Loona gewinnt "Kampf der Realitystars" - Claudia Obert im Finale abgewatscht

·Lesedauer: 5 Min.
Loona (links), Andrej Mangold (Mitte) und Claudia Obert bibberten der Entscheidung entgegen. Wer würde
Loona (links), Andrej Mangold (Mitte) und Claudia Obert bibberten der Entscheidung entgegen. Wer würde

 

"Es ist nicht zu glauben!" Aber wahr: Loona (48) ist "Realitystar 2021". Im Finale von "Kampf der Realitystars" (RTLZWEI) setzte sie sich am Strand von Thailand gegen Andrej Mangold und Claudia Obert durch. Sie kehrt um "ein irrsinniges Abenteuer" und 50.000 Euro reicher nach Hause zurück.

Trielle liegen im Trend. Nicht nur im Bundestagswahlkampf. Aber das Finale am thailändischen Realitystrand war schon entschieden, bevor es losging.

Erstens hatten die befragten RTLZWEI-Zuschauer im Voting-Spektakel "Wand der Wahrheit" Loona (eigentlich: Marie-José van der Kolk) schon zum "symphatischsten" Sala-Bewohner erklärt. Zweitens merkte man den Entscheidern über Finalwohl und Wehe - nämlich jenen sieben leidlich prominenten Insulanern, die das Finale knapp verpassten - die Freude an, als sich Loona als letzte für das Triell um Sieg, Prämie und den hässlichsten "Championsgürtel" der TV-Geschichte qualifizierte. Anders ausgedrückt: Den beiden anderen Finalisten, Ex-"Bachelor" Andrej Mangold und vor allem "Unternehmerin" Claudia Obert, gönnte fast niemand den Sieg.

So bekam Loona dann fünf Stimmen (von Silvia Wollny, Xenia von Sachsen, Kader Loth, Gino Bormann, Jenefer Riili) Andrej Mangold immerhin zwei (Alessia Herren, Cosimo Citiolo). Claudia Obert ("Ich will Ikone, nicht Eintagsfliege sein - ich muss die geilste Sau der Veranstaltung werden") wurde im Finale links liegen gelassen. War vielleicht doch nicht so klug, dass sie die Konkurrenz als "asoziales Kleinbürgertum" bezeichnete.

 

Claudia Oberts Toyboy-Schlagzeile regt alle auf

"La Obert" hat das Reality-Game verinnerlicht, sie weiß, worauf es ankommt. Darauf, Freunde fürs Lebens zu finden, nicht. Schamlos Chancen zu nutzen schon eher. Betonung auf schamlos. Deshalb gewann sie die Aufgabe "Schlagzeile liefern - ins Finale einziehen" souverän: "Sie glauben nicht, was sich Claudia Obert für 100.000 Euro gönnte" war in der Heimat im Boulevard zu lesen. Einen Toyboy, einen Gigolo nämlich, in dessen Taschen, so Claudia in dem Exklusivartikel, auch der Großteil ihrer Reality-Gagen fließe.

Dieser Inhalt stammt von einem Drittanbieter. Um diesen anzuzeigen, müssen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern.
Dazu hier klicken.

Der Sturm im Blätterwald fiel nach der Offenbarung wesentlich seichter aus als der auf der Sala. Die anderen entrüsteten sich. Gino: "Langweilig, das ist doch immer dieselbe Pisse von ihr." Xenia witterte "Schiebung" und wetterte: "Den Bullshit hör ich mir nicht an", Claudia giftete zurück: "Muss ich mir von dem Dienstmädchen was erzählen lassen?"

"Rosenkavalier" Andrej bleib in der ganzen Neiddebatte cool: "Wir hatten eine Aufgabe. Claudia hat geliefert, die anderen nicht. Punkt." Damit sprach er Claudia aus der Seele: "Hoch die Tassen, Geld verprassen, das ist Claudia!", brüllte sie ihr Lebensmotto über den Strand. Und überhaupt: "Ich bin ein Liebling der Götter. Oder sogar selbst eine Göttin."

Zehn von einst insgesamt 25
Zehn von einst insgesamt 25

 

Ex-"Bachelor" Andrej Mangold zieht als Zweiter ins Finale ein

Wenig verwunderlich: Obert, Meisterin der Selbstüberschätzung und bekennender Klaus-Kinski-Fan, ging allen mächtig auf den Zeiger. Nur Cosimo ("Von Claudia kann ich manchmal was lernen.") bewundert sie heimlich, aber der - so Jenefer - lebt ja sowieso in einer eigenen Welt: "Cosimo versteht nicht nur die Spiele nicht, sondern die ganze Welt."

Aber auch als Andrej im ersten Qualifikationsspiel das Finale buchte, machte nur er La Ola. "Ich gönn's dir so überhaupt nicht", maulte Gino und mieselte hinterher: "Der wär längst nicht mehr hier, wenn er nicht dauernd die ganzen Safety-Spiele gewonnen hätte." Ja, sportlich zu sein kann Vorteile haben. Was Gino zum Nachteil geriet: "Ich bin ja auch der Specki unter den Sporty-Spices hier."

Auch der letzte Finalist wurde bei einem Spiel ermittelt. "Jetzt geht's um die Wurst - um eine im Wert von 50.000 Euro", wusste Kader, und auch Xenia taktiktüftelte. Ihr spielte die "White Party", das letzte große Gelage in der Sala (Kader: "Lasst uns genießen, in ein paar Tagen sind wir wieder zu Hause!") in die Karten. Xenias Plan: "Ich kann gut Cocktails mixen. Ich werd' die alle ratzevoll abfüllen, damit sie morgen keine Schnitte kriegen."

Blöd nur, dass es dann gar nicht auf körperliche Leistung ankam: Alle mussten ein Bild von sich irgendwo in der Sala verstecken. Der- oder diejenige, dessen/deren Konterfei am längsten verborgen blieb, zog ins Finale ein.

Claudia Obert stand als erste Kandidatin für das Final-Triell fest: Sie lieferte der Boulevard-Pesse eine saftige Schlagzeile und gewann damit den Finalplatz. (Bild: RTLZWEI)
Claudia Obert stand als erste Kandidatin für das Final-Triell fest: Sie lieferte der Boulevard-Pesse eine saftige Schlagzeile und gewann damit den Finalplatz. (Bild: RTLZWEI)

 

"Unglorreiche Sieben" bestimmen den Sieger

Nachdem die erste Such-Versuche scheiterten, ließen die Sucher ihrem Frust freien Lauf. "Reißt die Sala ab!", schallte es sprechchorartig, und den Worten folgten Taten: Am Ende - und nach knapp dreistündiger verwüstender Sucherei - war die Bambusherberge geschrottet, aber Loonas Briefumschlag blieb verborgen. "Ich hab' so viel Glück gehabt", konnte die Musikerin ihren Finaleinzug kaum fassen.

Und die anderen? "Ich bin abgefuckt", kommentierte Cosimo enttäuscht sein Scheitern kurz vor dem Finale. "Man kann nicht immer gewinnen", sah es Kader, die routinierte "Queen of Reality", gelassener. "Is' okay, is'n Spiel", meinte auch Mama Wollny. Gino freute sich nach kurzem Gram über die Finalaufgabe, denn die "unglorreichen Sieben" durften als Juroren mit je einer Stimme den Formatsieger bestimmen. "Ihr habt die Macht", eröffnete Moderatorin Cathy Hummels denn auch die finale "Stunde der Wahrheit".

Xenia von Sachsen dürfte keine Busenfreundin von Claudia Obert mehr werden. Die beiden gerieten aneinander. (Bild: RTLZWEI)
Xenia von Sachsen dürfte keine Busenfreundin von Claudia Obert mehr werden. Die beiden gerieten aneinander. (Bild: RTLZWEI)

 

Ohrfeige für Claudia Obert: Niemand will sie siegen sehen

"Heute ist Entlassung aus dem Realityknast!", jubelte Claudia Obert vor der Entscheidung. Ihre Vorfreude war größer als ihre Chanceneinschätzung: "Wer mich jetzt noch nicht liebt, der liebt mich nie." Die Frau hat halt Instinkt und wusste gleich, dass der Hase von ihr wegrennt. Keiner wollte sie siegen sehen. Das ahnte auch Andrej. Für ihn war die Tatsache, dass es ihm tatsächlich gelang, sein Image nach dem Totalschaden von "Sommerhaus der Stars" aufzupolieren, er der größte Erfolg: "Ich bin dankbar, dass mir fast alle hier eine zweite Chance gaben", rührseelte er und riet dann, so clever wie großmännisch fair: "Hört auf euer Herz! Ihr werdet das Richtige tun."

Und sie taten es! Unter Tränen wie Gino, der schlosshundartig die "tollen Gespräche" mit Loona beschluchzte, oder voller Überzeugung wie Silvia Wollny ("Loona war immer für alle da") oder Kader ("Loona ist eine tolle starke Frau, ein Vorbild"). Am Ende trug Andrej die fassungslose Siegerin ("Damit habe ich nicht gerechnet!") auf Händen.

Ob es demnächst in anderen Reality-Formaten ein Wiedersehen mit Loona gibt? "Meine Welt ist die Bühne. Das hier war eine Herausforderung und eine einmalige innere Reise", sagte sie. Klingt eher nach Reality-Auszeit. Der neue "Realitystar des Jahres" ist nicht nur lieb und beliebt, sondern offenbar auch intelligent!

Obert über Xenia von Sachsen (rechts):
Obert über Xenia von Sachsen (rechts):

 

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.