Maori protestieren: Vor 250 Jahren "entdeckt" Cook Neuseeland

Vor 250 Jahren setzte der berühmte Entdeckungsreisende James Cook im Namen seiner britischen Majestät zum ersten Mal einen Fuß auf neuseeländischen Boden. Jetzt erreichte ein Nachbau seines Schiffes Endeavour den Hafen von Gisborne, begrüsst von einer Abordnung Maori, mit einer traditionellen Willkommenszeremonie - und durchaus gemischten Gefühlen auf Seiten der neuseeländischen Ureinwohner.

Direkt nach seiner Ankunft ließ Cook Neun Maori töten, heute britischerseits gern als Kommunikationsproblem interpretiert.

Rund 150 Demonstranten hatten sich am Hafen eingefunden, um an die ganze Geschichte der "Entdeckung" Neuseelands zu erinnern. Eine Protestierende sagt:

"Seit der Landung des weißen Mannes gab es nur Misstrauen, Unehrlichkeit, Mord und Totschlag… Wir haben das getan, und 250 Jahre später sind wir immer noch hier.“

Bei einem Treffen mit Maori-Führern erklärten Vertreter der britischen Regierung, aber ausdrücklich nicht im Namen der Queen, ihr Bedauern für die damaligen Vorfälle. Zu einer vollwertigen Entschuldigung hatte sich London zur Enttäuschung der Maori nicht durchringen können.