Markus Lanz: „Höhle der Löwen“-Investor schwärmt von Klopapier

In der Runde sorgte diesmal Ralf Dümmel für viel Heiterkeit. (Bild: ZDF/Screenshot)

Bei Markus Lanz beweist der meist extravagant gekleidete Unternehmer Ralf Dümmel seine Bodenständigkeit – und erklärt, warum Klopapier für ihn das beste Produkt ist.

Bunte Socken, Einstecktuch, Dreiteiler: Ralf Dümmel ist eine Erscheinung. Der Investor versorgt die Deutschen mit allerlei Haushaltsprodukten. Seit 2016 sitzt der Chef der Handelsgesellschaft DS Produkte in der Jury der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Neben Dümmel waren in der Sendung von Markus Lanz geladen der ehemalige Bundesminister Norbert Blüm, Oxfam-Expertin Barbara Sennholz-Weinhardt sowie der Fernsehkoch Ole Plogstedt.

Warum er so viele Jahre seine Anonymität gewahrt habe, will Lanz gleich zu Beginn von Ralf Dümmel wissen. Der gibt sich geerdet: „Das war mir nicht wichtig.“ Lanz bohrt weiter: „Naja, das war schon wichtig, da sie im Haushalt von sehr, sehr vielen Deutschen eine Rolle spielen.“ Darauf erwidert der Unternehmer: „Ja, die Produkte, aber nicht ich als Person.“

Ralf Dümmel, der Mann, der Erfinder oft zu Millionären macht. (Bild: Wenn)

Über 4.000 Artikel brachte Dümmel mit seiner Firma bisher auf den Markt, darunter eine Siebschaufel für Katzenstreu, einen Rostschreck für die Spülmaschine und eine Alarm-Fußmatte für die Haustür.

In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“, in der Dümmel als Juror in zwei Staffeln zu sehen war, hat er bereits sechs Millionen Euro investiert. Das lohnt sich nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die Gründer und Start-ups. Den Erfinder der Abfluss-Fee, ein Hygiene- und Reinigungsprodukt für verstopfte Rohre, hat er so zum Millionär gemacht.

Und dann verrät der erfolgreiche Produktverkäufer sein Geheimnis: „Ich habe irgendwann mal gelernt: Was du suchen musst, ist eigentlich Toilettenpapier. Toilettenpapier ist mit das beste Produkt, das es gibt. Weil du brauchst es von ca. drei Jahren bis fast unendlich und es verbraucht sich. Ein besseres Produkt gibt es fast nicht“, schwärmt Dümmel.

Der Verkaufsprofi verriet auch, dass er nie Unternehmer werden wollte. „Mein Vorbild war mein Vater, der hat in einem Möbelhaus gearbeitet. Und mein Lebensziel war es immer, in einem Möbelhaus zu arbeiten.“ Dort zog es den aus Bad Segeberg stammenden Unternehmer auch hin, doch schon bald landete Dümmel bei DS Produkte.

Nicht nur geschäftlich, sondern auch privat ist der dreifache Vater sehr ehrgeizig: „Ich glaube, ich bin einer der wenigen Väter, die ihre Kinder nie haben gewinnen lassen.“ Denn diese müssten auch lernen, was es heißt, zu verlieren. „Und wer sagt eigentlich, dass es denen nicht so weh tut wie mir?“

Norbert Blüm äußerte sich über die aktuellen Koalitionsgespräche. (Bild: Wenn)

In der Sendung äußerte sich zudem Norbert Blüm über die aktuellen Koalitionsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD in Berlin. „Dass die lange verhandeln ist noch keine Katastrophe, aber die müssen zum Ziel kommen“, sagte der 82-Jährige. „Die Alternative wäre, dass wir neu wählen. Wir können doch nicht so lange wählen, bis das Volk der gleichen Meinung ist wie die Parteien.“

Barbara Sennholz-Weinhardt, Referentin für Wirtschaft und Globalisierung bei der NGO Oxfam, kritisierte deutsche Supermärkte, die für die menschenunwürdigen Zustände in Costa Rica mitverantwortlich seien. Aldi, Edeka, Lidl und Rewe beziehen offenbar Bananen von Plantagen, auf denen massiv gegen Menschenrechte verstoßen wird.

TV-Koch Ole Plogstedt kritisierte in der Sendung die Preisgestaltung für Bananen. Der Apfel sei doppelt so teuer. „Man muss sich einmal überlegen, die Banane kommt von der anderen Seite der Welt“, sagt der Koch. Die Verantwortung dürfe man aber nicht nur auf den Bürger und den Verbraucher abwälzen.

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