„Meghan Markle kann im Kreise der Königsfamilie nicht wie ein berühmter Hollywood-Star leben“, sagt Adels-Autorin

Meghan Markle ist eine der am meisten diskutierten Frauen der Welt und ohne Zweifel hat sie durch ihre Hochzeit mit Prinz Harry auch das weltweite Interesse an der britischen Königsfamilie gesteigert.

Da sie eine geschiedene Amerikanerin mit einer Schauspielkarriere ist, sowie eine laustarke Verfechterin von Frauenrechten, wird sie dafür gefeiert, „frischen Wind“ in die Monarchie zu bringen.

Obwohl ihr Ehemann Harry nur auf Platz sechs der Thronfolge steht und unweigerlich noch weiter nach hinten rutschen wird, wenn sein Neffe Prinz George eine eigene Familie gründet, gehören der Herzog und die Herzogin von Sussex zu den beliebtesten Mitgliedern der Königsfamilie.

Aber die Autorin und Adelsexpertin Anna Pasternak glaubt, dass Meghan vorsichtig damit sein sollte, in Rampenlicht zu bleiben.

In der Serie „The Royal Box“ von Yahoo UK sagt sie: „Ich glaube, was Meghan erkennen muss, ist, dass sie im Kreise der Königsfamilie nicht wie ein berühmter Hollywoodstar leben kann und dass die Monarchie eine sehr andere Verhaltensweise von ihr verlangt.“

Das Interesse an Meghan (abgebildet im Canada House) ist riesig [Bild: PA]

Pasternaks neuestes Buch „Untitled: The Real Wallis Simpson, Duchess of Windsor“ beschreibt, weshalb Simpson von der Geschichte geschmäht wurde. Die Beziehung von Edward VIII mit der geschiedenen Amerikanerin führte 1936 zu seiner Abdankung als König.

Sehr zum Missfallen der Hofleute heiratete das Paar 1937 und verbrachte den Rest seines Lebens in Frankreich.

Pasternak glaubt, dass die Einstellung und Macht der Hofleute sich bis heute nicht verändert hat.

Sie sagt: „Ich glaube, sie [Meghan] steuert auf eine sehr knifflige Situation zu. Denn ich glaube, es hat sich in den vergangenen 80 Jahren in Bezug auf die Macht der Hofleute wenig verändert.“

Meghans Überraschungsauftritt am WE Day mit Harry löste beim Publikum lauten Jubel aus [Bild: PA]

„Und was ich bei meinen Nachforschungen für mein Buch über Wallis Simpson und Prinzessin Diana herausfand, ist, dass das eine Ziel der Monarchie – das ultimative Ziel ­– ihr eigenes Überleben ist. Und dafür muss der Monarch oder der direkte Thronfolger im Rampenlicht stehen.“

Die Autorin, die 1994 die Affäre von Prinzessin Diana mit James Hewitt öffentlich machte, fügt hinzu, dass Meghan die Dinge zwar modernisieren und ihre eigenen Pläne verfolgen möchte – aber dass  sie nicht alles haben kann.

„Du kannst nicht deine Freiheit und dieses Privileg haben“, sagt Pasternak.

„Sie kann nicht dieser internationale Star auf einer globalen Bühne sein. Das gebührt der Monarchin, der Queen, dann Charles, dann William und Kate – sie müssen die Stars sein, dies ist es, was die Kontinuität der Monarchie gewährleistet.

„Das Haus Windsor hat unglaublich gut zusammengehalten, während so viele andere europäische Königshäuser kollabierten. Sie haben das geschafft, weil sie anerkennen, wer im Mittelpunkt stehen muss.“

Meghan und Harry werden vor der Geburt ihres Babys, das im April erwartet wird, nach Frogmore Cottage in Windsor umziehen. Es wird angenommen, dass ihr neues Zuhause ihnen mit ihrem Neugeborenen mehr Privatsphäre ermöglichen wird.

Und obwohl es nur noch wenige Wochen bis zur Geburt sind, wurde noch nicht bekanntgegeben, wo die Herzogin gebären wird oder ob das Paar eine Gelegenheit für Fotos auf den berühmten Stufen des Lindo Flügels einräumen wird, so wie es der Herzog und die Herzogin bei ihren drei Kindern machten.

Der Kensington Palace bestätigte letzte Woche auch, dass das Paar seinen eigenen royalen Haushalt mit Sitz im Buckingham Palace haben wird, nachdem der gemeinsame Haushalt mit den Cambridges aufgelöst wurde.

Danielle Stacey