Lufthansa plant Luftbrücke zur Warenversorgung Deutschlands

Lufthansa-Maschinen auf dem Frankfurter Flughafen am 16. März

Die Lufthansa arbeitet an Plänen für eine Luftbrücke zur Warenversorgung für ganz Deutschland in Zeiten der Corona-Krise. Konzernchef Carsten Spohr sagte der "Bild"-Zeitung am Dienstag: "Lufthansa wird alles dafür tun, um auch die Lieferketten für die Versorgung der deutschen Bevölkerung aus der Luft aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Luftbrücke für ganz Deutschland."

Die 747-Flotte und die Frachttochter LH Cargo spielen demnach bereits Szenarien durch, "wie und wo unsere Jumbos für Frachtflüge eingesetzt werden können." Die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA hatte am Montag gewarnt, die drastischen Reisebeschränkungen weltweit und in Folge die massive Streichung von Passagierflügen habe auch Auswirkungen auf die Kapazität der Frachtflüge.

Seit Ende Januar seien 185.000 Flüge weltweit wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden, erklärte die IATA in Genf. Damit sei auch ein Großteil der Frachtkapazität "verschwunden". IATA-Chef Alexandre de Juniac rief die Regierungen weltweit auf, Frachtflugzeuge von Flugbeschränkungen auszunehmen und das notwendige Personal nicht in Quarantäne zu stecken.