Markus Lanz: Beim Namen Seehofer muss JU-Chef Ziemiak lachen

In der Runde wurde viel über die aktuelle Situation der CDU gesprochen. (Bild: ZDF/Screenshot)

Er ist eines der größten Nachwuchstalente der deutschen Politik: Paul Ziemiak schafft es auf bemerkenswerte Weise, Kanzlerin Angela Merkel sowohl zu loben als auch zu kritisieren. Bei Horst Seehofer scheint der Chef der Jungen Union dagegen eine nicht ganz eindeutige Meinung zu haben.

Mit einem solchen Ergebnis liegen die Erwartungen hoch: Paul Ziemiak wurde beim Deutschlandtag der Jungen Union in Kiel vergangene Woche mit 91 Prozent wiedergewählt. Es ist das beste Ergebnis, das je ein JU-Chef erzielt hat. Doch was denkt der 33-Jährige eigentlich über seine zwei Chefs, CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Vorkämpfer Markus Söder?

In der Sendung von Markus Lanz fand Ziemiak positive Worte zur Kanzlerin. „Sie macht einen bemerkenswerten Job“, sagte Ziemiak, zudem habe Merkel viel für dieses Land geleistet. Der JU-Chef gestand aber auch, dass man nicht immer einer Meinung sei. “Die letzten Wochen waren nicht einfach. Das hat bei uns in der Jungen Union für großen Frust gesorgt, wie es in der Großen Koalition gelaufen ist.”

Insbesondere über den Masterplan zur Migration von Horst Seehofer sowie über die Affäre um Hans-Georg Maaßen sei innerhalb der Jungen Union heftig gestritten und diskutiert worden. Lanz wollte daher von Ziemiak wissen, wie denn sein Verhältnis zum Bundesinnenminister sei. „Wie finden Sie Horst Seehofer?“, fragte Lanz seinen Gast.

JU-Chef Paul Ziemiak sprach gut über Angela Merkel. Bei Seehofer wich er dagegen aus. (Bild: ZDF/Screenshot)

Doch so richtig antworten wollte Ziemiak nicht, sagte stattdessen: „Die JU Bayern macht wirklich einen super Wahlkampf.“ Offenbar fiel dem Jungpolitiker sein umständlicher Versuch, der Frage auszuweichen, selbst auf. Ziemiak musste lachen, versucht sich dann aber an einer Antwort: „Er hat ja sehr viel geleistet.“ Es sei ja nicht so, dass Seehofer die größte Zukunftshoffnung der Jungen Union sei.

Doch lange wollte Ziemiak nicht über Seehofer reden. Sein kurzes Statement beendete er mit dem frechen Satz: „So, und jetzt bitte die nächste Frage.“ Nun war es Markus Lanz, der lachen musste. Auch über die Zeit nach Angela Merkel äußerte sich Ziemiak. Wenn man es nach Merkel schaffe, sich nicht selbst zu zerlegen wie beispielsweise die SPD, und die verschiedenen Flügel innerhalb der Partei unter einen Hut kriege, dann schaue die Zukunft für die Union sehr erfolgreich aus.