbtunnel wird zunächst am Sonnabend, 4. April ab 0 Uhr, geschlossen. Ab Montag, 6. April, 1 Uhr, steht der Verkehrsweg vor allem den Berufspendlern wie gewohnt 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Fußgänger und Radfahrer können in dieser Zeit die Treppenhäuser sowie die gläsernen Personenaufzüge nutzen. Wochentags zwischen 6 und 20 Uhr stehen zudem die großen Lastaufzüge zur Verfügung.

Die Regelgung wird auch an den folgenden Wochenenden voraussichtlich so...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo