Macrons Partei La République en Marche nennt sich künftig Renaissance

Neuer Name für die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macrons Partei: Aus La République en Marche wird Renaissance. Passend dazu ist eine Erneuerung geplant.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Bild: REUTERS/Benoit Tessier/Pool)
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Bild: REUTERS/Benoit Tessier/Pool)

Die Partei des wiedergewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron ändert ihren Namen: La République en Marche (LREM, Die Republik in Bewegung) heiße künftig Renaissance (Wiedergeburt), sagte der Parteivorsitzende Stanislas Guerini am Donnerstag in Paris. Die vor sechs Jahren von Macron gegründete "politische Bewegung" solle auf diese Weise erneuert und zu einer "Volkspartei" ausgebaut werden, sagte Guerini weiter. Ihr Ziel sei es, allen Bürgern und Abgeordneten offenzustehen.

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Guerini verkündete den neuen Namen bei einer Pressekonferenz, an der Macrons Ex-Premierminister Édouard Philippe für seine konservative Partei Horizons, Parlamentspräsident Richard Ferrand (LREM), und Ex-Minister François Bayrou von der Zentrumspartei MoDem teilnahmen. Sie hatten zuvor angekündigt, für die Parlamentswahl im Juni als Bündnis unter dem Titel "Ensemble" (Gemeinsam) anzutreten.

Macron benötigt für seine Reformpläne Mehrheit im Parlament

Die Präsidentschaftswahl hatte einmal mehr Frankreichs politische Spaltung offenbart. Um seine umstrittenen Reformpläne umsetzen zu können, benötigt Macron jedoch die Mehrheit im Parlament. Weil sie das verhindern wollen, schmieden Frankreichs Linksparteien derzeit ein Bündnis für die Wahl im Juni. Ziel ist es, über eine Mehrheit in der Nationalversammlung den Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon ins Amt des Ministerpräsidenten zu heben.

LREM-Chef Stanislas Guerini (r.) bei einem Treffen in der Parteizentrale. (AFP/STEPHANE DE SAKUTIN)
LREM-Chef Stanislas Guerini (r.) bei einem Treffen in der Parteizentrale. (AFP/STEPHANE DE SAKUTIN)

Sollte der Plan gelingen, wäre zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ein Präsident wieder zu einer "Cohabitation" mit einem oppositionellen Regierungschef gezwungen. Am Donnerstagabend muss der Nationalrat der Sozialisten und damit ihr internes Parlament allerdings einer entsprechende Vereinbarung mit Mélenchons Partei La France Insoumise (LFI) noch zustimmen.

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ans/bfi

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