Wann man mit Juckreiz zum Arzt gehen sollte

Für Juckreiz kann es auch ernste Gründe geben. Nierenschwäche, Leber- und Gallenwegerkrankungen etwa können Ursachen sein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Es juckt heftig. Darf man sich kratzen oder muss man das auf jeden Fall sein lassen? Wann sollten Betroffene zum Arzt gehen?

Berlin (dpa/tmn) - Wenn es furchtbar kribbelt, können manchmal ernste Gründe dahinter stecken. So kann Juckreiz auch ein Symptom für Krankheiten wie Nierenschwäche oder manche Formen von Blutkrebs sein, wie die «Neue Apotheken Illustrierte» (Ausgabe 1. August 2019) berichtet.

Auch Leber- und Gallenwegerkrankungen können zum Kratzen verlocken - insbesondere an Armen, Beinen, Fußsohlen und Handinnenflächen. Das trifft vor allem auf Menschen zu, bei denen Gallenabgabe und Gallenfluss in der Leber gestört sind. Geschlechtskrankheiten und bestimmte Medikamente können ebenfalls schuld am Juckreiz sein.

Wer sich über einen längeren Zeitraum mit Juckreiz herumplagt und andere Symptome wie sichtbare Hautveränderungen oder Fieber feststellt, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen. Selbst wenn es schwer fällt, sollten Betroffene die Finger von den juckenden Stellen lassen: Das Kratzen reizt und schädigt die Haut nur noch mehr. Zudem können sich Kratzspuren auch entzünden.

Juckt es einen nur kurzzeitig und ohne weitere erkennbare Probleme, sollte man die Fingernägel kurz halten, um Verletzungen durch das Kratzen zu vermeiden. Empfehlenswert ist locker sitzende Kleidung aus Baumwolle, möglichst nicht aus Tierwolle. Kalte Duschen und eher kühlere Temperaturen im Schlafzimmer können ebenfalls für Linderung sorgen. Und bei Alkohol gilt: lieber weniger als mehr.