Mehr als 20 Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

Bei einem Anschlag mit einer Autobombe auf einen Markt im Nordwesten Pakistans sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Zu dem Attentat in der Stadt Parachinar in der halbautonomen Stammesregion Kurram bekannten sich die pakistanischen Taliban

Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt im Nordwesten Pakistans sind am Freitag nach amtlichen Angaben mindestens 22 Menschen getötet worden. Fast 60 weitere wurden verletzt, als in der Stadt Parachinar in der halbautonomen Stammesregion Kurram eine Autobombe explodierte. Zu dem Attentat bekannten sich die pakistanischen Taliban.

Ein Behördensprecher sagte, der Anschlag in der mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt habe sich in der Nähe einer Moschee ereignet. Wütende Schiiten warfen Polizei und Armee vor, im Anti-Terrorkampf versagt zu haben. Einige von ihnen gingen in Parachinar aus Protest auf die Straße. Augenzeugen berichteten, Sicherheitskräfte hätten auf die Demonstranten gefeuert und einige von ihnen verletzt.

Bereits im Januar waren bei einem Anschlag auf einem anderen Markt in Parachinar 24 Menschen getötet worden. Die Region ist bekannt für gewalttätige Zusammenstöße zwischen Sunniten und Schiiten.

Im Februar wurden bei zahlreichen Anschlägen in Pakistan 130 Menschen getötet. Zu den meisten Attentaten bekannten sich die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder die pakistanischen Taliban. Schiiten machen etwa ein Fünftel der rund 200 Millionen Einwohner Pakistans aus.

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