Lufthansa verbucht erstmals seit Corona-Krise wieder operativen Quartalsgewinn

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Lufthansa-Maschine beim Start in München (AFP/Christof STACHE)

Dank einer stark gestiegenen Nachfrage nach Flügen ist die Lufthansa im Sommer erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im Dreimonatszeitraum von Juli bis September verzeichneten die Airlines der Gruppe 19,6 Millionen Fluggäste, wie der Konzern am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Das entspricht 46 Prozent des Vorkrisenniveaus des dritten Quartals 2019.

Das operative Ergebnis stieg damit nach Unternehmensangaben auf 17 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern hier ein herbes Minus von fast 1,3 Milliarden Euro verbucht. Der Umsatz der Gruppe im dritten Quartal verdoppelte sich im Vorjahresvergleich nahezu und legte um 96 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zu.

In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte die Lufthansa, die angesichts des in der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochenen Luftverkehrs mit staatlichen Milliardenhilfen gestützt werden musste, ein Konzernergebnis von minus 1,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es minus 5,6 Milliarden Euro gewesen.

Wie der Konzern am Mittwoch nun mitteilte, führte in den Sommermonaten "die Sehnsucht der Menschen zu reisen und der Abbau von Pandemie-bedingten Reiserestriktionen" zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen. Auch der Geschäftsreiseverkehr erholte sich im Verlauf des Quartals demnach "deutlich". Im Frachtgeschäft habe es ein erneutes "Rekordergebnis" gegeben.

Konzernchef Carsten Spohr erklärte, nun gehe es darum, "den Weg der erfolgreichen Veränderungen weiterzugehen". Der Konzern will vor allem seine Kosten senken. Umgesetzt wurden nach Unternehmensangaben bereits Maßnahmen, die Kosten in Höhe von jährlich rund 2,5 Milliarden Euro einsparen - dies entspreche "mehr als 70 Prozent der bis 2024 geplanten jährlichen Einsparungen von 3,5 Milliarden Euro".

Die Maßnahmen umfassen unter anderem "Prozessverbesserungen bei den Passagierairlines" und "eine engere Zusammenarbeit zwischen Lufthansa German Airlines und Lufthansa Technik", erklärte der Konzern.

Außerdem will die Lufthansa weiter Stellen abbauen: "Insbesondere durch Freiwilligenprogramme, Fluktuation und Sozialpläne haben in Deutschland allein im Jahr 2021 bislang 4000 Mitarbeitende das Unternehmen verlassen", erklärte die Lufthansa. Mit 3000 weiteren seien darüber hinaus bereits diesbezüglich Vereinbarungen getroffen worden. Aktuell bestehe damit in Deutschland noch ein Überhang "von rechnerisch bis zu 3000 Mitarbeitenden".

Insgesamt waren Ende September rund 107.000 Menschen beim Konzern beschäftigt, zu dem auch die Fluggesellschaften Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines gehören. Ziel ist nach Unternehmensangaben "die langfristige Beschäftigung" von "mehr als 100.000" Menschen.

jm/hcy

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