Maduro: Mit Trump im Amt will Venezuela seine Migranten zurück

Venezuela wartet auf Migranten, nachdem die USA unter Trump die Einreise erstmal gestrichen hatte, hat Präsident Nicolás Maduro am Dienstag verkündet.

Er äußerte sich diesbezüglich, nachdem Washington und die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde am Montag angekündigt hatten, dass die App CBP One nicht mehr für die Einreise von Migranten genutzt werden würde.

In einer Fernsehansprache sagte Maduro, die zurückkehrenden Migranten würden "vieles zurückerhalten: Respekt als menschliche Wesen. Aber auch ihr Recht, zu kommen und mit ihren Familien und Freunden zu feiern".

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"Ich sage immer, meine lieben Migrantenbrüder und -schwestern, Venezuela wartet auf euch", sagte Maduro.

"Alle werden zurückkehren, damit wir in diesem Land glücklich sein können - arbeiten, produzieren und einander umarmen. Und ihr werdet auch das heiligste Recht zurückbekommen: das Recht, zu feiern."

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Die CBP-One-App ermöglichte seit ihrer Einführung im Januar 2023 fast einer Million Menschen die Einreise in die USA. Tausenden Antragstellern wurde jedoch mitgeteilt, dass ihre Termine im Februar, unmittelbar nach der Amtseinführung von Präsident Donald Trump, abgesagt wurden.

Aktualisierte Meldung der CBP One App, die auf die Stornierung bestehender Termine für Migranten hinweist, die in die Vereinigten Staaten einreisen wollten.
Aktualisierte Meldung der CBP One App, die auf die Stornierung bestehender Termine für Migranten hinweist, die in die Vereinigten Staaten einreisen wollten. - Andres Leighton/Copyright 2025 The AP. All rights reserved.

Die venezolanische Regierung hat 2018 einen Plan für die Rückkehr von Migranten nach Venezuela ins Leben gerufen, den "Plan zur Rückkehr in die Heimat".

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Seitdem hat Maduros Regierung regelmäßig Migranten aus anderen südamerikanischen Ländern und sogar aus den USA gechartert, als die direkten Abschiebeflüge im Jahr 2023 nach jahrelangem Stillstand wieder aufgenommen wurden.

Unter Maduro verließen Millionen Venezolaner das Land

Maduro war Anfang des Jahres für eine dritte Amtszeit als venezolanischer Präsident vereidigt worden - doch die Opposition des Landes und die Europäische Union verurteilten seine Amtseinführung als unrechtmäßig und warfen ihm Wahlbetrug vor.

Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado begrüßt Unterstützer bei einer Demonstration gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas, Venezuela.
Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado begrüßt Unterstützer bei einer Demonstration gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas, Venezuela. - Ariana Cubillos/Copyright 2025 The AP. All rights reserved

Auch die USA verurteilten die "Scheinwahl" und verhängten neue Sanktionen gegen Caracas. Die Belohnung für Informationen, die dazu führen, dass der venezolanische Staatschef vor Gericht gestellt wird, wurde auf 25 Millionen Dollar (23,9 Mio. Euro) erhöht.

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Während Maduros jahrzehntelanger Herrschaft verließen Millionen Venezolaner nach politischen Unruhen und wirtschaftlichem Niedergang das Land. Auch der akute Mangel an lebenswichtigen Ressourcen wie Lebensmitteln, Medikamenten und Strom veranlasste einige zum Verlassen des Landes.