"Lommbock": Scharfe Kritik von Drogenbeauftragter

"Lommbock": Scharfe Kritik von Drogenbeauftragter

Mit "Lommbock" ist vor wenigen Tagen die Fortsetzung der Kiffer-Komödie mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz in den deutschen Kinos gestartet. Doch während sich viele Fans freuen, dass die Geschichte von Stefan und Kai 16 Jahre nach Teil eins endlich weiter erzählt wird, übt Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Kritik an dem Streifen. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" monierte die CSU-Politikerin unter anderem, dass "Lommbock" bereits ab 12 Jahren freigegeben sei. In ihren Augen sei das ein "schlechter Witz". Zwar müsse nicht jeder Film lehrreich sein, aber: "Der Spaß hört da auf, wo Drogen gezielt verharmlost werden, nur um Quote zu machen."

Eltern und Lehrer würden sich tagtäglich anstrengen, Jugendlichen zu erklären, dass man auch ohne Alkohol und Cannabis Spaß haben könne, "und unsere Bildschirmhelden machen diese Bemühungen des bloßen Profits wegen mit einem Federstrich zunichte", sagte die 61-Jährige. In diesem Zusammenhang weist Marlene Mortler in dem Interview auf Studien hin, die belegten, dass Jugendliche desto häufiger rauchen, je häufiger sie Personen in Filmen rauchen sehen. Und wenn man seinen Helden im Kino beim "lustigen Kiffen" zuschaue, käme diese Botschaft rüber: "Kiffen ist völlig harmlos."

"Lommbock" mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz in den Hauptrollen läuft seit dem  23. März in den Kinos.

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