Möglicherweise Pferde-Lasagne in Baden-Württemberg

Ministerium lässt verdächtige Lieferungen testen

Nach Nordrhein-Westfalen ist möglicherweise auch in Baden-Württemberg Lasagne mit Pferdefleisch in den Handel gelangt. Lieferungen aus französischen Firmen, die in den Skandal um das falsch deklarierte Fleisch verwickelt sind, seien über Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg gelangt, teilte in Stuttgart das Landesverbraucherministerium mit. "Die verdächtige Ware wurde aus dem Verkehr gezogen", erklärte eine Ministeriumssprecherin.

Derzeit liefen Untersuchungen, um abzuklären, ob die Lasagne tatsächlich falsch deklariertes Pferdefleisch enthalte. Die Ergebnisse dieser Tests sollen "bis spätestens Anfang der kommenden Woche" vorliegen, erklärte die Sprecherin weiter.

Am Mittwoch hatte das Bundesverbraucherschutzministerium den Verdacht bestätigt, dass falsch gekennzeichnete Lebensmittel auch nach Deutschland geliefert worden seien. Die Produkte waren demnach von einem Händler an ein Kühlhaus in Nordrhein-Westfalen geliefert worden. Es könnten aber auch weitere Waren, Unternehmen oder Bundesländer betroffen sein, hatte das Ministerium gewarnt. Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium hatte zudem erklärt, die verdächtigen Produkte seien nach ganz Deutschland geliefert worden, nicht nur nach NRW.

Der aktuelle Skandal war durch den Fund von Pferdefleisch in Fertiggerichten in Großbritannien ins Rollen gekommen. Die britischen Ermittler fanden schließlich heraus, dass auch zwei französische Unternehmen Fertiggerichte hergestellt hatten, bei denen Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert wurde. Auch in anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland, wurden deshalb Produkte vorsorglich aus den Regalen genommen.

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