Mamas & Papas: "Don't feed the Trolls" - So überlebt man Elternabende

Elternabende gehören nicht zum Lieblingsprogramm der meisten Eltern. Hajo Schumacher gibt Tipps, wie man sie schadlos übersteht.

Wir sind eine pflichtbewusste Familie. Deswegen gehen wir zum Elternabend, meistens jedenfalls. Ob es mit Psychosomatik zu tun hat, dass ich Stunden vorher grauslige Migräneschübe bekomme? Die Chefin wiederum hat ausgerechnet immer am Elternabend eine alternativlose Deadline.

Hans findet Elternabende blöd, weil da seine sorgsam aufgebauten Legenden vom Musterschüler zum Einsturz gebracht werden. Elternabende sind wie Prostatavorsorge – kein reines Vergnügen, aber dann und wann doch mal angezeigt. Ich schlage vor zu losen. In Schnick, Schnack, Schnuck gewinne ich häufig, weil Mona immer Schere nimmt. Klassische Alt-Feministin. Doch diesmal winkt sie ab; sie sei die letzten drei Mal gewesen.

Kein Entkommen. Ich verfluche unsere gedankenlose Zeugungsstrategie: Warum um Himmels willen haben wir uns elf Jahre Zeit gelassen zwischen den beiden Bengeln? Klar, es dauert eine Weile, bis man den Schock vom ersten Kind so weit verdaut hat, dass ein zweites nicht mehr völlig ausgeschlossen scheint. Der Denkfehler dabei: Anders als Serienzeuger, die maximal zwei Jahre Abstand lassen und den ganzen Schulkram in einem Schwung erledigen, vertrödeln wir Gelegenheitszeuger über ein Vierteljahrhundert mit Elternabenden.

Lieber drei Beerdigungen als ein Elternabend

Dort wird seit jeher heftig helikoptert, immer geht es um dieselben Belanglosigkeiten. Am Ende gilt immer Darwin: Die Guten kommen durch, egal, welchem Irrglauben die Bildungspolitik gerade anhängt. Hier bitte ein Zwischenapplaus für die ...

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