Maas telefoniert wegen Megastaus an der Grenze mit polnischem Kollegen

Megastaus an deutsch-polnischer Grenze

Angesichts von Riesenstaus an der Grenze zwischen Deutschland und Polen hat Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag mit seinem polnischen Kollegen Jacek Czaputowicz telefoniert. Beide bemühten sich "um Entspannung bei Transitmöglichkeiten für heimreisende Bürgerinnen und Bürger", twitterte das Auswärtige Amt. Nach Angaben der sächsischen Polizei bildete sich auf der Bundesautobahn 4 zwischen Dresden und Görlitz wegen polnischer Grenzkontrollen seit Montag ein mehr als 40 Kilometer langer Stau.

Inzwischen befinde sich das Stauende nahe der Anschlussstelle Bautzen-West, informierte die Polizei am Nachmittag. Demnach wurden nach und nach alle Auffahrten auf die BAB 4 ab Bautzen-West bis Görlitz gesperrt. Damit solle der Stau auf den angrenzenden Strecken vermieden werden.

In der Gegenrichtung wurde den Angaben zufolge zudem die Geschwindigkeit auf 100 Stundenkilometer herabgesetzt. Die Polizei begründete dies mit der Notwendigkeit, dass Rettungskräfte über die linke Fahrspur zu hilfsbedürftigen Menschen im Stau gelangen könnten. Autofahrern, die nicht über die Grenze nach Polen reisen dürfen oder wollen, riet die Polizei, die Autobahn zu meiden.

Polen hatte wegen der Coronakrise am Sonntag die Grenze für Ausländer geschlossen. Polen und in Polen lebende Ausländer, die in das Land zurückkehren, sollen zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Auch alle internationalen Zug- und Flugverbindungen wurden eingestellt.