Mangelhafte Versorgung - Russe tötet verletzten Kameraden per Kopfschuss - dahinter steckt bittere Wahrheit

Insgesamt wurden seit Kriegsbeginn 7.650 russische Panzer zerstört.<span class="copyright">picture alliance / Cover Images</span>
Insgesamt wurden seit Kriegsbeginn 7.650 russische Panzer zerstört.picture alliance / Cover Images

Immer wieder tauchen Meldungen auf, dass die medizinische Versorgung der russischen Armee mangelhaft ist. So soll es vielerorts gar keine Hilfe mehr geben. Ein Video zeigt, welche grausamen Ausmaße dies annimmt.

Ein erschütterndes Video, welches auf der Plattform X auftaucht, zeigt einen russischen Soldaten, der von einer Drohne getroffen wird. Der Soldat liegt verletzt am Boden und bittet seinen vorbeilaufenden Kameraden, ihn per Kopfschuss zu töten. Dieser zögert keine Sekunde, schießt ihm in den Kopf und geht dann einfach weiter.

Ein erschüttendes Zeugnis der Realitäten in Putins Angriffskrieg.

Immer wieder tauchen Meldungen auf, dass die medizinische Versorgung der russischen Armee mangelhaft ist. So berichten verwundete Soldaten, dass sie ohne medizinische Behandlung direkt wieder an die Frontlinie im Ukraine-Krieg geschickt wird. Der russische Sender „Astra“ berichtet dabei von Erfahrungen von russischen Soldaten.

„Menschen mit Knochenbrüchen gingen zurück in die Ukraine“

Laut einem Soldaten, der wegen Schrapnell- und Explosionverletzungen behandelt wurde, wurde den Soldaten ein Krankheitsurlaub verboten. „Alle haben zerrissene Ohren, Granatsplitter in den Armen und Beinen. Niemand bekommt etwas. Menschen mit Knochenbrüchen gehen zurück in die Ukraine“, so der russische Soldat.

Zudem berichtet „Astra“ über eine Tonaufnahme eines Gesprächs zwischen verwundeten Männern und einem Oberfeldwebel. Dabei würde sich ein Mann beklagen. „Ich habe eine Kopfwunde, ich habe etwa 13 Splitter in meinem Kopf und Körper, in meinen Händen. Hier wird mir verboten, ins Krankenhaus zu gehen. Ich brauche eine Behandlung, denn ich bin mit Scherben übersät.“ Doch der Vorgesetzte reagiere darauf nur kaltblütig: „Halt die Schnauze! Fick dich und deine Scheißsplitter!“

Militärexperte Lang: „Wenn die tot sind, werden die nächsten geschickt“

Bereits vor gut einem Monat machte ein offener Brief von Frauen russischer Soldaten die Runde. Deren Männer erhielten am 9. Mai den Befehl zur Erstürmung der Region Charkiw. „Einer unserer Männer erlitt während eines Kampfeinsatzes eine schwere Gehirnerschütterung mit anschließender Bewusstlosigkeit“, heißt es in dem Brandbrief. "Seine Kollegen zogen ihn während des Rückzugs aus dem Schlachtfeld. Er wurde nicht ordnungsgemäß medizinisch versorgt und evakuiert, und obwohl er keine Waffe in der Hand halten konnte, hat das Kommando in keiner Weise darauf reagiert.“

Der Militärexperte Nico Lange sieht ebenfalls eine mangelnde medizinische Versorgung der russischen Soldaten. „Da werden ein paar Fahrzeuge und ein paar Soldaten einfach nach vorne geworfen, ohne Rettungskette, ohne medizinische Versorgung“, sagte Lange zuletzt gegenüber dem „Stern“. „Wenn die dann tot sind, werden die nächsten geschickt.“

Verwundete Soldaten würden schon lang nicht mehr vom Schlachtfeld gerettet, heißt es von anderen Experten. Das macht es verständlicher, warum der russische Soldat seinen Kameraden bat, ihn per Kopfschuss zu erlösen.