“Markus Lanz”: Annegret Kramp-Karrenbauer verrät, wen sie beim Parteitag wählen wird

In der Runde von Markus Lanz wurde viel über den bevorstehenden CDU-Parteitag gesprochen. (Bild: ZDF/Screenshot)

Kurz vor dem Parteitag in Hamburg scheinen die Nerven in der CDU blank zu liegen. So gab etwa Wolfgang Schäuble eine Wahlempfehlung für Friedrich Merz ab. Peter Altmaier sagte, er wolle für Annegret Kramp-Karrenbauer stimmen. Nun äußerte sich diese bei “Markus Lanz” über ihre eigenen Präferenzen.

Am Freitag, dem 7. Dezember, findet in den Hamburger Messehallen der wohl spannendste CDU-Parteitag seit achtzehn Jahren statt. Damals, im April 2000, wurde die damalige Generalsekretärin Angela Merkel in Essen zur Vorsitzenden gewählt. Und auch dieses Mal hat wieder eine Generalsekretärin die Chance, ihre Partei in schwierigen Zeiten zu übernehmen.

Bei “Markus Lanz” äußerte sich Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, nun zu verschiedenen Themen. Unter anderem verriet sie, wen sie beim Parteitag am Freitag wählen wird. Zuvor hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für Friedrich Merz ausgesprochen. Kurz darauf gab Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bekannt, er bevorzuge Kramp-Karrenbauer als nächste Parteivorsitzende.

AKK verrät über rhetorische Umwege, wen sie wählen wird

Lanz wollte von der CDU-Generalsekretärin hören, ob sie schon wisse, wen sie am Freitag wählen werde. “Das ist ein Wahlgeheimnis”, entgegnete Kramp-Karrenbauer schmunzelnd. Und schob dann orakelnd hinterher: “Ich halte mich da an Konrad Adenauer.” Nach einer kurzen Pause erklärte sie: “Der immer gesagt hat: Wenn man sich selbst nicht wählen kann, wieso soll man dann eigentlich andere davon überzeugen, einen selbst zu wählen?” Mit anderen Worten: Kramp-Karrenbauer wird am Freitag für sich selbst stimmen.

Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, hat gute Chancen auf den CDU-Parteivorsitz. (Bild: Wenn)

Doch Lanz wollte noch mehr wissen. “Jens Spahn darf auch wählen. Meinen Sie, den können Sie überzeugen, Sie zu wählen?” Kramp-Karrenbauer geht jedoch davon aus, dass auch er sich im ersten Wahlgang selbst wählen wird. “Im zweiten Wahlgang wird man dann schon sehen, was er tut.” Eine Absprache mit ihren Mitbewerbern Friedrich Merz und Jens Spahn habe sie allerdings nicht getroffen.

Zum Schluss wird Kramp-Karrenbauer privat

In den vergangenen drei Wochen, so Kramp-Karrenbauer, habe man sich “ein gutes Stück besser kennengelernt”. Gemeinsam waren die drei Politiker in ganz Deutschland unterwegs, um auf Regionalkonferenzen vor Parteimitgliedern für ihre jeweiligen Programme zu werben. “Jeder weiß jetzt, wer welchen Gag setzt bei einer Rede”, sagte die 56-Jährige.

Aufhorchen ließ die Politikerin aus dem Saarland noch mit einer anderen Aussage. Von Lanz darauf angesprochen, ob sie Merz oder Spahn für geeigneter halte, nach ihr das Amt des CDU-Generalsekretärs zu bekleiden, sprach sie sich für Spahn aus. Er kenne die Partei besser als Merz. Und auch zu ihrem Privatleben äußerte sich Kramp-Karrenbauer: Seit sie als Generalsekretärin in Berlin tätig ist und damit die meiste Zeit fernab von ihrer Heimat im Saarland verbringt, habe sich ihr “Privatleben verändert”. Ihr Mann trage daher “ein ganz schönes Paket” mit, sei aber auch bereit, dieses weiterzutragen.