Luftverschmutzung senken: E-Busse sollen auch Rechtsrheinisch eingesetzt werden

Voraussetzung ist der Aufbau von Ladestationen

Die Bezirksvertreter des Stadtbezirks wollen in Sachen Luftreinhaltung endlich einen Schritt voran kommen.

Um den ständigen Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden am Clevischen Ring entgegen zu wirken – hier werden im Jahresmittel 63 Mikrogramm statt der erlaubten 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen – forderten sie die Stadt und KVB einstimmig auf zu prüfen, welche Buslinien im Rechtsrheinischen wie schnell von Diesel auf E-Mobilität umgestellt werden können.

Seit Dezember 2016 werden auf der Linie 133 im linksrheinischen Köln bis zu acht Elektrobusse eingesetzt. Sie verkehren zwischen dem Breslauer Platz am Hauptbahnhof und dem Zollstocker Friedhof. Die KVB plant, bis 2021 zusätzlich 45 bis 50 Fahrzeuge zu beschaffen. Sie sollen auf sechs weiteren Linien eingesetzt werden. Die Mülheimer Bezirksvertreter möchten nun auch Fahrzeuge aus dieser Flotte einsetzten lassen.

„Ein Problem scheinen die Ladestationen zu sein: Wo werden die aufgestellt?“

„Jede, aber auch jede Maßnahme, die den Schadstoffausstoß senkt, ist wichtig und richtig für die betroffenen Anwohner konkret und für die Umwelt generell“, begründete Max Derichsweiler (Grüne) den Antrag. Schließlich habe die Stadt wegen der Grenzwertüberschreitungen bereits einen „blauen Brief“ der EU-Kommission erhalten. Auch eine Klage der Deutschen Umwelthilfe hänge bereits wie ein Damoklesschwert über Köln. Derichsweiler wie auch SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Lünenbach fordern nun, besonders die Linien 151, 152 und 153 zu berücksichtigen.

Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs merkte an, dass er bereits mit Verantwortlichen in Kontakt getreten sei: „Ein Problem scheinen die Ladestationen zu sein: Wo werden die aufgestellt?“ Besonders auf den Linien 151 und 152, von Porz bis zur Stadtgrenze nach Leverkusen, könnte das schwierig umzusetzen sein. Er informierte, dass die KVB zu einem Fachgespräch zu diesem Thema bereit sei.

Verschiedene Linien werden zur Zeit geprüft

KVB-Pressesprecher Stephan Anemüller bestätigt, dass E-Busse bald auch in Mülheim fahren: „Auch im Rechtsrheinischen wird es E-Buslinien geben. Der Clevische Ring wird dabei sein, da es sich um die am meisten belastete Strecke in Köln handelt.“ Auf welchen Linien die 12 und 18 Meter langen batterieangetriebenen Busse dann eingesetzt werden, kann er derzeit noch nicht sagen. Verschiedene Linien befänden sich in einer Eignungsprüfung. Hierbei spielen unter anderem die Länge des Linienweges und die Möglichkeit, die benötigte Ladeinfrastruktur an den Endhaltestellen aufzubauen, eine Rolle.

Fuchs denkt allerdings auch über Ladestationen auf halber Strecke, etwa in Ostheim, nach: „Ich habe beobachtet, dass ein E-Bus an Ladestationen wie in der Goldgasse nur wenige Minuten zum Laden braucht. Die KVB sollte sich überlegen zwischen den Endhaltestellen weitere Ladestationen einzurichten.“ Da sollte eine lange Streckenführung kein Hindernis sein....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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