Mai-Demonstrationen: Berlin droht dieses Jahr wieder ein gewalttätiger 1. Mai

Linke Demonstranten wollen ihren Aufmarsch nicht ankündigen – und womöglich durch das „Myfest“ in Kreuzberg laufen.

Drei Wochen vor dem 1. Mai bahnt sich erneut ein Konflikt zwischen den Veranstaltern der üblichen linksextremen Demonstration, dem beliebten Straßenfest "Myfest" und der Polizei an. Die Veranstalter wollen die große und zum Teil gewalttätige Demonstration weder anmelden noch die Strecke mit der Polizei abstimmen. Stattdessen kündigten sie am Montag an, möglicherweise mit vielen Tausend Teilnehmern durch Kreuzberg und über das überfüllte "Myfest" laufen zu wollen. Die Demonstration soll wie üblich am Maifeiertag um 18 Uhr beginnen. Starten wollen die Veranstalter am Oranienplatz in Kreuzberg, das Ziel ist Neukölln.

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Friedlich: Das „Myfest“ ist seit 2003 die friedliche Alternative zu den zum Teil gewalttätigen Demonstrationen dpa Picture-Alliance / Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Die Polizei hatte seit vielen Jahren eine Strecke durch das Zentrum Kreuzbergs und das "Myfest" abgelehnt und auf die Sicherheit der feiernden Menschen verwiesen. Das "Myfest" und die dadurch für Demonstrationen gesperrte Oranienstraße war eine der Maßnahmen, mit denen Senat, Bezirk und Polizei die früher heftigen Krawalle und Straßenschlachten von Linksautonomen weitgehend eingedämmt hatten.

Veranstalter rechnen dieses Jahr mit viel Zulauf

Ein Sprecher der "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" sagte: "Es ist eine Option, dass es durchs Fest geht." Aus politischen Gründen werde man die Demonstration aber nicht mehr anmelden. Mehr Informationen zur geplanten Strecke gebe es erst in der letzten Woche vor dem 1. Mai. "Wir lassen uns nicht spalten, wir treten für eine solidarische Welt ein. Dafür gilt es, die Verhältnisse zu beseitigen, die Rassismus und Faschismus hervorb...

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