Mediacampus: Schüler wollen Profilfotos der Nachbarn auf eine Hauswand bringen

Streetart: Schülerinnen der Berlin International School wollen Geflüchteten ein Gesicht geben und benötigen dabei Unterstützung.

Die Straßen grau, der Himmel farblos. Die fahrenden Autos hinterlassen einen unfreundlichen Benzingeruch. Keiner schaut vom Boden auf, um den Anderen zu begrüßen. "Wie verschafft man Menschen Präsenz, die übersehen werden? Die nicht dazu gehören? Wie werden aus Menschen, die in derselben Straße wohnen, Nachbarn?" Diese Fragen haben sich die Schülerinnen Pamina Wagner, Lucia Carai und Tabea Kao gestellt.

Eine Wand ist grauer als grau. Einst war sie weiß, aber jetzt mit Graffiti beschmiert, ragt sie in den Berliner Himmel. Die Wand befindet sich in der Schmiljanstraße in Friedenau. Sie ist die Rückwand eines Wohnhauses und grenzt an eine Unterkunft für Geflüchtete. Die Schülerinnen wollen mit ihrem Projekt "Gesichter der Stadt" Nachbarn und neue Nachbarn zusammen bringen. Und zwar indem sie diese, graue Wand mit Profilbildern, von den dort untergebrachten Geflüchteten, und Nachbarn neben einander auf die Wand kleistern.

Inspiriert durch den Pariser Streetart-Künstler JR

Sie wollen dem Alltag wortwörtlich ins Auge schauen. Ihr Ziel ist es, die Menschen zusammenzubringen und eine neue, schönere und menschlichere Nachbarschaft zu formen. "Berlin ist mein zu Hause. Ich bin hier geboren und liebe diese Stadt, nur kann sie sehr, sehr grau sein", sagt Pamina Wagner.

Auf die Frage, warum genau diese Wand ihnen so wichtig war, antwortet Pamina: "Hier wohnen zwei unterschiedliche Welten mit denen wir durch das Zusammenfügen von Kunst und Kreativität interaktiv arbeiten wollen. Trotz der hohe...

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