London: US-Regierung wird Vorwürfe gegen Geheimdienst GCHQ nicht wiederholen

Im Bemühen um Beweise für den angeblichen Lauschangriff des früheren US-Präsidenten Barack Obama auf seinen Nachfolger Donald Trump hat das Weiße Haus Vorwürfe gegen den britischen Geheimdienst GCHQ erhoben. Dieser wies die Vorwürfe zurück

Die US-Regierung wird nach Angaben aus London ihren Vorwurf nicht wiederholen, der britische Geheimdienst GCHQ sei in den angeblichen Lauschangriff auf den heutigen US-Präsidenten Donald Trump durch seinen Vorgänger Barack Obama verwickelt. Ein Sprecher von Premierministerin Theresa May sagte am Freitag, die Anschuldigungen seien "vollkommen lächerlich" und das sei der US-Regierung auch so übermittelt worden. "Wir haben die Zusage erhalten, dass diese Anschuldigungen nicht wiederholt werden."

Zuvor hatte Trumps Pressesprecher Sean Spicer erneut für Wirbel gesorgt, indem er einen Bericht des Senders Fox News als Beweis dafür anführte, dass Obama Trumps Telefone vor dessen Wahlsieg anzapfen ließ. In dem Bericht wird dem früheren US-Präsidenten vorgeworfen, er habe zur Überwachung von Trump nicht die US-Dienste und Behörden, sondern GCHQ genutzt, um "keine amerikanischen Fingerabdrücke zu hinterlassen".

Schon kurz darauf bezeichnete ein GCHQ-Sprecher die Vorwürfe als "Unsinn", die schlicht "ignoriert" werden sollten.

Trump hatte Anfang März behauptet, Obama habe die Telefone im Trump Tower anzapfen lassen. Belege für diese Behauptungen lieferte er nicht. Obama ließ die Vorwürfe zurückweisen. Führende Vertreter der Geheimdienstausschüsse des Kongresses sagten ebenfalls, sie hätten bislang keinerlei Belege gesehen. Trump hatte den Kongress aufgefordert, seinem Spähangriff-Vorwurf nachzugehen.

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