“The Masked Singer”: Diese irre Musikshow holt ProSieben ins deutsche TV

Prominente präsentieren im Rahmen eines Gesangswettbewerbs auf der Bühne einen Song vor einer Jury – allerdings anonym in schrägen, überdimensionalen Kostümen. Genau das ist das Konzept eines Erfolgsformats aus Südkorea, um das sich sowohl RTL als auch ProSieben gerissen haben. Nun konnte der Sender aus Unterföhring seinem Konkurrenten die Rechte vor der Nase wegschnappen.



Das Konzept von “The Masked Singer”

Es geht bei der Musikshow nicht nur darum, wer der beste Sänger ist, sondern auch um die Frage, wer sich hinter der Maske verbirgt. Der Promi mit dem schwächsten Auftritt des Abends wird demaskiert. Das Rätselraten um den anonymen Sänger macht den Reiz des bunten Formats aus. In den USA begeisterte die Show-Adaption “The Masked Singer” das TV-Publikum zuletzt so sehr, dass diverse Quotenrekorde gebrochen wurden.

Nick Cannon (l.) moderierte die Sendung in den USA, Jenny McCarthy, Ken Jeong and Robin Thicke (r.) gehörten zur Jury. (Bild: LISA O’CONNOR/AFP/Getty Images)

Riesenerfolg in den USA

Mit Stars wie “Pussycat Doll” Nicole Scherzinger, “Blurred Lines”-Sänger Robin Thicke, “Baywatch”-Beauty Jenny McCarthy und “Hangover”-Star Ken Jeong war nicht nur die Jury hochkarätig. Überraschend viele große Namen ließen sich auf den Maskaradenspaß der Show ein und schlüpften in die aufwendigen Kostüme. Soul-Legende Gladys Knight verkleidete sich als Biene, *NSYNC-Star Joey Fatone mimte den verrückten Show-Hasen und La Toya Jackson trat als Alien auf. Doch nicht nur Musiker machten bei dem Showspektakel mit: Auch Schauspielerin Tori Spelling, Bruce Willis’ Tochter Rumer oder NFL-Spieler Antonio Brown waren mit von der Partie.


“Immer noch total aufgedreht vom gestrigen Showfinale! Das war eine so einzigartige Erfahrung und ich bin so froh, dass ich Teil davon sein durfte. Danke an alle, die eingeschaltet haben #TheMaskedSinger”

Eine ähnlich große Begeisterung erhofft man sich bei ProSieben nun auch – und die Erwartungen sind zurecht groß.

Streit um internationales Erfolgsformat

Die Sendung mit dem Originaltitel “The King of Mask Singer” ist ursprünglich ein Lizenzformat des südkoreanischen TV-Senders MBC, das gerade die ganze Welt im Sturm erobert. Es gibt bereits Adaptionen in den USA, China, Thailand, Indonesien und Vietnam, bald soll die Musikshow auch in Frankreich produziert werden. Wie das Branchenmagazin DWDL berichtet, soll RTL wochenlang davon ausgegangen sein, den Zuschlag für die deutsche Adaption zu erhalten. Letztlich ergatterte allerdings ProSieben die Rechte von der zuständigen Produktionsfirma Endemol Shine. Bei der Mediengruppe sprach man intern laut des Medienmagazins sogar von einer “krummen, unprofessionellen Nummer”. RTL will angeblich Konsequenzen ziehen und andere Projekte mit Endemol stoppen. Offizielle Stellungnahmen seitens RTL oder Endemol Shine gibt es bislang nicht.


“Die ersten Masken wurden enthüllt! Wir können es kaum erwarten euch zu zeigen, was euch bei der zweiten Staffel von ‘The Masked Singer” erwartet.”

ProSieben mit großen Erwartungen

Der große Gewinner ProSieben hingegen kann sich über seinen neuen Deal nur freuen. “‘The Masked Singer’ passt perfekt zu ProSieben. Die Show bietet ein neues, völlig verrücktes Fernseh-Erlebnis, das es in der Form in Deutschland noch nicht gegeben hat”, wird Senderchef Daniel Rosemann in einer Pressemitteilung zitiert. Er bezeichnet es als “ein unfassbar aufwendiges und gleichzeitig super spannendes Format mit höchstem Entertainment-Faktor” und ist sich sicher: “Durch die Spekulationen über die Gesichter hinter den Masken wird die Show über die TV-Ausstrahlung hinaus für Aufsehen sorgen.”