"Es wird ein Mädel" - So tickt Bayern-Kapitän Lahm privat

Patrick Strasser

Philipp Lahm und seine Frau Claudia werden Eltern einer Tochter. Hier stellt die AZ den scheidenden Kapitän des FC Bayern abseits des Platzes vor.

München - Telefonieren am Spieltag? Nur im Notfall. Aber schreiben. Kurz und knapp. "Alles Gute!", tippt Daniela Lahm. Ihr Philipp antwortet: "Merci!" Ein Mutter-Sohn-Ritual. Immer mit gleichem Wortlaut. Am Samstag zum letzten Mal.

Time to say "Servus!" Der gebürtige Münchner geht in Fußball-Pension. Dabei wollte er eigentlich Bäcker werden. "Weil man da nachmittags schon wieder Feierabend hat", verriet Lahms Mutter Daniela einmal. "Philipp hat nie gesagt, dass er Profifußballer werden will."

Und doch musste die Mama ins Tor, wenn der Sohnemann im Korridor hin zum Innenhof des Mehrfamilienhauses im Münchner Stadtteil Gern stundenlang kickte.

Unkompliziert sei er als Kind gewesen. Schon früh hasste der kleine Philipp eins: Verlieren. Laut seiner Mutter "flogen selbst beim Mensch-ärgere-dich-nicht regelmäßig die Figuren durch die Luft".

Großeltern wohnen eine Etage tiefer

Sie meldete ihren Sohn bei der Freien Turnerschaft Gern an, da ist er gerade einmal fünf Jahre alt. Dort hat Mama Lahm schon immer mitgeholfen, ist seit knapp 20 Jahren Jugendleiterin. Früher arbeitete sie halbtags noch in einem Zeitschriftenladen. Von Vater Roland, einem Fernmeldetechniker, hat Philipp das Talent – auch wenn es für den Papa bei der FT Gern nur zum Bezirksligaspieler reichte. Die Großeltern wohnten ein Stockwerk tiefer.

Als Lahm junior noch zu jung war, um Abendspiele im Fernsehen ganz anzuschauen, bat er seinen Opa, die zweite Halbzeit mit dem Videorekorder aufzunehmen.
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