Mehr als 3000 Fernbusse bei einwöchiger Schleierfahndung kontrolliert

Bundespolizei fahndet in Fernbussen nach illegal Einreisenden

Bei einer groß angelegten Schleierfahndung hat die Bundespolizei in der vergangenen Woche mehr als 3000 Fernbusse kontrolliert. Von Montag bis Sonntag wurden dabei 3181 Busse mit 87.282 Insassen überprüft, wie das Bundespolizeipräsidium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Dabei wurden demnach 146 Menschen festgestellt, die unerlaubt eingereist waren.

50 Menschen wurden laut Bundespolizei zurückgeschickt, weiteren 37 wurde die Weiterreise gestattet. Um Asyl baten 18 Betroffene, an Ausländerbehörden oder Jugendämter wurden 37 Menschen weitergeleitet. Vier der bei den Kontrollen aufgegriffenen Reisenden wurden in Haft genommen.

Die Beamten vollstreckten bei den Kontrollen auch 26 offene Haftbefehle. So wurde etwa ein schwedischer Staatsangehöriger gefasst, gegen den in seinem Heimatland ein europäischer Haftbefehl wegen versuchter Tötung und Körperverletzung vorlag.

Ziel der Aktion war es laut Bundespolizei aber vor allem, "das Dunkelfeld unerlaubter Beförderungen auf dem Landweg aufzuhellen". Im vergangenen Jahr wurden demnach insgesamt 5933 unerlaubte Einreisen mit Fernbussen registriert.

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