Macron hebt nach Treffen mit Merkel große Übereinstimmung hervor

Emmanuel Macron nach einem Treffen mit Kanzlerin Merkel

Der aussichtsreiche französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron will im Falle seiner Wahl die Partnerschaft mit Deutschland stärken. Nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag in Berlin sprach Macron von "großer Übereinstimmung". Merkel habe sich "sehr offen für eine noch stärkere deutsch-französische Zusammenarbeit" gezeigt.

Mit Merkel sei er sich einig, gegen die politischen Extreme in Europa zu kämpfen und ein starkes europapolitisches Engagement aufrecht zu erhalten, sagte Macron nach dem Treffen im Bundeskanzleramt. Merkel äußerte sich nach dem Gespräch nicht öffentlich.

Das Gespräch dauerte ungefähr eine Stunde. Dabei sei es auch um seine Reformpläne für den französischen Arbeitsmarkt und den Bildungssektor gegangen, sagte Macron.

Auch eine Verstärkung der europäischen Verteidigungszusammenarbeit, Anreize für mehr Investitionen in der Eurozone und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Digitalisierung und Umweltpolitik seien zur Sprache gekommen, sagte der frühere Wirtschaftsminister, der sich nun als unabhängiger Kandidat um die Präsidentschaft bewirbt.

Macron betonte, er sei nicht nach Berlin gereist, um sich einen "Ritterschlag" der Kanzlerin abzuholen. "Im Wahlkampf gibt es nur einen Ritterschlag - den der Wähler", sagte er.

Der 39-Jährige, der im vergangenen August als Wirtschaftsminister zurückgetreten war, gilt derzeit als Favorit für die Wahl zum neuen französischen Staatschef. In der ersten Runde am 23. April wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und der Rechtspopulistin Marine Le Pen vorausgesagt. In der zweiten Runde am 7. Mai dürfte sich Macron aber deutlich gegen die Vorsitzende der Front National durchsetzen.

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