Mehr als drei Jahre Haft für Klopapier-Räuber in Hongkong

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Toilettenpapier war auch in Hongkong zwischenzeitlich Mangelware

Ein Gericht in Hongkong hat drei Toilettenpapier-Räuber zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt. Die Männer, die im Februar 2020 inmitten panischer Hamsterkäufe wegen der Corona-Pandemie mit einem Messer bewaffnet einen Lastwagenfahrer ausgeraubt und rund 600 Rollen Klopapier erbeutet hatten, müssen jeweils für 40 Monate ins Gefängnis, wie die Zeitung "Mingpao" am Donnerstag berichtete.

In der Anfangsphase der Corona-Pandemie hatte es auch in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hamsterkäufe gegeben. Supermarktregale waren oft schon kurz nach Ladenöffnung wie leergefegt, neben Hygieneartikeln waren vor allem Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln knapp.

Die Männer, denen nun der Prozess gemacht wurde, hatten vor einem Supermarkt im Hongkonger Arbeiterviertel Mongkok einen Lieferwagenfahrer überfallen und mit einem Messer bedroht. Sie entkamen mit 50 Paketen Toilettenpapier im Wert von 1700 Hongkong-Dollar (gut 180 Euro), wurden aber schon bald von der Polizei gefasst.

Laut "Mingpao" bekannten sie sich schuldig, baten den Lastwagenfahrer um Entschuldigung und bezahlten für das erbeutete Toilettenpapier. Der Richter verurteilte sie trotzdem zu einer Haftstrafe, weil sie ihre Tat geplant und mit Vorsatz begangen hätten.

mid/bfi