London ermahnt Washington zur Einhaltung von Vereinbarungen auf G7-Gipfel

London ermahnt Washington nach Debakel bei G7-Gipfel

Nach dem gescheiterten G7-Gipfel hat die britische Regierung die USA zur Einhaltung der zunächst einstimmig getroffenen Vereinbarungen ermahnt. "Wir hoffen, dass die USA den Verpflichtungen nachkommen, die sie eingegangen sind", sagte ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May am Montag. London wolle die Abschlusserklärung schließlich umsetzen, auf die sich die Teilnehmer des Gipfels in Kanada einvernehmlich geeinigt hätten.

In den Passagen zum Handel bekannten sich alle Mitgliedstaaten einschließlich der USA zum Freihandel und zum Ziel, Zölle und andere Handelsbarrieren zu reduzieren. US-Präsident Donald Trump kündigte die Erklärung allerdings im Nachhinein wieder auf. Er begründete dies damit, dass Kanada weiter Gegenzölle auf die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium plant.

Im britischen Parlament wiederholte May angesichts des Debakels in Kanada die massive Kritik an den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der EU. "Wir haben bereits unsere tiefe Enttäuschung angesichts der ungerechtfertigten Entscheidung geäußert", sagte sie. Die Premierministerin verwies auf die geplanten Gegenzölle der EU, die im Juli in Kraft treten könnten. Darüber müssen demnächst die Mitgliedstaaten entscheiden.