MDR: Mobile Betonsperren bieten keinen ausreichenden Schutz vor Anschlägen

Betonblockaden in Stuttgart

Die in Deutschland verwendeten mobilen Betonsperren bieten keinen ausreichenden Schutz vor Anschlägen mit Lastwagen. Das ergaben zwei Tests der Dekra im Auftrag des MDR-Magazins "Umschau", wie der Mitteldeutsche Rundfunk am Dienstag in Leipzig mitteilte. Bei den Tests habe jeweils ein Lkw eine Absperrung aus mobilen Betonpollern durchbrochen.

Bei den Testpollern handelt es sich demnach um die schwersten derzeit auf dem Markt angebotenen Betonblöcke, die bundesweit für Sperren verwendet werden. Die Betonpoller wurden nach dem Anschlag von Nizza bundesweit eingesetzt, unter anderem auch beim Tag der Deutschen Einheit im vergangenen Oktober in Dresden.

Bei dem islamistisch motivierten Anschlag in Nizza im vergangenen Juli hatte ein Attentäter während der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag einen Lastwagen in die Menschenmenge gesteuert. 86 Menschen wurden getötet, mehr als 400 verletzt.

Auch der getestete Fahrzeugtyp entspricht nach MDR-Angaben dem in Nizza verwendeten Wagen. Die Fahrzeuge bei den Anschlägen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin und zuletzt in Stockholm seien allerdings noch erheblich größer gewesen.

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