Mann verrät, warum er seit drei Jahren seine Mülltonne nicht hat leeren lassen

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In den meisten Haushalten sind die Restmülltonnen nach sieben Tagen seit der letzten Abholung randvoll gefüllt – nicht aber die eines Mannes aus Südaustralien. Dieser hat seinen Müll nämlich seit über drei Jahren nicht zur Abholung an die Straße gestellt.

Dank Gary Morans Bemühungen in Sachen Recycling musste diese Mülltonne erst nach drei Jahren und vier Monaten geleert werden. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung
Dank Gary Morans Bemühungen in Sachen Recycling musste diese Mülltonne erst nach drei Jahren und vier Monaten geleert werden. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von privat

Gary Moran, der im australischen Gawler etwa 55 km von Adelaide entfernt lebt, hat am Freitag nach drei Jahren und vier Monaten zum ersten Mal wieder seine Restmülltonne leeren lassen. Der umweltbewusste Berater für Baumpflege ist zu diesem eindrucksvollen Ergebnis gekommen, indem er sehr kalkulierte Entscheidungen über die Dinge traf, die er mit nach Hause brachte.

„Ich baue selbst ein wenig Gemüse an und kaufe im Großhandel oder auf Märkten ein. Ich bin aber auch im Supermarkt vorsichtig und achte darauf, dass alles, was ich dort kaufe, wiederverwertbare Verpackungen hat“, so Moran gegenüber Yahoo Nachrichten Australien.

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Laut Moran waren Verpackungen mit Styropor der „große Killer“ beim Recycling. Das Recyceln von weichem Plastik durch das REDcycle-Programm habe es ihm sehr viel einfacher gemacht, seinen gesamten Müll zu recyceln.

So reduzierte er seinen Hausmüll

„Es war eine fortlaufende Sache, auf der ich aufgebaut habe“, sagte er und fügte hinzu, dass der Umzug in ein eigenes Haus das Recyceln und den Konsum von weniger nicht recycelbaren Produkten viel einfacher gemacht habe.

Sein Hausmüll wurde durch seine Entscheidung, all sein Aluminium in einen großen Ball zu zerdrücken, schlagartig weniger und kann dadurch effizient recycelt werden. Kleinere Metall- und Plastikteile entsorgte er in separaten Behältern. Moran sagte, es gebe nichts, auf das er seit der Umstellung auf einen abfallarmen Lebensstil verzichten müsse.

„Ich kann nicht sagen, dass ich wirklich Opfer bringen musste. Es geht einfach um intelligentere Entscheidungen darüber, was man kauft. Ich habe nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen“, sagte er.

Gary Moran nutzt eine Reihe von abfallsparenden Tricks, um seinen Hausmüll zu verringern. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung
Gary Moran nutzt eine Reihe von abfallsparenden Tricks, um seinen Hausmüll zu verringern. Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von privat

Angehende Recycler sollten sich nicht von der Idee eines abfallarmen Lebensstils überwältigt fühlen, sondern in Betracht ziehen, kleinere Veränderungen an ihren täglichen Gewohnheiten vorzunehmen, so der Vorschlag Morans.

„Wenn man Ähnliches tun möchte, kann man sich zu Hause eine kleine Station schaffen, an der man Dinge direkt an der Quelle trennt“, sagte er.

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„Es ist so einfach, wenn man etwas in der Hand hat, das irgendwo hin muss, und es ist nicht schwieriger, als es einfach in den Müll zu werfen.“

Moran ermutigte die Konsumenten ebenfalls, bewusster einzukaufen und zu verstehen, dass wenn sie ein Produkt kaufen, sie auch die Verantwortung dafür tragen, wie es später einmal entsorgt wird.

Zusätzlich legte er allen ans Herz, auf Gratisgeschenke wie kleine Plastikfiguren zu verzichten, die man in verschiedenen Läden oder mit verschiedenen Produkten bekommt.

Brooke Rolfe

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