Lufthansa bestellt Flugzeuge für zwölf Milliarden Dollar

A380 der Lufthansa

Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa bestellt für zwölf Milliarden Dollar (10,6 Milliarden Euro) neue Flugzeuge. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurden 20 Langstreckenflieger des Typs Boeing 787-9 sowie 20 weitere Airbus A350-900 geordert. Die Maschinen mit zwei Turbinen sollen ältere viermotorige Flugzeuge ersetzen. Die neuen Langstreckenflieger werden von Ende 2022 bis 2027 ausgeliefert.

Im Gegenzug will Lufthansa sechs seiner 14 A380 an Airbus zurück verkaufen. Die Maschinen sollen 2022 und 2023 aus der Flotte ausscheiden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Airbus hatte Mitte Februar das Aus für seinen Riesenflieger verkündet. Der viermotorige A380 gilt als zu teuer im Betrieb.

"Für unsere Investitionsentscheidung war neben der Wirtschaftlichkeit der A350 und der B787 auch der deutlich geringere CO2-Ausstoß dieser neuen Generation von Langstreckenflugzeugen ausschlaggebend", erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Im Schnitt werden die neuen Flugzeuge nur noch rund 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das seien rund 25 Prozent weniger als bei ihren Vorgängermodellen, was sich gleichermaßen positiv auf die CO2-Bilanz auswirken werde. Zudem sinken die Betriebskosten um ein Fünftel.

Die Entscheidung, bei welcher Airline und an welchem Flughafen die bestellten Flugzeuge zum Einsatz kommen, wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt. Neben der Kranich-Linie besitzt der Konzern noch Swiss und Austrian sowie die Billig-Tochter Eurowings. Die Lufthansa-Gruppe betrieb Stand Dezember 2018 eine Langstreckenflotte mit 199 Maschinen. Darunter sind bereits zwölf Airbus A350-900.

Bis zur "Mitte des nächsten Jahrzehnts" will Lufthansa die gesamte Langstreckenflotte modernisieren. Allein die dadurch möglichen Treibstoffeinsparungen summieren sich nach Unternehmensangaben auf 500.000 Tonnen Kerosin oder 1,5 Millionen Tonnen CO2 im Jahr.