Mögliche Ampel-Koalition: Martin Schulz flirtet mit FDP und Grünen vor Bundestagswahl

Die SPD möchte die stärkste Partei Deutschlands werden, FDP und Grüne sollen helfen.

Wenn jemand plötzlich anfängt, viel und ausgesprochen positiv über einen früheren, langjährigen Partner zu sprechen, horcht sein Umfeld auf. „Bahnt sich da womöglich wieder etwas an?“, fragen dann viele. Das ist im Privatleben so. Und auch in der Politik.

In der SPD erinnern sie sich gerade gern an die Zeit der sozialliberalen Koalition. Erstmals in der Nachkriegsgeschichte wurde mit Willy Brandt 1969 ein Sozialdemokrat Kanzler – dank des Bündnisses mit der FDP. Mit ihr hatte Brandt übrigens schon von 1963 bis 1966 als Regierender Bürgermeister von Berlin in Koalition regiert, obwohl die SPD dort die absolute Mehrheit der Mandate hatte. Im Bund hielt die Koalition – erst unter Brandt, danach unter Helmut Schmidt – 13 Jahre. Dann schlug sich die FDP auf die Seite der Union.

„Sozialliberale Koalition hat Deutschland moderner und demokratischer gemacht“

„Die sozialliberale Koalition auf Bundesebene hat Deutschland ganz sicher moderner und demokratischer gemacht“, hat jetzt der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Am Ende habe die FDP zwar Helmut Schmidt gestürzt, aber das alles sei Vergangenheit. Zur aktuellen Ausrichtung der FDP unter Parteichef Christian Lindner äußerte Schulz sich wohlwollend. Lindner habe erklärt, die FDP wolle keinen Steuerwahlkampf führen – das sei „bemerkenswert“. Schulz kündigte an, er wolle den FDP-Chef „bestimmt auch mal treffen“.

Derweil sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann der „Rheinischen Post“: „Herr Lindner bemüht sich, nicht länger am Rockzipfel von Frau Merkel zu hängen und Brücken zu anderen Parteien aufzubauen.“ Bei...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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