Machtpoker in Berlin - Gespräche zwischen FDP und Grünen

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Deutschland hat gewählt, die SPD ist stärkste Kraft und sucht Regierungspartner. Doch auch die unterlegenen Christdemokraten könnten dank einer Koalition mit den Grünen und der FDP die Regierung bilden. Fraglich ist allerdings, welche Folgen das haben könnte.

Dazu Dr. Julia Schwanholz, Politikwissenschaftlerin an der Universität Duisburg-Essen:

"Natürlich wird es zu Enttäuschungen kommen. Denn wir sehen gerade bei den älteren Wählerinnen und Wählern, die ja auch wahlentscheidend waren, eine starke Wählerwanderung, weg von der Union und hin zur SPD.

Wir sehen bei den jungen Wählerinnen und Wählern insbesondere Zuspruch für die Liberalen und für die Grünen. Das heißst, die jungen Wählerinnen und Wähler und auch die Erstwähler haben ganz klar einen politischen Wechsel gewählt".

Olaf Scholz will so schnell wie möglich eine Ampelregierung bilden. Annalena Baerbock, Kandidatin der Grünen und Christian Lindner, Kandidat der Liberalen sind zu Königsmachern geworden:

"Ich glaube, beide wollen unbedingt regieren und gestalten. Sie sind jetzt ganz nah dran. Insbesondere Christian Lindner würde man es sehr übel nehmen, wenn er Verhandlungen jetzt wieder platzen lassen würde. Insofern stehen beide Parteien unter einem gewissen Druck.

Aber ja, es stimmt auch, dass die inhaltlichen Überschneidungen nicht zu groß sind und insofern müssen die Parteien sich jetzt aufeinander zu bewegen".

Nach der Bundestagswahl wollen nun zunächst Grüne und FDP darüber beraten, mit wem Gespräche über eine Regierungsbildung sinnvoll sind.

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