Mehr als 1600 Festnahmen wegen Verstößen gegen Ausgangssperre in Jordanien

Wegen Verstößen gegen die in der Corona-Krise verhängte Ausgangssperre hat es in Jordanien seit Samstag bereits mehr als 1600 Festnahmen gegeben. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, wurden die 1657 landesweit Festgenommenen in von der Armee überwachte Quarantäne-Zentren gebracht.

Jordanien hatte wegen der Coronavirus-Pandemie am Samstag eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Zur Begründung gab die Regierung an, die Bürger hätten sich nicht an die bereits zuvor geltenden Ausgangsbeschränkungen gehalten. Bei Verstößen gegen die Ausgangssperre drohen 14 Tage Quarantäne sowie eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Die Regierung mobilisierte die Armee, um die Maßnahmen zu überwachen.

Jordanien hat bislang 127 Coronavirus-Infektionsfälle gemeldet. In der abgeriegelten Hauptstadt Amman waren am Dienstag 190 von der Stadtregierung gecharterte Busse im Einsatz, die Haushalte mit Brot belieferten. Apotheken und Wasserversorgern ist es weiterhin erlaubt, ihre Lieferungen selbst zu den Kunden zu bringen.