Lufthansa nicht an maroder Alitalia interessiert

Lufthansa ist mit dem ersten Quartal zufrieden

Lufthansa ist nicht an der italienischen Krisen-Airline Alitalia interessiert. "Wir stehen sicher nicht zur Verfügung, Alitalia zu kaufen", sagte Finanzchef Ulrik Svensson am Donnerstag vor Analysten. Die marode Alitalia soll an den Meistbietenden verkauft werden. Die Belegschaft hatte einen Sanierungsplan, der auch Gehaltseinbußen und Stellenstreichungen vorsah, mehrheitlich abgelehnt.

Lufthansa startete mit dem "besten Ergebnis seit 2008" ins neue Jahr, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Im ersten Quartal machte das Unternehmen einen Gewinn vor Steuern und Zinsen in Höhe von 25 Millionen Euro - im Vorjahresquartal hatte ein Minus von 53 Millionen Euro die Bilanz getrübt.

"In dem für alle Airlines traditionell schwierigen ersten Quartal haben wir zum ersten Mal seit 2008 ein positives Ergebnis erreicht", erklärte Svensson. Unter dem Strich machte die Lufthansa in den ersten drei Monaten dieses Jahres allerdings einen Verlust von 68 Millionen Euro.

Svensson erklärte, die Lufthansa verzeichne eine "gute Entwicklung" bei ihrer Frachttochter Cargo und ein "starkes Wachstum" bei Lufthansa Technik. Bei ihren Fluggesellschaften Lufthansa, Eurowings, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines gebe es "eine erfreuliche Entwicklung des Preisumfelds" und deutlich gestiegene Erlöse. Allerdings müssten die Kosten weiter reduziert werden.

Im vergangenen Jahr machte die Lufthansa einen Gewinn von 1,78 Milliarden Euro. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte dafür vor allem erfolgreiche Kostensenkungen verantwortlich gemacht.

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