Mämmi, Colomba und Pashka: Das schmeckt weltweit zu Ostern

Antonia Wallner
Freie Autorin

An Feiertagen wird geschlemmt, was das Zeug hält. Nicht nur bei uns. Wie wärs mal mit finnischem Mämmi statt Osterschinken? Oder einer italienischen Hefetaube statt Kuchenlamm? Unsere Top fünf der besten Osterspezialitäten weltweit.

Bei uns gibt’s an den Feiertagen traditionell Osterlamm. Wie sieht es in anderen Ländern aus? (Symbolbild: Getty Images)

An Ostern endet die Fastenzeit. Was auch immer ihr euch in dieser Zeit versagt habt, jetzt könnt ihr wieder schlemmen. In vielen deutschen Familien gibt es am Sonntag den klassischen Brunch mit Hefegebäck. Das hat nicht nur bei uns Tradition. In vielen Ländern stehen Kuchen und Gebäck aus Hefeteig im Mittelpunkt der Ostertafel. Doch auch herzhafte Suppen oder Pudding werden gegessen.

1. Finnland: Mämmi

Der Malzpudding “Mämmi“ wird in Finnland an Ostern gegessen. (Symbolbild:Getty Images)

In Finnland gibt es an Ostern kalten Pudding. Der Mämmi besteht aus Malz, Roggenmehl, Salz und Wasser. Sein Geschmack ist herb, ähnlich wie Bier. Um das sozusagen auszugeichen, essen die Finnen den Mämmi mit flüssiger Sahne oder Vanillesoße. Wer den Pudding nachkochen will, braucht sehr viel Geduld und muss eigentlich schon eine Woche vorher anfangen: Die Herstellung dauert rund fünf Stunden und der fertige Pudding muss danach noch einige Tage ziehen.

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2. England und Irland: Simnel Cake

Der Simnel Cake wird mit elf Marzipankugeln verziert, die die zwölf Apostel, ohne den Verräter Judas, symbolisieren. (Symbolbild: Getty Images)

Kandierte und getrocknete Früchte, gekrönt von einer Decke aus Marzipan – das ist der Simnel Cake, der traditionelle Osternachtisch in England und Irland. Verziert wird der Kuchen mit 11 Marzipankugeln. Sie symbolisieren die 12 Apostel – ganz bewusst ohne den Verräter Judas.

3. Italien: Colomba Pasquale

In Italien gibt es zu Ostern eine Friedenstaube aus Hefeteig, die Colomba Pasquale. (Symbolbild: Getty Images)

Was bei uns das gepuderte Osterlamm ist, ist bei den Italienern die Colomba, die Ostertaube. Das klassische Hefegebäck wird traditionell mit Mandeln, Hagelzucker und kandierten Früchten aufgepeppt. Puristen genießen die Colomba ohne Verzierung mit Butter und/oder Marmelade.

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4. Russland: Pashka

Der russische Osterkuchen Pashka heißt auch Kulik. (Symbolbild: Getty Images)

Auch in Russland gibt es Hefegebäck. Die Pashka, auch Kulik genannt, ist der längliche, hohe Zuckerguss-Kuchen zum russisch-orthodoxen Osterfest. Traditionell beginnt die Herstellung bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Gegessen wird die Pashka dann erst am Sonntag, nachdem sie offiziell geweiht worden ist.

5. Polen: Zurek

Die polnische Ostersuppe Zurek ist ein säuerlich-deftiges Gericht aus Roggenschrot. (Symbolbild: Getty Images)

Sauer und deftig essen die Polen an den Ostertagen. Zurek ist eine sehr nahrhafte Suppe, die traditionell am Ostersonntag auf den Tisch kommt. Hauptbestandteil von Zurek ist vergorener Roggenschrot. Dazu kommen noch Wurst sowie Sahne, Eier und Zwiebeln, die die Suppe sämig machen.

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