Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Sack tritt zurück

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Wahlakt (AFP/John MACDOUGALL)

Als Reaktion auf das historisch schlechte CDU-Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern hat der Landesvorsitzende Michael Sack sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Er werde auch sein Landtagsmandat nicht annehmen, erklärte Sack am Montag in Schwerin. Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern hatte bei der Landtagswahl am Sonntag nur 13,3 Prozent der Stimmen erhalten.

Die CDU will dennoch ein mögliches Angebot zu Sondierungsgesprächen seitens der SPD annehmen, wie der kommissarische Landesvorsitzende Eckhardt Rehberg am Abend nach einer Sitzung der Partei-Gremien in Schwerin sagte. Die SPD-Landesvorsitzende, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, hatte angekündigt, mit allen Parteien außer der AfD sondieren zu wollen.

"Auch wenn es einen ungünstigen Bundestrend gab und eine schwierige Ausgangssituation: Für das Ergebnis übernehme ich die Verantwortung", erklärte Sack. Er könne "nicht glaubwürdig derjenige sein, der die CDU Mecklenburg-Vorpommern zu alter Stärke zurückführt – egal ob aus der Oppositionsrolle heraus oder im Rahmen einer Regierungsbeteiligung".

Er wolle den Weg frei machen für einen personellen Neuanfang und kehre zurück ins Landratsamt nach Greifswald, erklärte Sack weiter. Er hatte erst im vergangenen August den Landesvorsitz der CDU in Mecklenburg-Vorpommern übernommen und führte die Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl. Auch der Generalsekretär der Landes-CDU, Wolfgang Waldmüller, stellte sein Amt zur Verfügung, will aber sein Landtagsmandat annehmen.

Klare Siegerin der Landtagswahl vom Sonntag ist die SPD. Die Sozialdemokraten erreichten 39,6 Prozent der Stimmen. Auch die AfD mit 16,7 Prozent lag noch vor der CDU mit 13,3 Prozent. Das war für die CDU noch deutlich schlechter, als bei der Wahl 2016, als sie mit 19,0 Prozent bereits schwach abgeschnitten hatte.

ftx/jes/noe

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