Mamas & Papas: Kinder zu haben bedeutet, Demut zu lernen

Eine Analyse der Krankenkasse AOK zeigt einen eindeutigen Trend. Und: Meist sind es die Mütter, die zu Hause bleiben.

Kürzlich wollte ich im Wald joggen. Der Hund ist alt genug für ein paar Kilometer um den See, und ich auch. Ich war richtig aufgeregt. Mein neues Leben als Sportler. Wenn ich jetzt noch einen weißen SUV zum Geburtstag bekomme, bin ich angekommen. Morgens federnd und in engen Trainingsleggins das Kind damit zur Schule fahren, kann ich mir in ein paar Kilos prima vorstellen. Bis dahin fahre ich leider noch unseren alten, zerbeulten Familienkombi mit dem Pferdefutter im Kofferraum. Immerhin habe ich bei unserem Sportausrüster schon die Goldene Einkaufskarte. Wenn das kein Zeichen ist.

Ich stand also perfekt ausgerüstet mit neuester Jogging-Technologie an den Füßen und überzeugend sportlichem, aber nicht ZU sportlichem Outfit an der Haustür, da bog der Dreijährige um die Ecke: "Was hast du an, Mama?" Ich: "Sportzeug! Mama wird jetzt Sport machen." Dreijähriger: "Das sieht aber blöd aus!" Ich: "Nein, Schätzchen, das sieht sportlich aus!" Aus dem ersten Stockwerk hörte ich leises Lachen. Der Dreijährige hörte es auch. Er rief: "Dein Jognierzeug ist auch blöd, Papa!" So ein kleiner Satz zur richtigen Zeit, holt einen doch immer schnell auf den Boden der Realität zurück.

Die großen Probleme werden klein, die kleinen groß

Und das ist ja das Tollste an kleinen Kindern. Das beste Mittel gegen Vorfrühlingsblues, gegen Anflüge von Verzweiflung angesichts der viel zu vielen frei herumlaufenden Irren in der Welt, ist, es sich zu Hause in aller langweiligen Normalität gemütlich zu machen. Da we...

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