Magenband-Op - Selbst bezahlte Notoperation in der Türkei rettet Mutter vor frühem Tod

Eine Frau wird operiert (Symbolbild).<span class="copyright">Getty Images</span>
Eine Frau wird operiert (Symbolbild).Getty Images

Eine zweifache Mutter aus Irland wurde von ihren Ärzten gewarnt, dass sie sich ins Grab isst. In der Türkei zahlt sie selbst für eine OP, die ihr Leben verändert.

Keely Tobin, 37, aus Irland wog an ihrem schwersten Tag mehr als 130 Kilogramm und erhielt von ihrem Arzt eine ernste Warnung über ihr Gewicht. Laut einem Bericht des „Mirror“ sagte der Arzt, dass ein früher Tod „keine Frage des 'ob', sondern des 'wann'“ sei.

Mutter entscheidet sich für selbstbezahlte OP

Keely, eine zweifache Mutter, entschied sich nach dieser Warnung, eine Magenband-Operation in der Türkei durchführen zu lassen, da die Wartezeit in Irland bis zu sieben Jahre betragen hätte. Sie bezahlte die OP aus eigener Tasche.

Im Januar 2021 reiste Keely nach Kusadasi, Türkei, um den Eingriff vornehmen zu lassen. Unterstützt von der britischen Agentur „Get Slim in Turkey“, traf sie dort auf eine Gruppe von Frauen, die ähnliche Operationen planten.

Keely beschreibt ihre Transformation nach der Operation als „phänomenal“. Laut „Mirror“ verlor sie bisher fast 65 Kilo und hat nun die Energie, alltägliche Aktivitäten auszuführen, die sie früher nicht bewältigen konnte. Sie sagte: „Ich fühle mich jetzt so unglaublich, wirklich unglaublich.“

Magenband-OP: Kosten und Voraussetzungen

Eine Magenband-Operation kann für stark übergewichtige Menschen eine Option sein, um dauerhaft Gewicht zu verlieren. Die Kosten für solch einen Eingriff variieren zwischen 6000 und 8000 Euro. Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt von individuellen Voraussetzungen ab. Ein Arzt muss die medizinische Notwendigkeit bestätigen. Anschließend kann in einem Adipositas-Zentrum die Antragstellung unterstützt werden.

Ohne medizinische Indikation gilt die Magenband-Operation als Schönheitsoperation und wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Nach der minimal-invasiven Operation bleiben Patienten zur Beobachtung einige Tage im Krankenhaus.