Markus Lanz: Monogamie ist ein Desaster – Talkrunden manchmal auch

 

Mag Karaoke: Mariele Millowitsch

Markus Lanz läuft diese Woche wieder zu eskapistischen Höchstleistungen auf. Um diesen Mann herum könnte die Welt untergehen – er würde noch immer ein Fünkchen Heiterkeit darin finden.

Was ist da eigentlich los bei Markus Lanz? Vielleicht ist er im Strandurlaub und hat die Lückenfüller Sendungen hervorgekramt. Fernab von jeglicher Relevanz und Aktualität. Vielleicht ist er auch bockig. Alle reden über Erdogan? So Mainstream, Digger. Auf den Zug springt er nicht auf. Vielleicht ist es auch ein hochpolitisches Statement, einfach nicht über Politik zu reden.

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Zu Gast in der gestrigen Sendung: Schauspielerin Mariele Millowitsch, die über Karaoke-Partys mit Hannelore Kraft plaudert. Matze Knop, der alles parodiert, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Jörg Wontorra, der seine Erfahrungen aus der Online-Dating Szene teilt – zusammen mit der Tochter seiner Lebensgefährtin: Chantal Bausch, die ihr Leben mit Spenderherz rockt.

Das Ende der Monogamie

Zu guter Letzt: Autor Friedemann Karig. Der hat grad ein Buch geschrieben und Markus Lanz versteht sich ja auch immer als besserer Bahnhofs-Buchladen-Grabbeltisch. In „Wie wir lieben“ beschwört Karig das Ende der Monogamie herauf.

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Friedemann Karig, so Lanz, „bringt es auf den Punkt mit einem Satz, der wie ein Tweet von Donald Trump klingt: Monogamie ist ein Desaster.“ Wir möchten ergänzen: Monogamie ist nicht das einzige Desaster am gestrigen Fernsehabend, aber gut.

Mag nicht monogam: Friedemann Karig

Karig ist der Ur-Hipster. Mit seinem Deluxe-Oberlippen-Haar könnte er auch Craftbier brauen, stattdessen will er lieber menschliche (=männliche) Anatomie erklären: „Wie wir untenrum gebaut sind, ergibt etwas mehr Sinn, wenn wir nicht monogam, sondern polygam denken.“ Bestes Beispiel dafür sind die Paare, die er für sein Buch begleitete.

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Lanz ist angefixt von dem Gedanken: „Machen Sie’s mal konkret. Wie haben die das ausgelebt?“ Aber eigentlich ist er ja ziemlich oldschool. Diese Polygamie Geschichte widerspricht dem romantischen Bild in seinem Kopf: „Irgendwann sitzen wir alle unterm Apfelbaum und halten Händchen und dann ist alles schön.“ In Markus Lanz Kopf würden wir gern mal Ferien machen. Scheint tatsächlich total „schön“ zu sein, da drin.

Mehr Selbstliebe, Baby!

Karig doziert noch ein wenig über große Liebe und große Egos. „Der Narzisst in uns will etwas besitzen, das superexklusiv ist“, verkündet die Bauchbinde. Allein Matze Knop ist schon einen Schritt weiter. Der weiß, dass all dieser Ritter-Retter-Tingeltangel eigentlich Humbug ist: „Viele warten darauf, dass von außen einer kommt, der sie glücklich macht. Da habe ich immer das Gefühl: Das funktioniert nicht. Man sollte sich in allererster Linie selbst lieben.“ Das ist so banal und doch so schön. Das lassen wir so stehen. (ah)

Fotos: Screenshots/ZDF

Hollywood-Star Scarlett Johansson hält ebenfalls wenig von Monogamie:

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