Mangel an Strom: Offenbar Babys in Al-Shifa-Klinik in Gaza gestorben

Weil es kaum Treibstoff und Strom gibt, funktioniert das größte Krankenhaus in Gaza kaum noch.

Das von der Hamas geleitete Gesundheitsministerium teilte mit, dass deswegen sieben Frühgeborene sowie 27 Patientinnen und Patienten der Intensivstation in der Al-Shifa-Klinik verstorben sind.

Nach Angaben der Behörden gibt es gar kein Benzin mehr. Wegen Schutt und Müll in den Straßen werden immer mehr Menschen krank.

Dr. Ahmad al Soufi, Vorsteher der Gemeinde Rafah sagte: "In diesen Stunden ist der gesamte Dieselvorrat in den Gemeinden aufgebraucht, und für den Fall, dass die Brunnen versiegen und Diesel nicht dringend verfügbar ist, drohen alle 2,3 Millionen Menschen im Gazastreifen zu verdursten."

Evakuierungsversuch von Patientinnen und Patienten wegen Beschuss abgebrochen

Die israelischen Streitkräfte forderten die Menschen in Gaza erneut auf, den Norden zu evakuieren, und gaben bekannt, dass sie den Menschen entlang der Salah-Al-Din-Straße für sieben Stunden die Durchfahrt gestatteten.

Doch Hilfsorganisationen vor Ort melden andauerndem israelischen Beschuss. Die Gesellschaft des Palästinensischen Roten Halbmonds berichten, dass der Versuch, Patienten zu evakuieren deshalb abgebrochen werden musste.

Schweigeminute für 101 Tote unter UN-Mitarbeitenden

Die Beschäftigten der UNO in Genf haben eine Schweigeminute abgehalten, um der 101 Kollegen zu gedenken, die seit dem 7. Oktober in Gaza getötet wurden.