"Lovecraft Country"-Star Jonathan Majors in großer Sorge um seine Tochter

Rachel Kasuch
·Lesedauer: 2 Min.

Es geht um Rassismus: "Lovecraft Country"-Star Jonathan Majors sagt, dass er sich um seine Tochter sorgt: "Ich will sie beschützen und die Angst und Wut, die ich fast täglich spüre, von ihr fernhalten."

Es ist ein schockierender Rückblick, aber gleichzeitig auch ein beängstigender Spiegel, der der US-Gesellschaft und dem Zuschauer vorgehalten wird: In der Horrorserie "Lovecraft Country" (seit 13. November auf Sky Atlantic, sowie auf Sky Ticket und über Sky Q auf Abruf verfügbar) wird der Rassismus in den USA zu Zeiten er Jim-Crow-Ära auf erschreckende Art und Weise dargestellt. Kriegsveteran "Atticus", gespielt von Schauspielstar Jonathan Majors (31), macht sich in dem Serien-Hit auf eine gefährliche Reise durch das von Rassentrennung geprägte Land. Dabei wird er unter anderem von seiner Kindheitsfreundin "Letitia" begleitet.

Darstellerin Jurnee Smollett-Bell (34) verriet im Interview mit der Agentur teleschau, was sie während den Dreharbeiten gelernt hat - und welches historische Detail für sie besonders schockierend war: "Als eine Vielzahl von Afroamerikanern damals vom Süden in den Norden - zum Beispiel nach Chigaco, Philadelphia und York - gewandert sind, um ein besseres Leben zu finden, machten sie auch in sogenannten "Sundown Towns" Halt. Ich wusste nicht, dass sich Schwarze in diesen Stadtteilen nach Sonnenuntergang nicht mehr aufhalten durften. Ich wusste auch nicht, dass sie dort von Polizisten einfach erschossen wurden, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten. In diesen Stadtteilen, die eine überwiegend weiße Bevölkerung hatten, hatte jeder Bürger das Recht, einen Schwarzen zu töten, der nach Sonnenuntergang auf der Straße war." Eine unfassbare Situation! Doch bis heute haben Afroamerikaner im Alltag mit Rassismus zu kämpfen.

Nicht zuletzt die "Black Lives Matter"-Bewegung hat erneut deutlich gemacht, dass es weltweit noch immer systematischen Rassismus gibt. "Lovecraft Country"-Star Jonathan Majors gab deshalb gegenüber teleschau ganz offen zu, dass er sich um seine siebenjährige Tochter sorgt: "Eine meiner größten Ängste ist, dass meine Tochter mit denselben Problemen zu kämpfen hat, mit denen ich damals schon als junger Mann konfrontiert war. Sie ist immer noch ein kleines Kind, weshalb ich umso mehr das Gefühl von Angst verspüre. Ich will sie beschützen und die Angst und Wut, die ich fast täglich spüre, von ihr fernhalten."