Corona: Neu-Infektionen in Hamburg: Korrigierte Angaben da

Das Coronavirus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

#reloadZwei neue Corona-Fälle in Hamburg (Stand: Dienstag)Ende der Maskenpflicht? So reagiert HamburgMeckPomm prüft Abschaffung der Maskenpflicht im HandelAufatmen nach Corona-Infektion in Kieler KitaZum allgemeinen Coronavirus-Newsticker geht es hier

Zwei neue Corona-Fälle in Hamburg

11.39 Uhr: In Hamburg hat es zwei weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Trotzdem blieb die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern bei 5222, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mitteilte. Grund dafür sei, dass drei Altfälle aus den Monaten April bis Juni gelöscht wurden, da sie nicht die Kriterien der Referenzdefinition des RKI erfüllten. Zunächst hatte die Gesundheitsbehörde gemeldet, dass es keine neuen Corona-Fälle in Hamburg gegeben habe.

Gleichzeitig wurde ein Fall aus April nachgemeldet. Daher ist die Anzahl der Fälle bei 5222 geblieben. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in dieser Zeit 21 neue Fälle gezählt worden.

14 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden nach Angaben vom Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 6 auf der Intensivstation. 

Zwei neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

9.14 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus um 2 auf 3189 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurden mit Stand Montagabend zuletzt innerhalb eines Tages vier neue Fälle gemeldet und zwei aus der Statistik gestrichen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Corona: Tschentscher baut auf Vernunft verreisender Hamburger

7.25 Uhr: Bürgermeister Peter Tschentscher baut in Corona-Zeiten auf die Vernunft der in den Urlaub fahrenden Hamburger. Anders als noch in den Frühjahrsferien im März wüssten nun alle, „dass es jetzt darauf ankommt, dass niedrige Infektionsrisiko zu halten“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Nach der Devise „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ sind wir jetzt in einer besseren Lage. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger – da bin ich sicher – wird sich so verhalten, dass sie die Risiken meiden.“

Er selbst plane, in den Sommerferien für drei Wochen zu verreisen. „Aber unser Reiseziel steht noch nicht fest. Wir machen es abhängig von den aktuellen Empfehlungen und Bedingungen“, sagte Tschentscher. „Vielleicht bleiben wir zum ersten Mal in Deutschland. Es gibt bei uns ja auch wunderschöne Gegenden, zum Beispiel an der Mosel.“ Sonst sei er immer Richtung Österreich unterwegs gewesen.

Die Corona-Pandemie müsse bei Reiseplanungen immer mitbedacht werden. „Das heißt, man sollte jetzt nicht in Länder reisen, in denen es ein höheres Infektionsrisiko gibt. Und wenn man es tut, sollte man besonders auf das Verhalten achten und die Quarantänezeit gleich mit einkalkulieren“, sagte der Bürgermeister.

Zugleich warnte er vor einer zweiten Corona-Welle. „Eine zweite Welle wäre ein großes Unglück, nicht nur wegen der psychologischen und der sozialen Folgen, sondern auch weil wir die wirtschaftlichen Folgen kaum verkraften würden.“ Sie wäre um ein Vielfaches schlimmer, „denn viele Branchen, viele Unternehmen wurden von der ersten Welle schwer getroffen“, sagte Tschentscher. „Ein zweiter Treffer würde sie in dieser geschwächten Position noch stärker schädigen.“

Das waren die Corona-News vom 6. Juli: 

Prävalenztest im Kreis Segeberg: Lehrerin mit Corona infiziert

20.14 Uhr: Bei einer Lehrerin in Bad Segeberg ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Kreis Segeberg am Montag mitteilte, wurde die Infektion im Rahmen einer Prävalenztestung von Schulbeschäftigten ohne Krankheitssymptome festgestellt.

Die Gesundheitsaufsicht habe mit der Frau unverzüglich Kontakt aufgenommen und die Kontaktpersonen ermittelt, sagte eine Kreissprecherin. Folgefälle seien der Gesundheitsaufsicht in den vergangenen zwei Wochen nicht bekannt geworden. Insgesamt hatten mehr als 500 Schulbeschäftigte im Kreis an dem Test teilgenommen.

Die Lehrerin war nach Angaben der Sprecherin bereits von Beginn der Sommerferien getestet worden und hatte erst einige Zeit nach ihrem Abstrich einen leichten Schnupfen entwickelt. Seit Montag werden im Kreis Segeberg auch mehr als 100 Personen ohne Krankheitssymptome aus Kindertagesstätten auf freiwilliger Basis auf das Coronavirus getestet. An den Prävalenztestungen im Auftrag des Landes beteiligen sich verschiedene Kreise und kreisfreie Städte. Dabei geht es um einen Erkenntnisgewinn über unbemerkte Covid-19-Fälle in Bildungseinrichtungen.

MeckPomm: Keine weitere Corona-Neuinfektion nachgewiesen

18.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 804, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

775 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag ebenfalls nicht. 

Infizierte Touristin an der Ostsee: Vier Personen in Quarantäne

16.03 Uhr: Im Schleswig-Holstein gab es am Wochenende den ersten Fall einer Corona-infizierten Touristin – die Frau aus NRW hatte das Virus offenbar unwissentlich mit nach Timmendorfer Strand gebracht. Ihre Kontaktpersonen – vorwiegend Hotelangestellte sowie ihr Mann – wurden jetzt negativ getestet, erklärte Kreissprecherin Annika Sommerfeld gegenüber dem „Abendblatt“. Für vier Kontaktpersonen sei eine Quarantäne angeordnet worden. Der Betrieb in dem Hotel, in dem die Frau untergebracht war, laufe uneingeschränkt entsprechend dem dortigen Hygienekonzepts weiter, es seien keine zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Die Frau aus Düsseldorf – eine über 90-Jährige – war am Wochenende wegen einer anderen Krankheit von einem Rettungsdienst behandelt und im Uniklinikum Lübeck untersucht worden. Dabei wurde zufällig die Corona-Infektion festgestellt.

Gericht: Corona-Landesverordnung lässt Escort-Service zu

12.53 Uhr: Prostituierte dürfen nach Ansicht des Verwaltungsgerichts in Schwerin auch in Corona-Zeiten ihrer Tätigkeit als Escort-Damen nachgehen, wenn sie ihre Kunden zuhause aufsuchen oder in Hotels treffen. Die von der Landesregierung erlassene Verordnung zum Schutz gegen Corona-Infektionen in der Fassung vom 23. Juni untersage diese Art der Berufstätigkeit nicht, urteilte die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts (Az. 7 B 1100/20 SN). Wie das Gericht am Montag weiter mitteilte, entsprach es mit dem Beschluss vom 26. Juni dem Eilantrag einer Prostituierten.

Diese wollte die seit März 2020 wegen der Corona-Pandemie ruhenden „Erbringung entgeltlicher sexueller Dienstleistungen“ nun als Solo-Escort-Dame wieder aufnehmen. Doch anstatt in einer „festen Prostitutionsstätte“, wie etwa einem Bordell, sollten die Leistungen „unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen“ in Hotels oder den Wohnungen der Kunden erbracht werden, heißt es in der Mitteilung.

Das zuständige Gesundheitsministerium habe allerdings Beschwerde eingelegt, so dass der Beschluss des Verwaltungsgerichts noch nicht rechtskräftig sei und sich nun das Oberverwaltungsgericht in Greifswald mit dem Fall befasse.

Rostocker Mediziner: Maskenpflicht muss beibehalten werden

11.48 Uhr: In der Diskussion um ein Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel hat sich der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger für eine Beibehaltung der bisher geltenden Regelung ausgesprochen. „Die Gefahr einer zweiten Welle ist noch nicht gebannt. Ich hoffe, dass wir da herumkommen, aber wir müssen vorsichtig sein“, sagte Reisinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maskenpflicht sei ein Ausdruck dieser Vorsichtsmaßnahmen. Das bestehende Abstandsgebot und die Maskenpflicht seien die besten Möglichkeiten zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie.

Reisinger verwies auf aktuelle Entwicklungen beispielsweise in Oberösterreich, wo nach einer Zeit der Lockerungen wieder Schulen geschlossen und weitere strenge Regelungen wieder eingeführt wurden. Hintergrund sei die starke Zunahme von Neuinfektionen mit Sars-CoV-2.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich am Wochenende für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Bundesland ausgesprochen. Andere Länder hatten verhalten darauf reagiert.

Aktuelle Zahlen: Drei weitere Infizierte in Hamburg

10.08 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5222, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag auf ihrer Homepage mit. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

17 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Sonntag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 7 auf der Intensivstation.

Sechs weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.14 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages sechs weitere Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurden alle neuen Fälle im Kreis Steinburg festgestellt. Damit stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Sonntagabend auf 3187. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal durch Corona eingebrochen

6.35 Uhr: Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich weniger Schiffe unterwegs. Am größten war der Einbruch im Vorjahresvergleich nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im Mai mit minus 30,3 Prozent (1730 Schiffe). Aber auch im Juni waren zwischen Kiel und Brunsbüttel ein Viertel Schiffe weniger unterwegs als im Juni 2019 (1706 Schiffe, minus 26,6 Prozent). Im April war die Zahl der Schiffe um 25 Prozent auf 1749 gesunken. Von Januar bis Juni brach der Schiffsverkehr auf der künstlichen Wasserstraße im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,8 Prozent ein. 12.341 Schiffe befuhren den Kanal in dieser Zeit. Im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 14.662 Schiffe. Von Januar bis März hatte es im Vorjahresvergleich bereits einen Rückgang um 4,65 Prozent auf 7156 Schiffe gegeben.

Geringfügig niedriger fiel der Einbruch in den ersten sechs Monaten des Jahres mit minus 14,6 Prozent bei der transportierten Ladung aus. Die Schiffe im Kanal hatten insgesamt knapp 36,5 Millionen Tonnen geladen, im ersten Halbjahr 2019 waren es gut 42,7 Millionen Tonnen gewesen. Von Januar bis März hatte es zwar auch einen Rückgang der Ladungsmengen gegeben. Dieser war mit minus 3,58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich geringer ausgefallen.

Der Bund hat bereits reagiert. Er will den Kanal durch Aussetzen der Befahrungsabgaben bis Jahresende stützen. Zur Kompensation der Einnahmeausfälle der Lotsen sollen acht Millionen Euro fließen.

Das waren die News am Sonntag, 5. Juli:

Diskussion um Maskenpflicht: Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister ist gegen Abschaffung

16.23 Uhr: Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg steht einer Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ablehnend gegenüber. "Ich halte das inmitten der Lockerungen für grundfalsch", sagte der FDP-Politiker. "Wir befinden uns mitten in der Pandemie. Es gibt auch bei dem derzeit niedrigen Infektionsgeschehen keinen Grund, sämtliche Schutzmaßnahmen einfach über Bord zu werfen. Das Erreichte darf nicht durch Sorglosigkeit verspielt werden."

Auch Hamburg bleibt vorsichtig im Umgang mit dem Coronavirus und will in der Diskussion um die Abschaffung der Maskenpflicht erst Ende August die Infektionszahlen aus den Sommerferien abwarten – siehe unser Tickereintrag von 14.35 Uhr.

Mehrere Bundesländer hingegen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel, darunter neben Sachsen auch MeckPomm (Tickereintrag von 9.49 Uhr).

Ende der Maskenpflicht? So reagiert Hamburg

14.35 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will die Maskenpflicht abschaffen und hofft darauf, dass auch andere Nord-Bundesländer mitziehen. In Hamburg ist die Politik allerdings skeptisch, ob der Vorstoß des nord-östlichen Nachbarn eine wirklich gute Idee ist. Klare Ansage aus der Hansestadt: Wir warten ab – zumindest bis Ende August. Unklar sei, ob sich die Sommerferien bzw. die Urlaube auf die Infektionszahlen auswirken. Senatssprecher Marcel Schweitzer: „Im Verlauf der Pandemie hat sich die Expertenmeinung gefestigt, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eine sehr wirksame Maßnahme ist gegen die Ausbreitung des Coronavirus.“

Entscheidungen über weitere Lockerungen werde Hamburg auch künftig vorsichtig treffen, so Schweitzer, und stets erst beurteilen, wie sich vorherige Regellockerungen auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt habe.

Aufatmen nach Corona-Infektion in Kieler Kita

14.12 Uhr: Der Corona-Fall in einer Kita im Kieler Stadtteil Mettendorf hat offenbar keine weiteren Folgen. Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, sind alle 70 anschließenden Tests negativ ausgefallen. Heißt: Aktuell wurde keine Person angesteckt. Die Kita wurde nach Bekanntwerden der Infektion geschlossen, alle Kontaktpersonen mussten in Quarantäne.

Keine neuen Corona-Fälle in Hamburg

13.34 Uhr: In Hamburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Samstag nicht weiter angestiegen. Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern unverändert bei 5219, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag auf ihrer Homepage mitteilte. 4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Über das Wochenende sind somit in Hamburg drei Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI nach wie vor bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,4 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in dieser Zeit 26 neue Fälle gezählt worden.

17 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Sonntag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon unverändert 7 auf der Intensivstation.

Eröffnungsfeier im Norden: Landkreis meldet weiteren Toten

12.13 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch infolge der Wiedereröffnungsfeier des Lokals "Alte Scheune" in Leer (Niedersachsen) gibt es ein weiteres Todesopfer. Wie die "Bild" berichtet, starb nach Angaben des Landkreises ein 74-Jähriger an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist. Bereits vor zwei Wochen war ein 73-Jähriger gestorben. Nach der Feier Mitte Mai hatte es zahlreiche Corona-Infektionen gegeben.

Land im Norden prüft Abschaffung der Maskenpflicht im Handel

9.49 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat eine Abschaffung der Mund-Nase-Bedeckung im Handel ins Gespräch gebracht. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte Glawe der "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. "Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen". Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit.

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel", sagte er.

Am Dienstag hatte das Kabinett in Schwerin beschlossen, dass sich die Menschen im Nordosten in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl mit anderen im öffentlichen Raum treffen können. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Hausstand gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch.

Das waren die News am 4. Juli:

Keine neuen Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.39 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus seit Freitag nicht erhöht. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 804 (Stand 15.11 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Samstag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

772 der Infizierten gelten, ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer, als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 von ihnen auf Intensivstationen.

Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

12.54 Uhr: In Hamburg sind am Samstag drei neue Corona-Fälle von der Stadt vermeldet worden.  Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 5219. Neue Todesfälle aufgrund von Covid-19 sind laut Senat in den vergangenen 24 Stunden nicht hinzugekommen.

Touristin in Timmendorfer Strand mit Corona infiziert

10.10 Uhr: In Schleswig-Holstein gibt es den ersten Fall einer Touristin, die mit Corona infiziert ist und das Virus offenbar aus Nordrhein-Westfalen unwissentlich mitgebracht hat. Wie die Lübecker Nachrichten berichten, soll die Frau aus Düsseldorf, die über 90 Jahre alt sein soll, wegen einer anderen Krankheit untersucht worden sein. Dabei wurde auch ein Corona-Test gemacht, der zeigte, dass sie positiv sei. Die Kontaktpersonen der Frau, so heißt es in dem Bericht, wurden unter Quarantäne gestellt. Es handele sich hauptsächlich um Mitarbeiter des Hotels in dem die Frau mit ihrem Mann Urlaub ihren Urlaub am Timmendorfer Strand verbringen wollten.

Das waren die Nachrichten am Freitag, 3. Juli

Fassbier-Anstich im Livestream als Ersatz für Schützenfest

21.51 Uhr: Das weltgrößte Schützenfest fällt diesmal in Hannover aus – aber einen kleinen Ersatz gab es am Freitag: Einen Fassbier-Anstich vor dem Neuen Rathaus. Für den Veranstaltungsort Hannover sei es ein „schwerer Schlag“, dass auch das weltgrößte Schützenfest der Corona-Pandemie zum Opfer falle, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. Jedes Jahr besuchten knapp 900. 000 Gäste das beliebte Volksfest. Am Freitag hätte die 491. Ausgabe begonnen. Die Einschränkungen seien aber richtig und wichtig zur Eindämmung der Pandemie, betonte der Grünen-Politiker. Er freue sich schon auf das Schützenfest 2021.

„Ich bin heute glücklich und traurig zugleich“, sagte Hannovers Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. „Es tut uns allen weh, dass das Schützenfest 2020 ausfallen musste. Aber ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr nicht komplett auf das Schützenfest-Gefühl verzichten müssen.“

Neben dem im Livestream übertragenen Fassbier-Anstich mit wenigen Gästen wird auch ein Höhepunkt des Festes – nämlich der Schützenausmarsch – ins Internet verlegt. Alle Fans des Volksfestes sind dazu aufgerufen, ein Video zu drehen und darin von links nach rechts durchs Bild zu laufen. Dieses soll auf Instagram gepostet und mit @schuetzenfest_hannover verlinkt werden, hieß es. Auf diese Weise könne jeder beim virtuellen Schützenausmarsch an diesem Sonntag dabei sein.

Infizierte nach Familienfeier in Kiel: Keine neuen Fälle

14.56 Uhr: Nach der Infektion von sieben Menschen mit dem neuartigen Coronavirus bei einer Familienfeier in Kiel hat sich die Zahl der Infizierten bis Freitag nicht weiter erhöht. „Die Zahl der aktuell Infizierten liegt in Kiel weiter bei 13“, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag. Die anderen Fälle haben aber nichts mit der Feier zu tun. Auf der im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubten Feier im Freien am vergangenen Wochenende hatten sich mindestens sechs Erwachsene und ein Kind angesteckt.

Nach Angaben der Stadt arbeiten drei Infizierte der Familienfeier in Einrichtungen der Altenhilfe. Diese sind nicht geschlossen worden. Ein sechs Jahre altes Kind besucht eine Kita im Stadtteil Mettenhof, die am Mittwoch geschlossen wurde. Dort seien am Freitag Corona-Tests bei Kindern sowie Eltern und Erziehern erfolgt, sagte der Sprecher. Ergebnisse würden voraussichtlich am Samstag vorliegen.

Die Kita war wegen der Ferien nach Angaben der Stadt nicht voll besetzt. Die etwa 50 betreuten Kinder, Eltern und Erzieher wurden in Quarantäne geschickt worden. Mit Stand Freitagnachmittag waren insgesamt 187 Kieler in der Quarantäne.

Hamburger Virologe: Es wird keinen „Superimpfstoff“ gegen Corona geben

12.29 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit erwartet kein schnelles Ende der Corona-Pandemie durch einen Impfstoff. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, „dass wir nächstes Jahr einen Superimpfstoff haben, der allen in kürzester Zeit gegeben werden kann und ein Leben lang schützt“, sagte Schmidt-Chanasit der „Frühstart“-Redaktion von RTL/ntv. „Diesen Impfstoff wird es nicht geben und schon gar nicht nächstes Jahr.“

Wahrscheinlicher sei es, dass es mehrere Impfstoffe geben werde, die „mehr oder weniger gut“ funktionierten. Diese würden zwar dabei helfen, unser Leben besser zu machen, aber nicht das Virus aus unserem Alltag verbannen. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, sagte der Virologe, der am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg forscht.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden zurzeit eine Reihe von Impfstoffen am Menschen getestet. Viele dieser Kandidaten werden sich nicht durchsetzen, schätzt Schmidt-Chanasit mit Blick auf die geringe Prozentzahl der Impfstoffe in Testverfahren, die im Schnitt Marktreife erlangen. Unter Idealbedingungen könne es frühestens im nächsten Jahr einen Impfstoff geben.

Corona-Krise lässt Erwartungen der maritimen Wirtschaft abstürzen

11.45 Uhr: Die Corona-Krise hat die Konjunkturerwartungen der maritime Wirtschaft abstürzen lassen. Sowohl Schiffbau, Hafenwirtschaft als auch Schifffahrt in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verzeichneten enorme Einbrüche beim Geschäftsklimaindex, wie aus der am Freitag veröffentlichten Frühjahrsumfrage der IHK Nord hervorgeht.

Das Konjunkturbarometer in der Werftindustrie stürzte demnach von 123,7 auf 38,9 Punkte ab, das der Hafenwirtschaft um über 50 auf nunmehr 24,4 Punkte und in der Schifffahrt verlor der Index knapp 80 Punkte und steht nun bei 8,8 Punkten. Bei den Werften sei vor allem der Kreuzfahrtschiffbau betroffen, erklärte die Vorsitzende der IHK Nord, Janina Marahrens-Hashagen. „Hier ist im Augenblick kaum abzusehen, wie sich die Lage weiter entwickelt.“

Neun von zehn der befragten Betriebe sähen große Probleme mit Blick auf die Auslandsnachfrage. Die Häfen hätten große Ladungsrückgänge zu verbuchen. Viele Unternehmen hätten deshalb bereits Kurzarbeit angemeldet.

Die norddeutschen Industrie- und Handelskammern forderten deshalb, die Anlaufkosten von Schiffen zu den deutschen Seehäfen nicht weiter zu verteuern. „Wir brauchen jetzt vor allem Maßnahmen, die schnell wirken und damit ein deutliches Bekenntnis zum maritimen Standort Norddeutschland“, betonte Marahrens-Hashagen.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Infizierte in Hamburg

10.05 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Donnerstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 5 und liegt nun bei 5216, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

18 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Donnerstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 7 auf der Intensivstation.

13 weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

9.21 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages 13 weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Donnerstagabend auf 3176. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt vier an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Corona-Verstöße: Hamburg verhängt Bußgelder in Höhe von über 600.000 Euro

6.56 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind von der Bußgeldstelle Hamburg bereits knapp 9240 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Mit Stand Ende Juni seien daraus 9153 Bußgeldbescheide ergangen, sagte Matthias Krumm, Sprecher des zuständigen Einwohnerzentralamts, der Deutschen Presse-Agentur.

Die in diesen Bescheiden verhängten Bußgelder belaufen sich demnach insgesamt auf 613.027 Euro. Der mit Abstand größte Teil sei wegen Verstößen gegen das geltende Abstandsgebot ergangen, die jeweils mit 150 Euro geahndet würden, sagte Krumm.

Das waren die Corona-News am Donnerstag, 2.Juli:

Hamburger Gewerbe kann Mieten nicht mehr stemmen

18.22 Uhr: Wegen der Corona-Krise können in Hamburg immer häufiger Gewerbemieten nicht mehr gezahlt werden. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der wohnungswirtschaftlichen Verbände im Hamburger Bündnis für das Wohnen weisen von 10 000 erfassten Gewerbemietverträgen 1751 Zahlungsausfälle auf. Mehr als 2600 Monatsmieten stehen demnach aus. Das ergebe einen zwischenzeitlich aufgelaufenen durchschnittlichen Zahlungsrückstand von 2961 Euro je betroffenem Gewerbemietverhältnis. Besonders stark betroffen seien die Gastronomie und der Einzelhandel.

An der Online-Umfrage des BFW Landesverbands Nord, des Grundeigentümer-Verbands Hamburg, des IVD Nord sowie des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) beteiligten sich den Angaben zufolge Ende Juli 891 Hamburger Unternehmen sowie private Vermieter.

„Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt ist die Lage dramatisch“, erklärten die wohnungswirtschaftlichen Verbände. Im Gegensatz zu Wohnungsmietern könnten Gewerbetreibende in finanzieller Not kein Wohngeld beantragen. Sie forderten deshalb gezieltere staatliche Unterstützung für Gewerbetreibende.

Bei den Wohnungsmieten ergab die Umfrage der Verbände ein völlig anderes Bild. Bei weniger als einem Prozent der mehr als 300 000 erfassten Wohnungsmietverhältnisse habe es coronabedingte Zahlungsschwierigkeiten gegeben, hieß es.

Keine Neuinfektionen in Meck-Pomm

16.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 803, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

769 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. Das sind zwei mehr als noch am Mittwoch. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Mindestens sieben Corona-Infektionen bei Familienfeier in Kiel

15.04 Uhr: Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut „Kieler Nachrichten“ am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen. 

Strand-Ampel für Lübecker Bucht freigeschaltet

13.40 Uhr: Eine virtuelle Ampel gegen überfüllte Strände: Für Teile der Lübecker Bucht ist am Donnerstag die sogenannte Strand-Ampel freigeschaltet worden. Auf der Internetseite strandticker.de können sich Tagesgäste über den Andrang an den Ostsee-Stränden zwischen Scharbeutz und Rettin informieren.

Am Donnerstagmittag zeigte die Ampel für alle Strandabschnitte grün – sicher auch bedingt durch das nicht optimale Wetter. An vielen Abschnitten blieben die Strandkörbe bei grauem Himmel leer. Grün bedeutet, dass es an dem betreffenden Strandabschnitt noch genügend freie Plätze gibt. Bei gelb wird es langsam eng, und rot bedeutet, dass der Strandabschnitt wegen zu vieler Besucher geschlossen ist.

Die Infos kommen vorerst von Strandkorbvermietern und den Angestellten, die die Kurtaxe kassieren. Ziel sei es, die Gäste an weniger ausgelastete Strandabschnitte zu leiten, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb), André Rosinski. Voraussichtlich in der nächsten Woche sollen an den Strandzugängen Sensoren installiert werden, die die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn die Kapazitätsgrenze des Strandabschnitts erreicht ist. „Probeweise werden wir an zwei oder drei Strandzugängen auch Bildschirme aufstellen, die die Auslastung des jeweiligen Abschnitts anzeigen“, sagte Rosinski.

Die Ostseebäder Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin haben das Lenkungssystem entwickelt, damit die coronabedingten Abstandsregeln an den Stränden eingehalten werden können. Wegen des Ansturms von Tagestouristen hatte die Bürgermeisterin von Scharbeutz an zwei zurückliegenden Wochenenden den Zugang zum Ort sperren lassen.

Countdown für Hamburgs ersten virtuellen Schlagermove

13.11 Uhr: Bald ist es soweit: Am Samstag steigt der erste virtuelle Schlagermove. Wie die Veranstalter mitteilten, legt DJ Vossi ab 15 Uhr Pop- und Partyschlager auf und präsentiert die 52 teilnehmenden Musiktrucks. Eine Rekordbeteiligung, da beim realen Schlagermove maximal 46 rollende Musikbühnen durch St. Pauli ziehen. Das erste Lied der Online-Schlagerparty steht bereits fest: „Ein Festival der Liebe“ von Jürgen Marcus.

Der Livestream wird in einem Studio vor einer LED-Wand produziert. Auf der LED-Wand sollen Videos und Fotos der vergangenen Jahre gezeigt werden. Der Player ist im Internet unter carl-group.de/virtual-schlagermove bereits online. Der Link zum Livestream wird auch über schlagermove.de und die offizielle Facebook-Partyseite des Schlagermove erreichbar sein. Schlagerfans können auch über die kostenfreie Vimeo App live dabei sein.

Im Rahmen des virtuellen Schlagermove gibt es eine Crowdfunding Spendenaktion auf betterplace.me zum Erhalt des Schlagermove in Hamburg und der Erhaltung der Sauberkeit rund um die reale Veranstaltung in St. Pauli.

Aktuelle Zahlen: Fünf weitere Neuinfektionen in Hamburg

10.48 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen um 5 und liegt nun bei 5211, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 1,9 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. 21 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Donnerstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 9 auf der Intensivstation.

Fünf weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

9.02 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages fünf weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus gemeldet worden. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, wurde ein zuvor mitgezählter Fall gestrichen. Damit stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Mittwochabend auf 3163. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Erste Hamburger Bühne feiert heute Wiedereröffnung

8.07 Uhr: Nach mehr als drei Monaten Corona-Pause feiert das Schmidts Tivoli auf der Reeperbahn am Donnerstag (20 Uhr) als erste Hamburger Bühne seine Wiedereröffnung. Für die Show „Paradiso“ wurde das Theater in eine tropische Oase verwandelt. Die Zuschauer sollen in kleinen Inseln zusammensitzen, statt der sonst üblichen 620 können dann 255 Besucher in dem Theater Platz finden. Um Wartezeiten zu verkürzen, beginnt das Programm schon draußen vor der Tür.

Um alle Auflagen zur Corona-Prävention zu erfüllen, gibt es einen neuen Saalplan, drei verschiedene Eingänge und zwei Einlasszeiten. Die Show dauere nur 75 Minuten und werde ohne Pause gespielt. Zur Premiere werden auch Prominente wie Udo Lindenberg und der ehemalige „Tagesschau“-Sprecher Jo Brauner erwartet.

In Hamburg kein Corona-Gnadenerlass wie in Berlin

7.11 Uhr: Anders als in Berlin wird es in Hamburg keinen Corona-Gnadenerlass für Menschen geben, die eigentlich eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen müssten. Es werde lediglich unter bestimmten Kriterien bei den unterbrochenen Ersatzfreiheitsstrafen im Einzelfall eine Gnadenentscheidung geprüft, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte am Vortag gesagt, „über den dicken Daumen gerechnet“ könnten in der Hauptstadt etwa 1000 Verurteilte davon profitieren. Ausgenommen seien Verurteilte wegen Sexual- und Gewaltstraftaten sowie Hassverbrecher.

Bereits Mitte März war in Berlin wegen der Corona-Ansteckungsgefahr der Haftantritt für Täter ausgesetzt worden, die wegen nicht gezahlter Geldstrafen hinter Gitter müssten. Zunächst sollte der Aufschub für vier Monate bis Mitte Juli gelten, nun wird die Strafe erlassen. Dies gilt etwa für Betroffene mit Geldstrafen bis zu 40 Tagessätzen oder für Verurteilte, die älter als 60 Jahre alt sind sowie Menschen, die von 90 Tagessätzen bereits die Hälfte abgegolten haben. Sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen werden vom Gericht verhängt, wenn zum Beispiel notorische Schwarzfahrer oder Ladendiebe zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können.

Das waren die News am Mittwoch, 1. Juli:

Corona-Zahlen: So ist der Stand im Norden

20.19 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen im Norden bleiben weiterhin auf einem niedrigen Niveau. So gab es in Schleswig-Holstein zuletzt innerhalb eines Tages fünf weitere Infektionen. . Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Dienstagabend damit auf 3159. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es gar keine Neuinfektionen. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb bei 803. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.767 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag ebenfalls nicht.

Auch in Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau (MOPO berichtete). Im Vergleich zu Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5206, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Hamburger Fischmarkt darf wieder öffnen

17.24 Uhr: Seit Mitte März in der Corona-Zwangspause, kann der Hamburger Fischmarkt nun wieder öffnen. Mit den am Mittwoch in Kraft getretenen Lockerungen seien Messen und Flohmärkte in der Hansestadt wieder möglich, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. Das gelte auch für den Fischmarkt. Voraussetzung sei allerdings ein Hygienekonzept der Veranstalter. Außerdem gelte das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung.

Laut NDR arbeitet der zuständige Bezirk Altona an einem Konzept für den Fischmarkt. Eine entsprechende Regelung werde aber noch etwas dauern, hieß es. 

Corona-Ausbruch in Sülfelder Altenheim gilt als beendet

16.14 Uhr: Der Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Sülfeld (Kreis Segeberg) im Mai gilt offiziell als beendet. „Es liegen nur noch negative Testergebnisse vor, die amtliche Überwachung wird daher mit dem heutigen Tag beendet“, sagte eine Sprecherin des Kreises Segeberg am Mittwoch. Im Mai hatten sich dort 30 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert – 17 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben drei Bewohner. Von den Infizierten blieben 17 symptomlos und 8 zeigten einen milden Verlauf. Sechs Bewohner mussten vorübergehend in einer Klinik behandelt werden.

Aktuelle Zahlen: Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

13.41 Uhr: In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 3 und liegt nun bei 5206, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. 20 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Mittwoch stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Rettungsschwimmer in Sorge: Mehr Badeunfälle wegen Corona?

7.15 Uhr: Seit Mitte März hat es durch die coronabedingte Schließung der Schwimmbäder keinen Schwimmunterricht mehr gegeben. Rettungsschwimmer befürchten nun, dass die Gefahr von Badeunfällen zunimmt, dies berichte der „NDR". Ein Grund hierfür sei auch die verstärkte Nutzung von heimischen Badeseen und Flüssen, weil viele Menschen dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren.

Hamburger Programmkinos starten wieder

7 Uhr: Filmfans in Hamburg können endlich wieder in zahlreichen Programmkinos das echte Leinwandgefühl im Kinosessel genießen. „Das Gros der Programmkinos fängt am Donnerstag wieder an“, sagte Claudia Hartmann, Sprecherin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur. Einige größere wie das Zeise-Kino oder das Abaton sind schon einige Tage früher gestartet; sie haben unter anderem die Premieren des neuen Films „Undine“ von Christian Petzold in Anwesenheit des Regisseurs gefeiert. Im Metropolis geht schon am Mittwoch wieder der Vorhang auf.

Auch, wenn sich die Kinobetreiber darüber freuen, dass die mehrwöchige Zwangspause nun vorbei ist, geht der Start bei ihnen auch mit Bauchschmerzen einher. „Wir müssen in den Kinos einen Abstand von 1,50 Meter abhalten. Damit können wir in einem Kino mit 370 Plätzen 80 Leute sitzen lassen. Das ist natürlich wirtschaftlich grausam“, sagte Zeise-Geschäftsführer Matthias Elwardt der dpa. Er wünscht sich, dass die Politik einlenkt und den Abstand von einem Meter in Kinos zulässt.

In Hamburg gibt es mehr als ein Dutzend Programmkinos. Sie alle mussten Mitte März schließen.

Das waren die Corona-News vom 30. Juni:

Hamburg Marathon: Anmeldung für Teilnehmer gestoppt

22 Uhr: Die Organisatoren des Hamburg Marathons haben die Anmeldung für den am 13. September geplanten Lauf vorerst ausgesetzt. „Die Stadt Hamburg hat im Hinblick auf die Genehmigung oder das Verbot von Sport-Großveranstaltungen keine verbindlichen Aussagen getroffen bzw. Regelungen beschlossen“, hieß es am Dienstag auf der Webseite der Veranstaltung.

Zwar hatte Marathon-Chef Frank Thaleiser vergangene Woche ein umfangreiches Hygienekonzept vorgestellt. Dieses gilt aber vor allem für den Start- und Zielbereich auf dem Messegelände und die Vorgaben für die maximal 10.000 Teilnehmer auf der 42,195-Kilometer-Distanz und 4000 Teilnehmer auf der Halbmarathon-Strecke.

Mit Blick auf den Stadtrundkurs teilten die Organisatoren nun mit: „Insbesondere vor dem Hintergrund der Frage, wie Zuschauerströme im öffentlichen Raum kontrolliert bzw. limitiert werden können, um die Wahrung von Abstands- und Hygienerichtlinien auch neben der Strecke zu gewährleisten, bleibt unklar, ob und in welchem Maße wir als Veranstalter hierzu in die Verantwortung genommen werden.“ Solange keine Klarheit in dieser Frage bestehe, habe man daher die Anmeldung bis auf weiteres ausgesetzt, hieß es weiter.

Hamburg verhängt Urlaubsverbot für Touristen aus Infektions-Gebieten

19.41 Uhr: Peter Tschentscher (SPD) warnt vor einem Infektionsgeschehen nach den Sommerferien. Hamburgs Bürgermeister erinnerte nämlich daran, dass das Coronavirus in der Hansestadt erst nach den Skiferien im März so richtig angekommen war. „Deshalb ist die Reisezeit durchaus ein zusätzliches Risiko“, sagt er. Rückkehrer aus der Türkei und anderen offiziellen Risikoländern wie Schweden und der USA müssten sich zunächst in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Alternativ sei es aber möglich, einen negativen Corona-Test eines anerkannten Labors vorzuweisen.

Eine Verschärfung gibt es derweil auch für Touristen aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Für sie gilt ab Mittwoch ein Beherbergungsverbot in unserer Stadt. Betroffen sind Reisende aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Ausnahmen gelten für Personen mit negativem Corona-Test, der aber nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Massen-Tests auch in Hamburg? Tschentscher mit deutlichen Worten

17.11 Uhr: Die bayerische Landesregierung hat Corona-Tests für alle beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht sein Land in einer Vorreiterrolle. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hält von dem Alleingang jedoch nichts. „Ein Screening ohne Anlass und ungezielt ist nicht das, was wir als Testmaßnahme für ganz Deutschland vereinbart hätten“, so Tschentscher. Er betont, dass die Testressourcen sinnvoll eingesetzt werden müssten. Erst wenn es in Hamburg einen Infektionsherd geben würde, würde die Stadt breit testen. Unabhängig davon läge Hamburg mit seinen Testzahlen bereits über dem Bundesdurchschnitt.

Keine Maske? HVV-Fahrgästen droht Rauswurf!

14.27 Uhr: Wer keine Maske trägt, fliegt raus! Diese Regel gilt ab Mittwoch beim HVV, das hat Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz deutlich gemacht.

In den vergangenen Wochen konnte man immer wieder Fahrgäste beobachten, die ohne Maske in Bussen und Bahnen unterwegs waren und diese nicht ordnungsgemäß getragen haben. Auf die Frage, ob das jetzt verstärkt kontrolliert wird, verwies Tschentscher auf die Corona-Verordnung, in der unter anderem der Mund-Nasen-Schutz an bestimmten Orten weiter höchste Priorität hat. „Die Beförderung kann verweigert werden, wenn die Regelung nicht eingehalten wird“, so Tschentscher.

Klar sei, dass die Regelungen wie Gesichtsmasken, Abstandsgebote oder Kontaktbeschränkungen weiter hochgehalten werden sollen. „Wenn wir das aufgeben, haben wir nichts mehr, was uns schützt“, sagt er. Je mehr Hamburg zur Normalität zurückkehre, desto mehr würde auch der öffentliche Nahverkehr wieder belastet werden.

Hamburg lässt wieder größere Veranstaltungen zu

13.10 Uhr: In Hamburg sind ab Mittwoch unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Das sieht eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Eindämmungsverordnung vor. Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung. Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben demnach weiter untersagt.

Private Feiern in Hamburg wieder mit 25 Menschen erlaubt

12.46 Uhr: In Hamburg sind ab Mittwoch wieder Feiern in privaten Wohnungen mit bis zu 25 Menschen aus beliebig vielen Haushalten möglich. Auch in der Öffentlichkeit dürfen sich Gruppen von 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen, wie eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Rechtsverordnung vorsieht.

Live: Bürgermeister Tschentscher spricht über neue Corona-Lockerungen

12.20 Uhr: Hamburg macht den nächsten großen Schritt in Richtung Normalität. Der Senat wird am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkünden. Dazu werden Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sowie die Staatsräte Melanie Schlotzhauer und Jan Pörksen die neue Corona-Rechtsverordnung präsentieren. Die Konferenz wird ab 12.30 Uhr hier live übertragen:

Neue Corona-Fälle in Hamburg – UKE sieht bei 8 Toten andere Ursache

11.03 Uhr: Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg seit Montag drei neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5203 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Dienstag im Internet mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Bei acht Toten, bei denen das Coronavirus ebenfalls festgestellt worden war, habe das Institut für Rechtsmedizin eine völlig andere Todesursache festgestellt, wie eine Sprecherin des Universitätsklinikums Eppendorf sagte. Die Hamburger Rechtsmediziner hätten alle dem Institut von der Gesundheitsbehörde zugewiesenen Verdachtsfälle untersucht. Wie das RKI zu der höheren Zahl von 259 Todesfällen in Hamburg kommt, konnte sie nicht erklären.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in den vergangenen sieben Tagen 39 Neuinfektionen registriert worden.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Montag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Sieben weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

8.57 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages sieben weitere offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Montagabend damit auf 3154.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Das waren die News am 29. Juni:

Niedersachsen will nicht weiter lockern

21.27 Uhr: Trotz der immer geringeren Infektionszahlen plant die rot-schwarzen Regierung in Niedersachsen keine weiteren Corona-Lockerungen. Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, viele Konzerte und Feste müssen ausfallen. Auch Freizeitsportarten wie Fußball, Handball oder Basketball bleiben verboten. Andere Bundesländer erlauben dagegen Kontaktsport ohne Abstand für bis zu zehn Personen.

Das geht aus dem Entwurf zur neuen Corona-Verordnung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und am 6. Juli in Kraft treten soll. Bei dem 34-seitigen Papier handelt es sich um eine Fassung, die unter anderem noch mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden soll. Laut Entwurf bleiben viele Vorgaben bestehen, insbesondere der Appell, physische Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken, das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr.

Derweil sind in Hamburg künftig wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern möglich. Das sehe die Corona-Eindämmungsverordnung vor, die der Senat am Dienstag beschließen wolle, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

Rund 1340 Verstöße in MV gegen Corona-Einschränkungen

19.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Mitte März bereits rund 1340 Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen registriert worden. Darunter waren bis Ende vergangener Woche 183 Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz und 1156 Ordnungswidrigkeiten nach der gültigen Landesverordnung, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage mitteilte.

UKE droht durch Corona Fehlbetrag in zweistelliger Millionenhöhe

17.55 Uhr: Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 rechnet das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf in diesem Jahr mit einem wirtschaftlichen Einbruch. Aufgrund fehlender Ausgleichsmechanismen in der Corona-Krise drohe ein Fehlbetrag in zweistelliger Millionenhöhe, teilte das Klinikum am Montag mit. Das Krankenhausentlastungsgesetz sehe zwar einen Ausgleich von 560 Euro pro Tag und freigehaltenem Bett vor. Dieser Betrag reiche aber nicht, um die Ausfälle auf den besonders kostenträchtigen Intensivstationen und Einnahmeverluste anderer Art zu kompensieren, erläuterte eine Sprecherin.

Im vergangenen Jahr habe das UKE seinen Überschuss um 1,5 Millionen Euro auf 3,6 Millionen gesteigert. Es sei das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit 2014 gewesen. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden!“, erklärte die Kaufmännische Direktorin Marya Verdel. Vor zwei Jahren hatte der Hamburger Senat erklärt, er werde das Klinikum von 2019 bis 2023 mit zusätzlichen Mitteln von jährlich 56 Millionen Euro unterstützen. Die Leitung des UKE hatte damals von einem Befreiungsschlag gesprochen.

Die sogenannten Drittmittel für Forschungsprojekte stiegen im vergangenen Jahr um 12,8 Prozent, und zwar von 98,2 Millionen auf 110,8 Millionen Euro. Die Auslastung des UKE erhöhte sich von 84,7 Prozent im Jahr 2018 auf 85,2 Prozent in 2019. Es wurden 511.440 Patienten (2018: 506.697) behandelt, 106.433 von ihnen stationär. Mit mehr als 1730 Betten ist das UKE der größte Klinikstandort in Hamburg.

Hamburgs Sportsenator Grote: Für Sportevents sieht es nicht gut aus

17.09 Uhr: Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD) zweifelt daran, dass in diesem Jahr noch große Sportevents in der Hansestadt stattfinden können. „Es sieht im Moment nicht gut aus. Wir werden natürlich alles tun, was wir können, um das zu unterstützen. Wir können aber kein Veranstaltungsformat planen, von dem wir schon wissen, dass das nicht zu managen sein wird“, sagte der Senator am Montag bei NDR 90,3.

Davon betroffen wären der Triathlon (5. September), der Ironman (6. September), der Marathon (13. September) und das Radrennen Cyclassics (3. Oktober). Dabei gehe es weniger um die Teilnehmer, die alle namentlich bekannt seien, sondern vielmehr um die Zuschauer, bei denen eventuelle Infektionen mit dem Coronavirus nur sehr schwer nachverfolgt werden könnten. Die Veranstalter des Hamburg Marathons hatten in der vergangenen Woche bereits ein Hygiene-Konzept für die Teilnehmer der Veranstaltung vorgelegt.

MeckPomm: Eine neue Corona-Infektion – ausländischer Gast infiziert

16.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag eine weitere Corona-Infektion nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 802, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag auf seiner Internetseite mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 765 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, ein Patient mehr als am Vortag. Mit 49 nachgewiesenen Infektionen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern weiter das am wenigsten vom neuen Coronavirus betroffene Bundesland. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert 233.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales wurde in der vergangenen Woche außerdem bei einem ausländischen Gast das Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen. Woher die Person kommt und weshalb sie sich in Mecklenburg-Vorpommern aufhält, wurde nicht mitgeteilt. Aus der Meldung geht nur hervor, dass der Betreffende seinen Wohnsitz nicht in MV hat, sondern ein internationaler Gast ist.

Hamburg will Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen wieder erlauben

14.29 Uhr: Wie das „Abendblatt“ berichtet, plant der Senat ab Mittwoch (1. Juli) wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen zu erlauben. Dabei wird jedoch in Veranstaltungen unterteilt, die draußen beziehungsweise drinnen sowie mit oder ohne feste Sitzplätzen stattfinden.

Demnach dürfen Veranstaltungen, die im Freien und mit festen Sitzplätzen stattfinden bis zu 1000 Teilnehmer haben. In geschlossenen Räumen sind maximal 650 Teilnehmer erlaubt.

Gibt es keine festen Sitzplätze, dürfen Veranstaltungen an der frischen Luft 200 Teilnehmer fassen – bei geschlossenen Räumen 100. Bei Ausschank von Alkohol darf jeweils nur die Hälfte teilnehmen. Hinzukommt, dass in geschlossenen Räumen nur eine Person je zehn Quadratmeter Veranstaltungsfläche anwesend sein darf.

Großveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern bleiben weiterhin verboten.

In den eigenen vier Wänden sollen ab Mittwoch 25 Personen erlaubt sein – egal aus wie vielen Haushalten.

Der Plan soll vom Senat am Dienstag beschlossen werden.

Sieben neue Corona-Fälle in Hamburg

11.35 Uhr: Bei Tests auf das Coronavirus sind in Hamburg seit Sonntag sieben neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5200 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Montag mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,3 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig. In Hamburg sind in den vergangenen sieben Tagen 41 Neuinfektionen registriert worden.

21 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am vergangenen Freitag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

Corona: Keine Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

10.43 Uhr: In Schleswig-Holstein ist zuletzt innerhalb eines Tages keine weitere offiziell erfasste Infektion mit dem Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, blieb die Zahl der positiv Getesteten mit Stand Sonntagabend damit bei 3147. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen liegt nach wie vor bei 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 6 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Corona-Krise: So viele Hamburger waren in Kurzarbeit

08.31 Uhr: In Hamburg war im März und im April für 29,4 Prozent aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden, wie jetzt eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung zeigt.

In Schleswig-Holstein sind die Zahlen teilweise noch höher: In den Kreisen Schleswig-Flensburg (38,0 Prozent), Nordfriesland (35,1 Prozent) und Flensburg (34,8 Prozent) waren im März und im April mehr als ein Drittel aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. In der Stadt Neumünster meldeten die Arbeitgeber dagegen nur für 20,1 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit an.

Der Untersuchung zufolge betraf Kurzarbeit durch die Corona-Krise vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete.

Das waren die News vom 28. Juni:

Corona-Ausbruch in NRW lässt Laschet-Besuch im Norden platzen

22.01 Uhr: Der massenhafte Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh hat einen Besuch des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet in Schleswig-Holstein verhindert. Sein Kieler Kollege Daniel Günther (beide CDU) hatte Laschet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für diesen Montag in den Norden eingeladen. Da Laschet aber als Krisenmanager in Nordrhein-Westfalen intensiv gefordert ist, sagte er ab.

Vorgesehen waren Stationen in Heide (Kreis Dithmarschen), Eckernförde und Kiel. In Heide sollte es bei einem Besuch der Raffinerie um dem Forschungsstand bei der Gewinnung und Nutzung von Wasserstoff gehen. Zudem war ein nichtöffentlicher Besuch des Marinestützpunktes Eckernförde geplant. Als dritte Station stand für Kiel das Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung mit einer Fahrt auf dem Forschungsschiff "Alkor" im Programmplan.

Corona-Tests für alle Hamburger? So äußert sich der Senat

19.21 Uhr: Hamburg will nicht wie Bayern Corona-Tests für alle einführen. Das sei nicht geplant, denn das Robert Koch-Institut halte ungezielten Testungen nicht für sinnvoll, teilte am Sonntag ein Senatssprecher mit. Bayern ist das erste Bundesland, das Tests für alle vorsieht. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte eine „Corona-Testoffensive“ an. Die Kosten will der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht etwa die Krankenkasse übernimmt.

Weitere Covid-19-Infektionen in Wiesenhof-Schlachtbetrieb in Lohne

14.56 Uhr: In dem auf das Coronavirus untersuchten Schlachtbetrieb in Lohne gibt es weitere nachgewiesene Infektionen mit dem Covid-19-Erreger. Wie der Landkreis Vechta am Sonntag berichtete, entfallen zwei von vier in der Kommune ermittelten Neuansteckungen auf eine „erneute Reihentestung in der Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten“. Schon Anfang Juni war eine Beschäftigte dort im Zuge landesweiter Überprüfungen von Mitarbeitern der Fleischindustrie positiv getestet worden. Der Betrieb gehört zur Marke Wiesenhof - ebenso wie ein Schlachthof im nahe gelegenen Wildeshausen, in dem es zu etlichen Infektionen kam.

Sechs neue Corona-Infektionsfälle in Hamburg

14.12 Uhr: Die Stadt Hamburg hat am Sonntag sechs neue Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 5193. Weitere Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 stehen, gibt es nicht.

Eine neue Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

10.11 Uhr: Hamburgs nördlicher Nachbar meldet eine neue Corona-Infektion binnen der vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle in Schleswig-Holstein auf 3147.

Norderney verordnet Maskenpflicht für Urlauber und Bewohner

8.47 Uhr: Auf der Nordsee-Insel Norderney gilt künftig in vier belebten Straßen eine Maskenpflicht. Da in vielen Bereichen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, wurde nun eine Allgemeinverfügung erlassen, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet. Bis zum 19. Juli müssen die Menschen, die durch die Strandstraße, Poststraße, Friedrichstraße sowie die Heinrich-von-Bismarckstraße laufen, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Das waren die News vom 27. Juni

Zehn neue Corona-Fälle in Hamburg

15.20 Uhr: Die Stadt Hamburg meldet am Sonnabend zehn neue Corona-Fälle, wie der Senat im Internet mitteilte. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5187 Menschen mit Sars. CoV-2 in der Hansestadt infiziert. Davon gelten 4800 bereits wieder als genesen.

Aktuell werden 21 Corona-Patienten stationär behandelt, elf davon auf Intensivstationen. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der Todesfälle in Hamburg bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Betroffenen an der Corona-Infektion starben. Das sind zwei mehr als noch am Tag zuvor.

Das waren die News vom 26. Juni:

Fünf neue Corona-Fälle in Hamburg

Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Hamburg seit Donnerstag fünf neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5177 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Freitag im Internet mitteilte. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Am Donnerstag war noch von 4900 Genesenen die Rede gewesen, das RKI hat seine Angaben korrigiert. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 1,6 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Göttingen: Quarantäne im Hochhaus aufgehoben

10.10 Uhr: Die Corona-Quarantäne für ein Hochhaus in Göttingen ist um Mitternacht ausgelaufen. Ziel der Quarantäne war es, einen Infektionsausbruch vor etwa anderthalb Wochen mit rund 120 nachgewiesenen Ansteckungen zu begrenzen. Insgesamt leben rund 700 Menschen in dem Wohnkomplex.

Während der einwöchigen Quarantäne habe man die Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt. Insgesamt 200 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssten nach Angaben des „NDR“ noch in Quarantäne bleiben. Sie dürfen das Gelände nicht verlassen und sollen von der Stadt mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt werden. Zudem erhalten sie noch bis Dienstag täglich zwei kostenlose Mahlzeiten.

Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, sagte die Leiterin des Göttinger Krisenstabs, Petra Broistedt, am Donnerstag. Insgesamt waren der Stadt zufolge 600 Zweittests durchgeführt worden. Nur vier weitere Menschen hatten demnach ein positives Testergebnis. Dabei habe es sich um Kontaktpersonen von Infizierten im familiären Umfeld gehandelt.

Der Wohnkomplex war angesichts der vielen Infektionen am 18. Juni unter Quarantäne gestellt worden. Zuvor war es bereits in einem anderen Hochhaus in Göttingen, dem Iduna-Komplex, zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen.

Touristen-Ansturm in Mecklenburg-Vorpommern erwartet

6.37 Uhr: Urlaubsbeginn in Corona-Zeiten: Mit dem Ferienbeginn in fünf weiteren Bundesländern erwartet die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Wochenende einen Ansturm auf die Urlaubsgebiete. Bislang hatte nur Mecklenburg-Vorpommern Ferien. „Es ist schon ziemlich voll, aber jetzt kommen die intensivsten Zeiten“, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf.

Während der Sommerferienzeit in Deutschland bis Mitte September rechnet er mit rund vier Millionen Übernachtungsgästen im Land. Die wichtigsten Ziele sind die Badeorte an der Ostseeküste und die Mecklenburgische Seenplatte. Die Kapazitäten seien bis Mitte August ausgelastet, sagte Woitendorf.

Dem Verband zufolge werden in diesem Sommer dennoch weniger Gäste kommen als in anderen Jahren. Die Abstandsregelungen wegen der Corona-Pandemie führen zu Begrenzungen: Zwar dürfen wieder 100 Prozent der Betten belegt werden, doch manche Hotels haben nicht genügend Platz in den Restaurants, um die Abstandsregelungen umzusetzen. Zum Teil fehlt auch Personal.

Das waren die Corona-News vom 25. Juli:

Mecklenburg-Vorpommern: Eine neue Corona-Infektion nachgewiesen

21.29 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 797 (Stand 14.56 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Der neue Fall wurde im Landkreis Vorpommern-Rügen registriert. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

762 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Mit 49 nachgewiesenen Infektionen je 100.000 Einwohner ist Mecklenburg-Vorpommern weiter das am wenigsten vom neuen Coronavirus betroffene Bundesland. Im Bundesdurchschnitt beträgt dieser Wert 231.

Zahl der Corona-Infektionen bei Neptun-Werft auf vier gestiegen

19.46 Uhr: Bei der Neptun-Werft in Rostock-Warnemünde ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus auf vier gestiegen. Drei der vier Männer, die nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales alle auf dem Gelände der Neptun-Werft tätig sind, wohnen im Landkreis Vorpommern-Rügen und einer in Rostock. Sie hätten Kontakt miteinander gehabt, teilte das Landesamt am Donnerstag mit. Bisher ausgewertete Tests von weiteren Kontaktpersonen seien negativ ausgefallen. Weitere Testergebnisse würden am Freitag erwartet. Der erste Fall auf der Werft war am Vortag bekanntgeworden (siehe Erstmeldung vom 24. Juni um 17.58 Uhr). Insgesamt seien etwa 30 Menschen in Quarantäne geschickt worden, hieß es am Mittwoch.

Umfrage zeigt: Corona trübt die Reiselust – Hamburger skeptisch

17.55 Uhr: Die aktuellen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie machen schon bei der Planung aus vorfreudiger Reiselust tendenziell eher Reisefrust. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Norisbank-Umfrage zum Thema Urlaub. In Folge der Pandemie zeichnet sich eine deutliche Trendwende ab – mit nur noch 43,3 Prozent bricht der Anteil der Deutschen mit Reiseplänen in 2020 um fast 40 Prozent ein.

Bei mehr als jedem Dritten befragten Deutschen (37,7 Prozent) führt Corona zu der Überlegung, dieses Jahr gar nicht zu verreisen: 11,8 Prozent der Befragten geben an, aufgrund der aktuellen Lage nicht für längere Zeit zu verreisen, 25,9 Prozent wissen es (noch) nicht. Am zuversichtlichsten bleiben die Bayern: 70,9 Prozent lassen nach eigener Aussage ihre Urlaubspläne nicht vom Coronavirus beeinträchtigen.

Auffällige Skepsis herrscht hingegen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Hier hält nur etwas mehr als jeder zweite Befragte (52,8 Prozent) an seinen Reiseplänen fest.

Offenbar unterscheiden sich die Urlaubsplanungen in Zeiten von Corona je nach Altersgruppe und Geschlecht. Vor allem 18- bis 34-Jährige wollen sich den Traum vom Sommerurlaub nicht vermiesen lassen: Immerhin noch 46,6 Prozent halten an ihren Plänen für eine Urlaubsreise fest. Männer scheinen dabei generell zuversichtlicher: 41,4 Prozent – und damit deutlich mehr als Frauen (33,5 Prozent) – treiben ihre Pläne für den Sommerurlaub weiter voran.

Insbesondere Haushalte mit mindestens einem Kind möchten raus aus den eigenen vier Wänden (43,5 Prozent), wohingegen Singles eher auf den Sommerurlaub verzichten wollen (27,4 Prozent). Bei den 50- bis 69-Jährigen hat sich die Anzahl der Reisewilligen sogar fast halbiert: Nur noch 30 Prozent von ihnen planen einen Reiseantritt.

Quarantäne für Besucher aus Gütersloh auch in Hamburg möglich

15.06 Uhr: Besucher aus deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen müssen eventuell auch in Hamburg mit einer Quarantäne rechnen. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wird eine entsprechende Anpassung der Verordnung zur Eindämmung der Pandemie derzeit im Senat geprüft. Eine Entscheidung soll am kommenden Dienstag fallen.

Die Corona-Verordnung der Stadt sieht Quarantäneregelungen derzeit ausschließlich für Einreisende aus dem Ausland vor. Wer sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in die Hansestadt in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) eingestuften Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich direkt in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne zu begeben. Zudem müssen die Behörden unverzüglich informiert werden.

Möglich wäre beispielsweise, die für die ausländischen Risikogebiete geltende Regelung künftig auch auf deutsche Landkreise anzuwenden, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird.

Aktuelle Zahlen: Eine weitere Neuinfektion in Hamburg gemeldet

11.35 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Mittwoch um 1 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5172 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Donnerstag im Internet mitteilte. Rund 4900 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Mit 1,5 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Mittwoch unverändert bei 259.

Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben. 24 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon zehn auf der Intensivstation.

Umfrage: Hamburger befürchten mehrheitlich zweite Corona-Welle

10.33 Uhr: Rund zwei Drittel der Hamburger (67 Prozent) befürchten laut einer Umfrage eine zweite Corona-Welle. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wären zudem fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) mit Einschränkungen des täglichen Lebens wie bei der ersten Welle einverstanden, heißt es in einer am Donnerstag vorgelegten Befragung des Meinungsforschungsinstituts pmg - policy matters im Auftrag der Körber-Stiftung. Die bislang getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hielten 77 Prozent der Menschen in der Hansestadt demnach für gerechtfertigt.

Mit dem bisherigen Krisenmanagement des Hamburger Senats sind laut Umfrage 82 Prozent der Hamburger zufrieden, mit dem der Bundesregierung 76 Prozent. Gleichwohl wünsche sich eine große Mehrheit mehr Mitsprache bei den Corona-Maßnahmen. So fanden 79 Prozent der Befragten, dass entsprechende Haushaltsbeschlüsse des Senats von einem Bürgergremium beratend begleitet werden sollen.

„Die Hamburgerinnen und Hamburger haben durchaus Vertrauen in die Politik, wenn es um die unmittelbare Bewältigung der Krise geht“, erklärte der Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt der Körber-Stiftung, Sven Tetzlaff. Bei der Verteilung der Folgelasten zeige der Wunsch nach einem beratenden Bürgergremium, „dass es einen größeren Konsens aller Teile der Stadtgesellschaft braucht“. 

Drei weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

9.58 Uhr: In Schleswig-Holstein sind zuletzt innerhalb eines Tages drei offiziell erfasste Infektionen mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Mittwochabend damit auf 3140. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 4 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Grote-Empfang wird heute im Innenausschuss diskutiert – Geldstrafe?

9.03 Uhr: Der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft wird sich am Donnerstag (17.00 Uhr) mit dem Umgang des Innensenators mit den Corona-Regeln befassen. Hintergrund ist ein Empfang, bei dem Andy Grote (SPD) vor zwei Wochen mit rund 30 Menschen in den Räumlichkeiten einer Bar in der Hafencity auf seine erneute Ernennung als Senator angestoßen hatte.

Die Opposition sieht darin einen Verstoß gegen die Regeln zur Eindämmung der Pandemie, für deren Durchsetzung Grote sorgen müsse, und fordert den Rücktritt des Senators.

Grote hat das Treffen inzwischen selbst als Fehler bezeichnet und sich öffentlich entschuldigt. Gegen die Corona-Regeln will er aber nicht verstoßen haben. Die Frage beschäftigt nun die Bußgeldstelle, die ein Verfahren eingeleitet hat. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte sich verärgert über das Verhalten seines Innensenators gezeigt, will aber offenkundig an ihm festhalten.

Weiteres Thema im Ausschuss sind die Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt, bei denen sich Anfang des Monats auch in Hamburg Tausende Menschen unter Missachtung der Corona-Regeln versammelt hatten.

Das waren die News am 24. Juni:

Tschentscher vergleicht Corona-Krise mit großen Katastrophen

21.02 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Mittwoch eine Regierungserklärung abgegeben – und dabei auch deutliche Worte zur Corona-Krise gefunden. „Die Corona-Pandemie und das Jahr 2020 werden sich ins Gedächtnis unserer Stadt einprägen wie der Große Brand, die Cholera-Epidemie oder die Sturmflut“, so Tschentscher. Diese Ereignisse hätten Hamburg geprägt und immer wieder gezeigt, dass Hamburg eine starke Stadt sei, in der man sich nicht zurückwerfen lässt, „sondern den Blick auf die Zukunft richtet, die Ärmel hochkrempelt und anpackt“.

Es liege in den Händen des Senats und der Bürgerschaft gemeinsam mit den Bürger, die eigenen Stärken und die Chancen der Krise zu nutzen, um Hamburgs Zukunft kraftvoll zu gestalten - zuversichtlich, solidarisch und nachhaltig. Hamburg ist nach Ansicht von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) für die Bewältigung der Corona-Krise gut aufgestellt. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren außerordentlich gut entwickelt und dem Ausbruch der Pandemie mit Geschlossenheit und Solidarität standgehalten.

CSD-Parade in Hamburg soll doch im August stattfinden

19.11 Uhr: Lange Zeit war es unklar, wie es mit dem Christopher Street Day, Hamburgs größter Demo, in diesem Jahr weitergeht. Jetzt gibt’s Neuigkeiten: Die Parade soll am 1. August als Fahrrad-Demo stattfinden. Wie „Hamburg Pride“ am Mittwoch mitteilte, wurde ein entsprechender Antrag bereits am Montag bei der Versammlungsbehörde eingereicht.

„Wir möchten damit im Jahr des 40. CSD-Geburtstages in Hamburg ein Zeichen der Sichtbarkeit setzen – unter Corona-Bedingungen. Wie das genau aussehen kann, werden wir jetzt mit den zuständigen Stellen besprechen“, schreiben die Organisatoren. „Uns ist bewusst, dass mit der aktuellen Situation auch eine besondere Verantwortung einhergeht. Ein „rollender“ Demonstrationszug auf Fahrrädern erscheint uns unter den gegebenen Umständen als eine gute und sichere Möglichkeit, unsere politischen Forderungen sichtbar in die Öffentlichkeit zu tragen“, heißt es in der Mitteilung auf Facebook weiter.

Unter welchen Auflagen und auf welcher Route die Demo stattfinden könnte, ist bislang unklar. Das Straßenfest fällt Corona-bedingt aus.

Corona-Fall bei Neptun Werft 

17.58 Uhr: Bei der Neptun Werft in Rostock gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Der betroffene Mitarbeiter und die Kollegen, die mit ihm im direkten Kontakt waren, befinden sich in häuslicher Quarantäne, wie die Werft am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die „Schweriner Volkszeitung“ darüber berichtet. Wie viele Menschen in Quarantäne sind, teilte die Werft zunächst nicht mit.

Laut „Schweriner Volkszeitung“ sind es etwa 30 Mitarbeiter des Unternehmens. Laut Neptun Werft hatte der infizierte Mitarbeiter Kontakt zu einem Lieferanten, bei dem zwei Corona-Fälle festgestellt worden waren. Alle weiteren Mitarbeiter des Lieferanten, die auf der Werft im Einsatz waren, seien auf das Virus getestet worden. Zu den Ergebnissen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Trotz Lockdown: Reisegruppe aus Gütersloh will an die Ostsee – zurückgewiesen

16.10 Uhr: Eine Reisegruppe aus Gütersloh ist von einem Hotel im Ostseebad Kühlungsborn (Landkreis Rostock) zurückgewiesen worden. Wie ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch mitteilte, war die Gruppe am Sonntag angereist. Das Hotel habe das Gesundheitsamt informiert, da bei Anreise der Gruppe nicht sicher feststand, ob Gütersloh bereits Risikogebiet war. Das Gesundheitsamt und das Rechtsamt hätten dem Hotel auf Grundlage der Landesverordnung geraten, die etwa 40 Reisenden zurückzuschicken. Die Gäste konnten kein Negativattest nachweisen, wie es die Landesverordnung fordert. Wie der Sprecher weiter mitteilte, aktualisiert der Landkreis Rostock derzeit sein Informationsangebot für Beherbergungsbetriebe, um den Vermietern den Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten zu erleichtern.

MeckPomm: Zwei weitere Corona-Neuinfektionen

15.22 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 796 (Stand 14.48 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 760 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Eine weitere Corona-Infektion in Schleswig-Holstein gemeldet

14.50 Uhr: In Schleswig-Holstein ist zuletzt innerhalb eines Tages eine offiziell erfasste Infektion mit dem neuen Coronavirus hinzugekommen. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Dienstagabend damit auf 3137. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Aktuelle Zahlen: Sieben Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

13:31 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Dienstag um 7 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5171 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Mittwoch im Internet mitteilte.

Die Zahl der Gesamtinfektionen habe sich um zehn Altfälle aus dem Gesundheitsamt Bergedorf verringert, die nicht die Kriterien der Referenzdefinition des RKI erfüllen und daher gestrichen wurden. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Mit 1,7 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Mittwoch unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Dienstag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon zehn auf der Intensivstation.

UKE-Ärzte: „Sehen einer zweiten Welle sehr entspannt entgegen“

12.43 Uhr: Die Ärzte am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) sehen sich gut gerüstet für einen möglichen Wiederanstieg der Corona-Fälle. „Die Behandlung ist für uns jetzt Routine, deswegen sehen wir einer zweiten Welle sehr entspannt entgegen“, sagte Stefan Kluge, der Leiter der Intensivmedizin, den Hamburg-Seiten der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Nicht nur die Abläufe auf der Intensivstation seien geübt, die ganze Belegschaft des Klinikums könne jetzt Schutzkleidung materialsparend einsetzen, Aufwachräume in Intensivstationen und Normalstationen in Isolierbereiche verwandeln. „Wenn wir beim Testen hier drinnen und draußen in der Stadt nicht nachlassen, dann sind wir gut vorbereitet“, sagte Kluge.

Seine Kollegin, die Virologin Marylyn Addo, blickt noch optimistischer auf die kommenden Monate. Sie hält es für möglich, das Virus bald pharmakologisch ausbremsen zu können. Auf ihren Stationen fanden mehrere Medikamentenstudien statt, unter anderem mit Remdesivir, das zum Kampf gegen Ebola-Viren entwickelt wurde.

„Die Beobachtungen bisher machen auf mich einen ganz vielversprechenden Eindruck“, sagte Addo. Bisher wurden am UKE nur Patienten mit Remdesivir behandelt, die schon deutliche Atemnot hatten, also schwer erkrankt waren.  

Corona-Kontaktdaten: Hamburger Datenschützer schlägt Alarm

11.47 Uhr: Viele Hamburger Betriebe, die wegen der Corona-Pandemie zur Erfassung der Kontaktdaten ihrer Kunden verpflichtet sind, halten geltende Datenschutzbestimmungen nicht ein. Das habe eine von seinen Mitarbeitern durchgeführte Stichprobe in insgesamt 100 Restaurants, Bäckereien und Friseursalons in der Neustadt, dem Schanzenviertel und Ottensen ergeben, teilte der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Mittwoch mit. In einem Drittel der Betriebe hätten lediglich offene Listen im Eingangsbereich ausgelegen, die für jedermann zugänglich gewesen seien.

Dem Missbrauch seien so Tür und Tor geöffnet. So gebe es erste Hinweise, dass eine Frau nach einem Restaurantbesuch unter Verwendung ihrer angegebenen Mobilfunknummer zu privaten Zwecken kontaktiert wurde, hieß es.

Erfreulich sei, dass sich Betriebe, in denen die Kontaktdaten nicht datenschutzkonform erfasst worden seien, sehr dankbar für die Beratungen gezeigt hätten. Es herrsche eine große Unsicherheit. „Die Erfahrung unserer Prüfung hat gezeigt, dass oft schon ein Hinweis des Gastes auf die datenschutzrechtlichen Defizite ausreicht, um bei Gaststättenbetreibern vor Ort eine Änderung der Praxis herbeizuführen“, sagte Caspar.

Mit 67 Prozent habe der Großteil der überprüften Betriebe aber keine offenen Listen verwendet. Hier sei die Datenerfassung beispielsweise über Einzelbögen, die unmittelbar eingesammelt wurden, über Smartphone-Apps oder direkt durch das Personal erfolgt. Eine Mustervorlage steht auf der Internetseite des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit bereit. 

Niedersachsen lässt keine Touristen aus Gütersloh übernachten

10.49 Uhr: Niedersachsen erlässt nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region.

„Das Land wird die bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern geltende Regelung im Tourismusbereich anwenden auf Menschen aus dem Bereich Gütersloh“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover.

Fernbusreisen mit Blablabus wieder möglich

7.53 Uhr: Nach rund dreimonatiger Corona-Pause steht Reisenden ab diesem Mittwoch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung: Das Unternehmen Blablabus nimmt zum Auftakt der Sommerferien unter anderem in Berlin seine Fernbusreisen wieder auf, wie das Unternehmen mitteilte.

Vorerst würden elf deutsche Städte angefahren, darunter bis zu 17 Mal am Tag Hamburg und die Hauptstadt. Ab dem 9. Juli sollen dann weitere Ziele in Deutschland und auch im europäischen Ausland hinzukommen, etwa Amsterdam, Prag und Paris. Um die Hygienevorschriften einzuhalten, ist pro Bus zunächst lediglich jeder zweite Sitz buchbar.

Die Marke Blablabus gehört zum französischen Unternehmen Comuto, das vor allem für die Mitfahr-App Blablacar bekannt ist, über die sich Verbraucher zu Mitfahrgelegenheiten zusammenschließen können. Vor rund einem Jahr ist das Unternehmen auch auf dem Fernbusmarkt eingestiegen und macht dort Marktführer Flixbus Konkurrenz. Der große Wettbewerber ist bereits seit Ende Mai wieder unterwegs.  

Das waren die News vom 23. Juni:

Mecklenburg-Vorpommern: Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bestehen

20.47 Uhr: Ungeachtet der geringen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen im Land nicht gelockert. Wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin mitteilte, bleiben die Regelungen vorerst bis zum 10. Juli bestehen. Demnach ist im öffentlichen Raum der gemeinsame Aufenthalt von bis zu zehn Personen gestattet. Zudem können sich Angehörige von bis zu zwei Haushalten auch in größerer Personenzahl treffen. Die Regelung war zunächst bis zum 29. Juni befristet. Bei einer größeren Beratung mit Kommunal- und Unternehmerverbänden sowie Gewerkschaften will die Regierung am 30. Juni ihr weiteres Vorgehen abstimmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte angekündigt, dass bei einer Fortdauer der geringen Infektionsquote im Nordosten weitere Corona-Schutzvorkehrungen zurückgenommen werden könnten.

Hamburgs Schulsenator: Nach Sommerferien wieder Regelbetrieb in Schulen

19.27 Uhr: Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht davon aus, dass die Hamburger Schulen nach den Sommerferien wieder ohne Mindestabstand in den Regelbetrieb gehen können. Zwar müsse angesichts des unvorhersehbaren Corona-Infektionsgeschehens auch immer „mitgedacht werden, dass der Mindestabstand wieder eingehalten werden muss“, sagte er am Dienstag im Schulausschuss der Bürgerschaft. Angesichts der aktuell guten Zahlen in Hamburg sei er aber zuversichtlich, dass es nach den Sommerferien „vom Angebot her eine Rückkehr zu den Vollangeboten“ geben könne.

Ein solches Angebot solle die volle Stundenzahl umfassen „auch mit Sport, mit Musik, mit Theater und anderen Kursen“. In besonderen Fällen müsse das Angebot von Hygieneregeln flankiert werden. „Das gilt vor allem für Sport, aber auch fürs Singen und die Bläser-Klassen“, sagte Rabe.

Nach Sommerferien wieder regulärer Schulunterricht im Norden

18.29 Uhr: Zum Schulstart am 10. August kehren Schleswig-Holsteins Schulen wieder zum regulären Unterricht zurück - allerdings unter Corona-Bedingungen. In allen Schularten und Jahrgängen finde dann wieder Unterricht nach der Stundentafel statt, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag. „Das kommende Schuljahr wird zum Schuljahr im Corona-Regelbetrieb.“ Den Schülern soll das Erreichen aller Abschlüsse ermöglicht werden.

Das Kabinett beschloss am Dienstag das von Prien vorgelegte Rahmenkonzept. Die Ministerin setzt angesichts der Corona-Pandemie auf geschlossene Lerngruppen. Das sogenannte Kohortenprinzip gilt für alle Jahrgangsstufen. Es werde aber Einschränkungen geben. An den Grundschulen werde im Klassenverband unterrichtet, an den weiterführenden Schulen finde soviel Unterricht wie möglich in kleinen Gruppen statt. „Die Schülerinnen und Schüler im Land brauchen dringend wieder regulären Unterricht“, sagte Prien. „Denn Schule ist viel mehr als ein Ort der Wissensvermittlung.“

Die Landesregierung schlägt dem Finanzausschuss des Landtags zudem vor, zehn Millionen Euro zusätzlich für zusätzliches Personal an den Schulen bereitzustellen. Diese Kräfte sollen bei der pädagogischen Umsetzung der Digitalisierung helfen und zum Aufholen von Lernrückständen zur Verfügung stehen. Zudem fehlen 1600 Lehrer (sechs Prozent) im Unterricht, die zu den Risikogruppen gehören.

Auch Klassenfahrten sind grundsätzlich möglich. Sie müssen allerdings mit Eltern und Lehren abgesprochen sein. Zudem müssen die Reisen storniert werden können. Für 4500 Schüler im Land findet im Rahmen des Lernsommers an 146 Schulen bereits Unterricht in einem Teil der Sommerferien statt. Mehr als 600 Lehrer sollen ihnen dabei vor allem an Grund- und Gemeinschaftsschulen helfen, Rückstände aufzuholen.

Innensenator Andy Grote entschuldigt sich bei Senat

17.47 Uhr: Das Thema lässt ihn nicht los. Nach seiner „Corona-Party“ hat sich Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag in der Senatssitzung bei seinen Kollegen entschuldigt. Das gab Senatssprecher Marcel Schweizer im Rahmen der Landespressekonferenz bekannt. „Der Senat insgesamt ist der Auffassung, dass es ein Fehler ist. Und der passiert nur einmal“, wiederholte der Sprecher die Ansage von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Alles weitere würde die Bußgeldstelle klären. Grote war in die Kritik geraten, weil er seine Wiederwahl mit einem Stehempfang gefeiert hatte. Er beteuert, dass die Corona-Regeln dabei eingehalten wurden, die Opposition fordert derweil seinen Rücktritt, da ihm jetzt die Glaubwürdigkeit fehlen würde.

Update: Fünf Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

14.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg seit Montag um 5 erhöht. Damit haben sich seit Beginn der Epidemie 5174 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Dienstag im Internet mitteilte. Zunächst hatte der Senat 11 neue Fälle genannt (siehe Meldung von 10.40 Uhr), sich dann aber korrigiert.

Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Am Vortag waren keine neuen Fälle in Hamburg gemeldet worden.

Mit 1,4 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Dienstag unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

23 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Montag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, ein Patient mehr als am vergangenen Freitag. Von ihnen lagen zehn auf Intensivstationen, zwei weniger als am Freitag.

Corona-Restriktionen in Gefängnissen gelockert

12.05 Uhr: Auch in den schleswig-holsteinischen Gefängnissen werden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des neuen Coronavirus zurückgefahren. Angesichts sinkender Infektionszahlen können die Anstalten schrittweise und unter strengen Vorkehrungen zum Regelbetrieb zurückkehren, kündigte das Justizministerium am Dienstag an. „Wir wissen, dass wir den Inhaftierten, aber auch den Bediensteten in den vergangenen Wochen und Monaten viel zugemutet haben“, erklärte Minister Claus Christian Claussen (CDU). „Insbesondere die Aussetzung des Besuches und der Arbeitsmöglichkeiten waren sehr belastend.“ Doch die Maßnahmen seien erfolgreich gewesen. „Wir hatten keine Covid-19-Erkrankungen unter den Inhaftierten und nur eine bei den Bediensteten.“

Seit Beginn dieser Woche sind Besuche unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder zugelassen. Bei Betreten der Anstalten muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Zahl der Personen ist begrenzt und die Besucher müssen Angaben zu Krankheitssymptomen und Kontakten mit Erkrankten machen.

Aktuelle Zahlen: 11 Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

10.40 Uhr: Die Zahl der nachweislich Corona-Infizierten in Hamburg ist seit Montag um 11 Fälle auf 5180 gestiegen, wie der Senat soeben mitteilte. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag auf ihrer Homepage mit. So viele Neuinfektionen waren zuletzt am vergangenen 20. Mai vermeldet worden.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) werden rund 4800 der seit Beginn der Pandemie positiv auf das Sars-CoV-2-Virus Getesteten inzwischen als genesen betrachtet.

Die Zahl der Toten in Hamburg gab das RKI mit 259 an. Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind in Hamburg bislang 229 Menschen an einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Den Angaben zufolge werden zurzeit 15 Corona-Infizierte aus Hamburg stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt (23 insgesamt), davon 5 Hamburger auf Intensivstationen.

Mit 1,8 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

Keine weiteren Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

8.57 Uhr: In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nicht weiter erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte, blieb die Zahl der positiv Getesteten zum Stand Montagabend damit bei 3136. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug weiterhin 152. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt fünf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Nord-Grüne blicken über Corona-Zeit hinaus

6.50 Uhr: Mitten in der Corona-Krise nehmen die Grünen in Schleswig-Holstein die Zeit nach der Pandemie ins Visier. „Noch sind wir dabei, die Krise zu bewältigen, aber jetzt müssen wir entscheiden, auf welchem Weg wir aus der Krise gehen wollen“, sagte der Landesvorsitzende Steffen Regis. Es gehe darum, ob dies zukunftsgewandt geschehen soll oder mit rückwärtsgewandten Ideen.

Die Grünen hätten sich für den ersten Weg entschieden. Ihre Ideen haben die Grünen in einem Papier gebündelt, das Regis und die Co-Vorsitzende Ann-Kathrin Tranziska am Mittwoch unter dem Motto „Mut zum Wandel“ der Presse vorstellen wollen. In kurzer Zeit hätten die Grünen ein rund 30-seitiges Papier mit politischen Antworten auf die Corona-Krise und auf die Klima-Krise erstellt, sagte Regis. Zugleich gehe es darum, den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Das waren die News am Montag, 22. Juni:

Usedom schickt Urlauber aus Corona-Risikogebiet wieder nach Hause

20.49 Uhr: Auf der Urlaubsinsel Usedom ist ein Ehepaar aus Gütersloh dazu aufgefordert worden, vorzeitig abzureisen, wie das Landratsamt des Kreises Vorpommern-Greifswald am Montagabend mitteilte. Der Grund: Personen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kommen, in denen in den letzten sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist, dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen oder dort bleiben. Im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik der Firma Tönnies gegeben. Bei den Mitarbeitern waren mit Stand Sonntag 1331 Corona-Tests positiv ausgefallen.

„Das für alle Beteiligten unangenehme Unterfangen hat aber gezeigt, dass Vermieter und Hoteliers aufmerksam sind sowie die für solche Fälle vorgesehenen Meldeketten funktionieren“, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Nach seinen Angaben wurden mittlerweile mehrere Personen aus sogenannten Corona-Hotspots gemeldet und zur Rückreise aufgefordert. Die Tourismusbranche an der Ostsee freue sich über den Saisonbeginn. „Allerdings wollen wir auch unbedingt, dass sowohl unsere Bürgerinnen und Bürger gesund bleiben als auch unsere Gäste die Region gesund wieder verlassen“, betonte Froitzheim.

Wegen Corona ausgefallen: So soll die Altonale doch noch stattfinden

20.19 Uhr: Als Ersatz für die coronabedingt ausgefallene 17-tägige Altonale gibt es im September eine viertägige Kurzversion des Kulturfestivals. „Wir arbeiten daran, unter Berücksichtigung aller geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen und in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt ein Veranstaltungskonzept zu entwickeln, mit dem wir Mitte September doch noch etwas Altonale-Feeling aufleben lassen können - achtsam, leiser, kürzer“, teilten die Veranstalter am Montag mit. Die „Altonale kurz & schmerzlos“ sei vom 10. bis 13. September rund um den Platz der Republik geplant.

Unter anderem soll es unter dem Titel „Mehr Meer“ einen musikalischen Abend in der Christianskirche geben. Geplant seien auch Ausstellungen, eine Podiumsdiskussion, ein Open Air-Kino und „Art Bike Touren“ - geführte Radtouren zu Galerien und Ateliers.

Das coronabedingte Verbot aller Veranstaltungen habe die Altonale hart getroffen, erklärte Geschäftsführerin Heike Gronholz. „Aber: Wir leben noch und wollen für unser Publikum und die Kultur Präsenz zeigen.“ Zu verdanken sei dies den Partnern, Sponsoren, Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Altonale-Team. „Den Satz „Das geht nicht“ haben wir bei uns ausgetauscht gegen die Frage „Was geht wieder?“ - und darauf haben wir gemeinsam viele Antworten gefunden.“

Corona in Hamburg: Keine weiteren Neuinfektionen

10.18 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten liegt in Hamburg unverändert bei 5169. Seit Sonntag sei keine Neuinfektion hinzugekommen, teilte der Senat am Montag mit. Rund 4800 der Infizierten gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde am 13. Juni keinen neuen Fall gemeldet.

Mit 1,3 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

Die Zahl der Toten in Hamburg lag laut RKI am Sonntag unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat bislang laut der Senatsmitteilung in 229 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben. 22 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Freitag stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt. Von ihnen lagen 12 auf Intensivstationen.

Schleswig-Holstein: Kitas kehren in Regelbetrieb zurück

9.35 Uhr: Ab heute können in Schleswig-Holstein die Kitas in den vollständigen Regelbetrieb zurückkehren. Alle Kinder dürfen wieder in der regulären Gruppengröße von bis zu 20 Mädchen und Jungen betreut werden. Laut Sozialministerium kann damit die Auslastung von 75 Prozent wieder in Richtung 100 Prozent zunehmen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte es zunächst nur noch Notbetreuungen gegeben; nach und nach durften wieder mehr Kinder aufgenommen werden.

Laut Sozialministerium betreuen im Norden 1800 Einrichtungen 114 000 Kinder. Falls erforderlich, haben die Kitas bis zum vollständigen Regelbetrieb noch eine Übergangszeit bis zum 29. Juni, wenn dies mit den zuständigen örtlichen Behörden abgestimmt ist. Dann gilt mit Beginn der Sommerferien überall im Land der uneingeschränkte Regelbetrieb - weiterhin unter Auflagen zu Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Bremen & Niedersachsen: Weitere Corona-Lockerungen

7.03 Uhr: Gleich mehrere Bundesländern haben ihre Corona-Regeln bezüglich Schulen und Kitas zum Wochenbeginn gelockert. In Berlin und Niedersachsen können ab Montag beispielsweise alle Kinder wieder in eine Kita gehen. Und auch alle Grundschüler in Hessen und Bremen bekommen dann wieder einen Präsenzunterricht. Trotzdem gelten weiterhin Einschränkungen. In Bremen etwa werden die Schüler erstmal nur in vier Unterrichtsstunden an vier Tagen in der Woche unterrichtet.

Trotz Corona: Ausbildung zur Pflegekraft gefragt

6.29 Uhr: Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird in Hamburg trotz - oder gerade wegen - der Corona-Krise stark nachgefragt. So verzeichnet das Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe die höchste Anmeldungszahl seit sieben Jahren. „Die Ausbildung startet im August - und schon jetzt haben wir einem Drittel mehr Bewerberinnen und Bewerbern zugesagt: 172 statt 129“, sagte Leiter Holger Graber. Das Ansehen der Pflegeberufe habe sich in den vergangenen Wochen erheblich verbessert. Auch die Zahlen an Bewerbungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sind während der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau geblieben.

Das waren die Corona-News vom 21. Juni

Niedersachsen erlaubt Treffen größerer Gruppen

22.03 Uhr: Trotz regionaler Corona-Hotspots sieht Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) eine „vergleichsweise ruhige Infektionslage“ in Niedersachsen. Das sei die Grundlage für den fünften Schritt der Lockerungen im Stufenplan, sagte sie. Von Montag an gelten daher wieder einmal neue Regeln zur Eindämmung des Virus.

Die wichtigste Änderung: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist künftig in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich. Bisher war dies auf die Mitglieder von zwei Haushalten beschränkt. Wenn die Gruppen aus Angehörigen oder aus Mitgliedern von höchstens zwei Haushalten bestehen, dürfen sich sogar mehr als zehn Menschen treffen. Auch das Picknicken und Grillen im Freien wird erlaubt.

Außerdem können Kinos und Theater am Montag wieder öffnen. Allerdings müssen die Zuschauer sich an den Mindestabstand halten und, wenn die Vorstellung drinnen stattfindet, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Zahl der Besucher ist auf höchstens 250 beschränkt. Die Veranstalter müssen, wie man es mittlerweile etwa vom Friseur oder aus dem Restaurant kennt, die Kontaktdaten der Gäste erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachverfolgen zu können.

Wie angekündigt kehren auch die Kitas am Montag in den eingeschränkten Betrieb zurück. Für alle Kinder soll es dann wieder ein Betreuungsangebot geben.

Für Hotels entfällt mit der neuen Verordnung die Vorgabe, maximal 80 Prozent der Plätze zu belegen. Der Tourismus kann rechtzeitig zur Sommersaison also weiter an Fahrt aufnehmen. Und auch für den Amateursport gibt es Erleichterungen: Unter Auflagen können Sportler und Vereine wieder Zuschauer empfangen.

Gelten soll die neue Verordnung zunächst bis zum 5. Juli.

Tagestourismus auf Röm: Dänemark verbietet Einreise für Nicht-Schleswig-Holsteiner

18.07 Uhr: Eigentlich war der Tourismus zuletzt wieder in Fahrt gekommen. Doch nun gibt es erneut Corona-Einschränkungen im Norden: Die Regierung in Dänemark hat die Fähr-Fahrten von Sylt nach Röm für Tagestouristen, die nicht aus Schleswig-Holstein kommen, bis auf Weiteres verboten. Dies berichtet der „shz“. Dabei hatte das Nachbarland erst am Montag allen Tagestouristen ohne Auto die Überfahrt mit der Syltfähre nach Röm erlaubt. Jetzt rudern die Dänen zurück.

Tim Kunstmann, Betreiber der Röm-Sylt-Linie, zeigt sich gegenüber dem „shz“ sehr enttäuscht: „Die neue Vorgabe finde ich sehr schade, denn rund 250 bis 350 Menschen wollen pro Tag einen Tagesausflug von Sylt nach Dänemark machen.“

Menschen, egal aus welchem Bundesland, die über Nacht auf Röm bleiben, sind von der neuen Regelung nicht betroffen.

Eine weitere Corona-Neuinfektion am Wochenende in MV

15.52 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist am Wochenende eine weitere Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 792 (Stand Sonntag, 14.59 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

753 der Infizierten gelten – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – als genesen. 117 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 von ihnen auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich nicht am Wochenende. Am Sonntag wurde keine neue Corona-Infektion gemeldet, am Samstag war es eine.

Tausende Corona-Verstöße in Niedersachsen und Bremen

14.16 Uhr: Die Kommunen in Niedersachsen und Bremen haben bereits Tausende Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt und Bußgelder von insgesamt mehreren Hunderttausend Euro verhängt. Das hat eine stichprobenartige Abfrage...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo